EM in Frankreich ist neuer Afrika Cup

Angola hat die Euro 2016 in Frankreich bereits gewonnen: Mit Blaise Matiudi (Frankreich) und William Carvalho (Portugal) spielt in beiden Teams ein «Abgesandter» aus diesem Land.

46 Fussballer umfassen die Kader der beiden Finalisten. 15 dieser Athleten – also rund jeder dritte – haben afrikanische Wurzeln, verteilt auf neun Nationen. Dazu gehören zum Beispiel Paul Pogba (Wurzeln in Guinea und Frankreich) einer der grossen Mittelfeldstars des Turniers oder Portugals Flügelheld Nani (Wurzlen in Kap Verde und Portugal).

Den grössten Triumph feiern würde Kap Verde (auch kapverdische Inseln genannt), gleich drei  Sportler mit Vorfahren aus diesem Land stehen im Kader Portugals. Bei einem Sieg Frankreichs würden Kamerun, die Demokratische Republik Kongo sowie Mali doppelt jubeln, da im Kader der «Grande Nation» diese drei Nationen jeweils gleich zweimal vertreten sind.

Die Aufteilung nach afrikanischen Nationen (in alphabetischer Reihenfolge): Angola (2), Guinea (1), Guinea-Bissau (1), Kamerun (2), Kap Verde (3), DR Kongo (2), Mali (2), Marokko (1) und Senegal (1).

Die Übersicht der beiden  Finalisten:

Frankreich: 10 Patrice Evra (Abwehr Links / Kamerun), N’Golo Kanté (Mitte / Mali), Steve Mandanda (Tor / DR Kongo), Eliaquim Mangala (Abwehr / DR Kongo), Blaise Matiudi (Mitte / Angola), Paul Pogba (Mitte / Guinea), Adil Rami (Abwehr / Marokko), Bacary Sagna (Abwehr Rechts / Senegal), Moussa Sissoko (Mitte / Mali), Samuel Umtiti (Abwehr / Kamerun).

Portugal: 5 William Carvalho (Mitte / Angola), Eliseau (Abwehr links / Kap Verde), Nani (Flügel rechts / Kap Verde), Danilo Pereira (Guinea-Bissau), Renato Sanches (Mitte / Kap Verde).

Der Final der Euro 2016 in Frankreich wird somit zum heimlichen Afrika Cup.

Daniel Gerber

Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).
Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).
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