Schweiz – Frankreich: Das Afrikanische Duell

Schweiz gegen Frankreich ist auch ein reichhaltiges, afrikanisches Duell. Gleich wer weiter kommt: Der Sieger ist Afrika so oder so – und sicher im Viertelfinale vertreten ist die DR Kongo sowie Kamerun.

Team Frankreich mit zwölf afrikanischen Spielern:

Torhüter Steve Mandanda (geboren in Kinshasa in der DR Kongo/Olympique Marseille)

Verteidiger Jules Koundé (Benin/FC Sevilla)

Verteidiger Presnel Kimpembe (Vater stammt aus DR Kongo, Mutter aus Haiti/Paris St. Germain)

Verteidiger Kurt Zouma (Zentralafrikanische Republik/FC Chelsea)

Mitte N’Golo Kante (Wurzeln in Mali/FC Chelsea)

Mitte Paul Pogba (Wurzeln in Guinea/Manchester United)

Mitte Corentin Tolisso (Wurzeln in Togo/Bayern München)

Mitte Moussa Sissoko (Wurzeln in Mali/Tottenham)

Offensive Ousmane Dembélé (Wurzeln in Mali, Senegal und Mauretanien/FC Barcelona)

Offensive Kylian Mbappé (Wurzeln in Kamerun/Paris St. Germain)

Offensive Wissam Ben Yedder (Wurzeln in Algerien/AS Monaco)

Offensive Karim Benzema (Wurzeln in Algerien/Real Madrid)

Team Schweiz kommt auch acht afrikanische Spieler:

Torhüter Yvon Mvogo (geboren in Kamerun/PSV Eindhoven)

Abwehr Manuel Akanji (Wurzeln in Nigeria/Borussia Dortmund)

Abwehr Kevin Mbabu (Wurzeln in DR Kongo/VfL Wolfsburg)

Abwehr Jordan Lotomba (Wurzeln in DR Kongo/OGC Nizza)

Mitte Denis Zakaria (Wurzeln in DR Kongo/Borussia Mönchengladbach)

Mitte Djibril Sow (Wurzeln in Senegal/Eintracht Frankfurt)

Mitte Edimilson Fernandes (geboren auf Kap Verde/FSV Mainz)

Sturm Breel Embolo (geboren in Kamerun/Schalke 04)

Daniel Gerber

Breel Embolo (Bild: Wikipedia/Sandro Halank).

EM in Frankreich ist neuer Afrika Cup

Angola hat die Euro 2016 in Frankreich bereits gewonnen: Mit Blaise Matiudi (Frankreich) und William Carvalho (Portugal) spielt in beiden Teams ein «Abgesandter» aus diesem Land.

46 Fussballer umfassen die Kader der beiden Finalisten. 15 dieser Athleten – also rund jeder dritte – haben afrikanische Wurzeln, verteilt auf neun Nationen. Dazu gehören zum Beispiel Paul Pogba (Wurzeln in Guinea und Frankreich) einer der grossen Mittelfeldstars des Turniers oder Portugals Flügelheld Nani (Wurzlen in Kap Verde und Portugal).

Den grössten Triumph feiern würde Kap Verde (auch kapverdische Inseln genannt), gleich drei  Sportler mit Vorfahren aus diesem Land stehen im Kader Portugals. Bei einem Sieg Frankreichs würden Kamerun, die Demokratische Republik Kongo sowie Mali doppelt jubeln, da im Kader der «Grande Nation» diese drei Nationen jeweils gleich zweimal vertreten sind.

Die Aufteilung nach afrikanischen Nationen (in alphabetischer Reihenfolge): Angola (2), Guinea (1), Guinea-Bissau (1), Kamerun (2), Kap Verde (3), DR Kongo (2), Mali (2), Marokko (1) und Senegal (1).

Die Übersicht der beiden  Finalisten:

Frankreich: 10 Patrice Evra (Abwehr Links / Kamerun), N’Golo Kanté (Mitte / Mali), Steve Mandanda (Tor / DR Kongo), Eliaquim Mangala (Abwehr / DR Kongo), Blaise Matiudi (Mitte / Angola), Paul Pogba (Mitte / Guinea), Adil Rami (Abwehr / Marokko), Bacary Sagna (Abwehr Rechts / Senegal), Moussa Sissoko (Mitte / Mali), Samuel Umtiti (Abwehr / Kamerun).

Portugal: 5 William Carvalho (Mitte / Angola), Eliseau (Abwehr links / Kap Verde), Nani (Flügel rechts / Kap Verde), Danilo Pereira (Guinea-Bissau), Renato Sanches (Mitte / Kap Verde).

Der Final der Euro 2016 in Frankreich wird somit zum heimlichen Afrika Cup.

Daniel Gerber

Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).
Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).

Euro 2016 wird zum heimlichen Afrika Cup

Mehr als einer von fünf Spielern an der Fussball-EM in Frankreich blickt im Halbfinale auf afrikanische Wurzeln, genauer sind es 19 der 92 Athleten, welche die Kader der vier verbliebenen Teams umfassen. Bei Frankreich sind dies gleich zehn Sportler, fünf bei Portugal und vier bei Deutschland – ein Afrika Cup im Mini-Format. Einzig bei Wales steht kein Spieler mit afrikanischen Wurzeln im Aufgebot.

Mit Jerome Boateng (Wurzeln in Ghana und Deutschland) gehört einer der besten Verteidiger des Turniers dazu. Die Aufteilung nach afrikanischen Nationen (in alphabetischer Reihenfolge): Angola (2), Elfenbeinküste (1), Ghana (1), Guinea (1), Guinea-Bissau (1), Kamerun (2), Kap Verde (3), DR Kongo (2), Mali (2), Marokko (2), Senegal (2).

Die Übersicht der vier europäischen Halbfinal-Teams (in alphabetischer Reihenfolge):

Deutschland: 4 Jerome Boateng (Abwehr / Ghana), Shkodran Mustafi (Abwehr / Marokko), Leroy Sané (Mitte rechts / Senegal), Jonathan Tah (Abwehr / Elfenbeinküste)

Frankreich: 10 Patrice Evra (Abwehr Links / Kamerun), N’Golo Kanté (Mitte / Mali), Steve Mandanda (Tor / DR Kongo), Eliaquim Mangala (Abwehr / DR Kongo), Blaise Matiudi (Mitte / Angola), Paul Pogba (Mitte / Guinea), Adil Rami (Abwehr / Marokko), Bacary Sagna (Abwehr Rechts / Senegal), Moussa Sissoko (Mitte / Mali), Samuel Umtiti (Abwehr / Kamerun)

Portugal: 5 William Carvalho (Mitte / Angola), Eliseau (Abwehr links / Kap Verde), Nani (Flügel rechts / Kap Verde), Danilo Pereira (Guinea-Bissau), Renato Sanches (Mitte / Kap Verde)

Wales: 0

Im Euro 2016 Viertelfinale: Afrika 30 Mal vertreten

Im Viertelfinale sind noch acht Mannschaften vertreten, pro Teams stehen 23 Spieler im Kader, folglich sind noch 184 Athleten an der Fussball-EM in Frankreich dabei. Davon haben nicht wenige Wurzeln in Afrika.

Nicht weniger als 30 Fussballer erfreuen sich einer zweiten Heimat auf dem schwarzen Kontinent, also fast jeder sechste.

«Africup.net» mit der Übersicht:

Belgien: 9 Michy Batshuayi (Sturm, DR Kongo), Christian Benteke (Sturm, DR Kongo), Mousa Dembele (Mitte / Mali), Jason Denayer (Abwehr / DR Kongo), Mourane Fellaini (Mitte / Marokko), Christian Kabasele (Abwehr / DR Kongo), Jordan Lukaku (Abwehr links / DR Kongo), Romelu Lukaku (Sturm / DR Kongo), Divock Origi (Sturm / Kenia).

Deutschland: 4 Jerome Boateng (Abwehr / Ghana), Shkodran Mustafi (Abwehr / Marokko), Leroy Sané (Mitte rechts / Senegal), Jonathan Tah (Abwehr / Elfenbeinküste)

Frankreich: 10 Patrice Evra (Abwehr Links / Kamerun), N’Golo Kanté (Mitte / Mali), Steve Mandanda (Tor / DR Kongo), Eliaquim Mangala (Abwehr / DR Kongo), Blaise Matiudi (Mitte / Angola), Paul Pogba (Mitte / Guinea), Adil Rami (Abwehr / Marokko), Bacary Sagna (Abwehr Rechts / Senegal), Moussa Sissoko (Mitte / Mali), Samuel Umtiti (Abwehr / Kamerun)

Island: 0

Italien: 2 Angelo Ogbonna (Abwehr / Nigeria), Stephan El-Shaarawy (Mitte links / Ägypten)

Polen: 0

Portugal: 5 William Carvalho (Mitte / Angola), Eliseau (Abwehr links / Kap Verde), Nani (Flügel rechts / Kap Verde), Danilo Pereira (Guinea-Bissau), Renato Sanches (Mitte / Kap Verde)

Wales: 0

Nur in drei Ländern, Island, Polen und Wales, steht kein Fussballer mit afrikanisch-europäischen Wurzeln im Aufgebot.

Das Stade Vélodrome in Marseille (Bild: Wikipedia/Hombrey).
Das Stade Vélodrome in Marseille (Bild: Wikipedia/Hombrey).

 

An Euro 2016: Afrika 37 Mal vertreten

Nicht weniger als 37 Mal ist der afrikanische Kontinent an der Fussball-EM in Frankreich vertreten. Das entspricht rund eineinhalb kompletten Kadern, die an der Europa-Meisterschaft jeweils 23 Mann umfassen.

«Africup.net» hat die Teams durchforstet, anbei der Überblick, in Klammer jeweils die Nation, in welcher der Athlet neben seinen europäischen Wurzeln welche in Afrika besitzt. Besonders in den Teams von Belgien, Deutschland, Frankreich, Portugal und der Schweiz sind viele Fussballer vertreten, die auch in Afrika verwurzelt sind.

Albanien: 0

Belgien: 9 Michy Batshuayi (Sturm, DR Kongo), Christian Benteke (Sturm, DR Kongo), Mousa Dembele (Mitte / Mali) Jason Denayer (Abwehr / DR Kongo), Mourane Fellaini (Mitte / Marokko), Christian Kabasele (Abwehr / DR Kongo), Jordan Lukaku (Abwehr links / DR Kongo), Romelu Lukaku (Sturm / DR Kongo), Divock Origi (Sturm / Kenia).

Deutschland: 4 Jerome Boateng (Abwehr / Ghana), Shkodran Mustafi (Abwehr / Marokko), Leroy Sané (Mitte rechts / Senegal), Jonathan Tah (Abwehr / Elfenbeinküste)

England: 1 Dele Alli (Mitte / Nigeria)

Frankreich: 10 Patrice Evra (Abwehr Links / Kamerun), N’Golo Kanté (Mitte / Mali), Steve Mandanda (Tor / DR Kongo), Eliaquim Mangala (Abwehr / DR Kongo), Blaise Matiudi (Mitte / Angola), Paul Pogba (Mitte / Guinea), Adil Rami (Abwehr / Marokko), Bacary Sagna (Abwehr Rechts / Senegal), Moussa Sissoko (Mitte / Mali), Samuel Umtiti (Abwehr / Kamerun)

Irland: 0

Island: 0

Italien: 2 Angelo Ogbonna (Abwehr / Nigeria), Stephan El-Shaarawy (Mitte links / Ägypten)

Kroatien: 0

Nordirland: 0

Österreich: 1 David Alaba (Abwehr / Nigeria)

Polen: 0

Portugal: 5 William Carvalho (Mitte / Angola), Eliseau (Abwehr links / Kap Verde), Nani (Flügel rechts / Kap Verde), Danilo Pereira (Guinea-Bissau), Renato Sanches (Mitte / Kap Verde)

Rumänien: 0

Russland: 0

Schweden: 0

Schweiz: 4 Johan Djourou (Abwehr / Elfenbeinküste), Breel Embolo (Sturm / Kamerun), Francois Moubandje (Abwehr links / Kamerun), Denis Zakaria (Mitte / DR Kongo)

Slowakei: 0

Spanien: 0

Tschechien: 1 Theodor Gebre Selassie (Abwehr rechts / Äthiopien)

Türkei: 0

Ukraine: 0

Ungarn: 0

Wales: 0

37 der 552 Fussballer blicken auf afrikanische Wurzeln, also rund einer von 15. Die DR Kongo und Kamerun sind am stärksten vertreten, Kongo könnte mit neun Mann fast eine eigene Mannschaft stellen.

Vertreten sind nach afrikanischen Ländern:

Ägypten (1), Angola (2), Äthiopien (1), Elfenbeinküste (2), Ghana (1), Guinea (1), Guinea-Bissau (1), Kamerun (4), Kap Verde (3), Kenia (1), DR Kongo (9), Mali (3), Marokko (3), Nigeria (3), Senegal (2)

Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).
Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).