Zwei Filme, ein zentrales Ereignis des christlichen Glaubens und viele offene Fragen: Mel Gibson arbeitet an der Fortsetzung von «Die Passion Christi». Nun hat der Regisseur weitere Details verraten – und deutet an, dass das Publikum eine ungewöhnliche filmische Interpretation erwarten darf.
Mel Gibson lässt weitere Einblicke in sein ambitioniertes Filmprojekt zu. Mit «The Resurrection of the Christ» (Die Auferstehung Christi) nimmt der Regisseur die Geschichte dort wieder auf, wo sein Erfolgsfilm «Die Passion Christi» endete: bei Tod und Auferstehung Jesu.
Bei einem Auftritt an der Fan Expo Toronto erklärte Gibson, dass er derzeit in Kanada am Schnitt und an den abschliessenden Arbeiten für die Nachfolgeproduktion beschäftigt sei, berichtete er laut «Charisma News».
Verteilt auf zwei Filme
Das Projekt ist umfangreich: Die Geschichte wird auf zwei Filme verteilt. Der erste Teil soll am 26. März 2027 ins Kino kommen und der zweite Teil 6. Mai 2027. In einem Interview mit «CBN» wurde die Frage aufgeworfen, -Journalist Billy Hallowell in einem Gespräch mit Raj Nair.
Besonders spannend ist allerdings eine andere Frage: Wie eng wird sich Gibson an die biblische Überlieferung halten?
Auf die Erwartungen an den Film angesprochen, machte der Regisseur deutlich, dass das Publikum keine gewöhnliche Nacherzählung erwarten sollte. Gleichzeitig betonte er, dass die inhaltliche Grundlage der biblischen Botschaft unangetastet bleibe.
Unerwartet aber nicht abweichend
«Ich glaube nicht, dass es dem entspricht, was irgendjemand erwartet. Aber es weicht nicht von der Wahrheit und dem Wesen der Geschichte ab. Es ist einfach eine Vorstellung davon», sagte Gibson.
Ein wesentlicher Ansatzpunkt für die filmische Umsetzung sind die vierzig Tage zwischen der Auferstehung Jesu und seiner Himmelfahrt. Die Bibel berichtet, dass Jesus seinen Jüngern nach seiner Auferstehung mehrfach erschien, ihnen durch viele überzeugende Beweise seine Lebendigkeit zeigte und mit ihnen über das Reich Gottes sprach. Was sich während dieser vierzig Tage im Einzelnen ereignete, wird in der Heiligen Schrift allerdings nur in Ausschnitten beschrieben.
Eine zentrale Episode
Mel Gibson widmet sich nicht irgendeiner Episode der Bibel, sondern dem Kernstück des christlichen Glaubens: dem Sieg Jesu Christi über den Tod.
Die Auferstehung ist das Fundament der christlichen Hoffnung und eine der zentralen Aussagen des Evangeliums. Entsprechend hoch dürften die Erwartungen sein ebenso wie die Aufmerksamkeit für die Frage, wie weit künstlerische Freiheit gehen darf, ohne den biblischen Kern der Geschichte zu verändern.
Eines ist bereits klar: Mit «The Resurrection of the Christ» wagt sich Mel Gibson an einen Stoff von aussergewöhnlicher theologischer und historischer Tragweite.
Daniel Gerber