Issa Hayatou ist der neue FIFA-Chef

Erstmals führt ein Afrikaner das FIFA-Präsidium. Seit eingangs Oktober leitet der langjährte Präsident des afrikanischen Fussballverbandes Confédération Africaine de Football (CAF), Issa Hayatou, die Geschicke der FIFA. Schon seit fast 30 Jahren, seit 1988, präsidiert er den Kontinentalverband. Issa Hayatou ist der fünfte Präsident der CAF.

Interimistisch rutscht er nun für den suspendierten Josef «Sepp» Blatter nach. Die Statuten des Weltverbandes sehen vor, dass der Vize-Präsident, der am längsten im Amt ist, in einem solchen Falle die Führung übernimmt. Issa Hayatou übt diese Funktion bereits seit dem Jahr 1992 aus und ist damit der dienstälteste Vize-Präsident.

Der 1946 in Kamerun geborene Fussball-Funktionär ist zudem seit dem Jahr 1985 Präsident des kamerunischen Fussballverbandes Cameroon Football Association. Nachdem er zunächst mehrere Jahre als deren Generalsekretär gewirkt hatte. Issa Hayatou präsiderte darüberhinaus das OK der olympischen Fussballturniere. Sein Einsatz für den afrikanischen Fussball ist enorm, unter anderem wuchs die Anzahl der afrikanischen WM-Teilnehmer während seiner FIFA-Zeit von zwei auf fünf Endrunden-Teilnehmer.

Am 26. Februar wird der neue Präsident der FIFA gewählt, Hayatou erklärte, dass er nicht zur Wahl stehen werde, da der Reformprozess weitergehen solle. Zudem ist er gesundheitlich nicht in bester Verfassung, da er Dialysepatient ist. 2002 hatte er noch kandidiert gehabt, doch die Wahl entschied Blatter damals mit 139:56 Stimmen für sich.

Erstmals in der Geschichte führt mit Issa Hayatou ein Afrikaner die Geschicke der FIFA (Bild: Wikipedia/Pierre-Yves Beaudouin).
Erstmals in der Geschichte führt mit Issa Hayatou ein Afrikaner die Geschicke der FIFA (Bild: Wikipedia/Pierre-Yves Beaudouin).
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