Kap Verde: Das ist kein Märchen. Das ist die logische Konsequenz.

Spanien stolpert über Kap Verde und die Welt spricht von einer Sensation. Von einer Überraschung. Von einem Fussballwunder. Das klingt hübsch. Es ist nur falsch.

Wer Kap Verde in den letzten Jahren beobachtet hat, der konnte diesen Moment kommen sehen.

Die Inselrepublik im Atlantik ist längst nicht mehr jener sympathische Aussenseiter, der sich gelegentlich an ein grosses Turnier verirrt. Kap Verde hat sich Schritt für Schritt zu einer ernstzunehmenden Fussballnation entwickelt. Nicht mit Glamour. Nicht mit Milliarden. Sondern mit Disziplin, Organisation und einer bemerkenswerten Generation von Spielern.

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Kamerun und Elfenbeinküste zeigen: WM alle zwei Jahre ist nötig

Langsam gewinnt der Gedanke, künftig die Fussball Weltmeisterschaft alle zwei Jahre durchzuführen an Fahrt. Die FIFA denkt daran, diesen Plan ab 2028 durchzuführen. Namentlich beim noch immer komplett untervertretenen afrikanischen Fussballverband CAF kommt die Idee gut an.

Auch wenn ab der WM 2026 neun Startplätze auf die afrikanischen Teams warten (gegenüber ab dann 16 europäischen Teams), ist der Kontinent immer noch unterrepräsentiert. Aber zumindest würde die Präsenz dennoch ausgeweitet auf mehr Teams in kürzeren Abständen.

Wie nötig dies ist, zeigt die gegenwärtige Qualifikation in Afrika. Zuerst wurden in einer K.O.-Runde 14 Teams eliminiert. Und nun wird in zehn Vierer-Gruppen gekämpft. Und die zehn Gruppensieger werden in einer weiteren K.O.-Runde auf fünf Mannschaften dezimiert, die dann an die WM fahren dürfen.

Das führt zu nahezu absurden Situationen, wie dass in der Gruppe D entweder Kamerun oder Elfenbeinküste bereits vorzeitig ausscheiden. Das ist etwa so, als wären England und Italien in einer Quali-Gruppe und für den Gruppenzweiten gäbe es keine Chance. Und auf den Gruppensieger würde dann noch ein K.O.-Spiel gegen Spanien warten.

Eine frühere Auswahl Kameruns (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).