Zebras an einer Wasserstelle (Foto: Pixabay/Herbert2512).

Das Zebra erinnert uns ans Freuen

Schwarz-weiss gestreift und voller Leben: Das Zebra fällt mit seinem einzigartigen Muster sofort auf. Kein Zebra gleicht genau dem anderen und jedes ist auf seine Weise wunderschön. Auch Gott hat dich einzigartig geschaffen. Doch was geschieht, wenn das Leben einmal nicht bunt, sondern eher schwarz-weiss erscheint? Wenn Sorgen den Alltag bestimmen und die Freude verloren geht? Die Bibel erinnert uns daran, dass unsere Freude tiefer wurzelt als unsere Umstände. Denn wer mit Gott lebt, hat allen Grund zur Hoffnung, selbst wenn nicht jeder Tag ein Sonnentag ist.

Gerade auch dann erinnert uns Gottes Wort an etwas Entscheidendes: Unsere Freude muss nicht von unseren Umständen abhängig sein.

Freude ist mehr als ein Gefühl, sie wächst aus unserer Beziehung zu Gott. Natürlich heisst das nicht, dass wir immer glücklich sein oder Schwierigkeiten überspielen müssen. Auch als Gottes Kinder dürfen wir traurig sein, zweifeln und weinen. Doch mitten in all dem dürfen wir wissen: Gott ist da. Seine Liebe bleibt, auch wenn sich unsere Welt verändert. Wir sind seine geliebten Kinder, und nichts kann uns von seiner Liebe trennen.

Kein Zebra gleicht dem anderen

Das Zebra erinnert uns daran, wie wunderbar Gott uns geschaffen hat. Kein Streifenmuster gleicht genau dem anderen. Jedes Tier ist einzigartig – und genauso hat Gott auch dich mit deiner Persönlichkeit, deinen Begabungen und deiner Geschichte geschaffen. Du musst nicht sein wie andere, um wertvoll zu sein. Du bist von Gott gewollt und geliebt, genau so, wie du bist.

So wie es in Psalm 118,24 steht: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein!“

Blick auf Gott richten

Vielleicht siehst du heute vor allem das, was dir fehlt. Vielleicht vergleichst du dich mit anderen oder wünschst dir, manches wäre anders. Dann lade ich dich ein, deinen Blick bewusst auf Gott zu richten. Entdecke die kleinen Geschenke des Alltags: ein freundliches Wort, einen Sonnenstrahl, ein herzliches Lachen oder einen Menschen, der dir zur Seite steht. Oft beginnt Dankbarkeit dort, wo wir lernen, das Kleine wieder wahrzunehmen.

Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 5,16: „Freut euch allezeit!“ Das ist keine Aufforderung, ständig fröhlich zu wirken. Es ist eine Einladung, in jeder Lebenslage mit Gott verbunden zu bleiben und ihm zu vertrauen. Deine Freude darf tiefer sein als deine Gefühle, denn sie gründet sich auf Gottes Treue.

Nimm dir einen Moment Zeit und nenne Gott drei Dinge, für die du dankbar bist. Und dann schenke jemandem ein Lächeln, ein ermutigendes Wort oder eine kleine Aufmerksamkeit. Freude wird nicht kleiner, wenn wir sie teilen, sie kann dadurch wachsen.

Daniel Gerber