Malerischer Vulkan Nyiragongo

Die Landschaft rund um den Nyiragongo-Vulkan in der DR Kongo unweit der Grenze zu Ruanda wirkt malerisch. Er ist einer von acht Vulkane im Grabenbruch im Osten Afrikas. Ganz in der Nähe von Goma, der wirtschaftlichen Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Der 3470 Meter hohe Nyiragongo liegt nur 20 Kilometer von Goma entfernt, in dieser Umgebung leben nicht weniger als 1,5 Millionen Menschen.

Vom Rande des Kraters aus sieht man in einer Tiefe von 400 Metern den grössten Lavasee der Welt brodeln, er misst einen Durchmesser von nicht weniger als 200 Metern – ein spektakuläres Naturschauspiel, insbesondere in der Dunkelheit kann der See bestens beobachtet werden.

Inzwischen ist der Nyiragongo – der mitten im berühmten Virunga-Nationalpark zu finden ist – zu einem Touristenmagnet geworden. Dies obschon der Vulkan bereits mehrere Menschenleben gefordert hat. Als er im Jahr 1977 ausbrach, starben rund 600 Menschen. Und als er 2002 ein zweites Mal ausbrach, wurden vom Lavastrom gleich mehrere Dörfer zerstört. Zudem floss er durch die Stadt Goma und anschliessend in den Kivusee. 147 Menschen starben bei diesem Ausbruch und rund eine Viertelmillion mussten fliehen.

Der Lava See von Nyiragongo (Bild: Wikipedia/Cai Tjeenk Willink).

Ägypten hat höheren Kaderwert als WM-Gastgeber Russland

Das Nationalteam von Ägypten hat den grösseren Kaderwert als WM 2018-Gastgeber Russland: 197 zu 162 Millionen Euro. Die beiden Mannschaften, die in den Gruppenspielen aufeinander treffen, liegen damit in der Marktwert-Rangliste direkt hintereinander, Ägypten auf Position 17 gefolgt von Russland auf 18; dies gleich nach der Schweiz, welche auf Rang 16 liegt, dies mit rund 218 Millionen Euro.

Die teuerste Mannschaft an der WM stellt Frankreich mit 1,08 Milliarden Euro, gefolgt von Spanien mit 1,04 Milliarden.

Senegal, das afrikanische Land mit dem höchsten Kaderwert. Diese Auswahl liegt an elfter Stelle. Senegal lässt damit Nationen wie Polen, Serbien, Dänemark und Gruppengegner Kolumbien hinter sich. Weil Kolumbien in der Weltrangliste aber besser klassiert ist, fand sich diese Mannschaft im zweiten Lostopf wieder, während Senegal aus dem dritten Pot zugelost wurde – gerade dieses Duell darf also mit besonderer Spannung erwartet werden.

Die weiteren Teams aus Afrika liegen auf Rang 20 (Nigeria), Position 21 (Marokko) und Rang 26 (Tunesien). Damit liegen sechs Mannschaften weiter hinten, darunter Australien, Costa Rica und Peru. Am Ende der Tabelle liegt Panama, mit einem Kaderwert von rund 8,5 Millionen Euro.

Die Kosmos-Arena in Samara ist einer der WM-Standorte in Russland (Bild: Wikipedia/Msfive7 ).

Afrikas WM Teilnehmer 2018 im Check – Teil 5: Marokko mit Nachbarduellen gegen Spanien und Portugal

Marokko ist von den 32 Nationen, die an der WM starten, das Team, das zum Zeitpunkt der Gruppenzuteilung am fünftschlechtesten in der Weltrangliste klassiert war. Entsprechend starke Gegner stehen dem Teams aus Nordafrika gegenüber – im Grunde sind zwei davon sogar Nachbarn wenn auch auf europäischem Boden: Spanien und Portugal. Der vierte in dieser WM-Gruppe ist der Iran. Captain Medhi Benatia ist in Europa bestens bekannt, er spielt in der Innenverteidigung bei Juventus Turin und Amine Harit – erst 20 Jahre alt aber bereits mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro unterwegs – spielt bei Schalke 04 in der Bundesliga.

Marokko startet bereits zum fünften Mal an einer Fussball-Weltmeisterschaft. Das bisher beste Ergebnis gelang der Mannschaft im Jahr 1986, als die Mannschaft bis ins Achtelfinale vorstiess und dort an Deutschland scheiterte, gewertet wurde die Equipe auf Rang elf. Die letzte Teilnahme liegt zwanzig Jahre zurück, 1998 startete das Team in Frankreich und schied in der Vorrunde aus (Rang 18).

 

Der Star: Medhi Benatia

Der Teuerste:  Amine Harit (Geschätzter Marktwert: 25 Millionen Euro).

Gesamter Marktwert: Rund 120 Millionen Euro.

Besonderes: g.

Bisher an der WM: Vier Teilnahmen, beste Platzierung: Rang 11 im Jahr 1986.

FIFA Ranking: 42. Beste Klassierung: 13 (im Jahr 1998). Durchschnittliche Klassierung: 45.

Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Afrikas WM Teilnehmer 2018 im Check – Teil 4: Ägypten in machbarer Gruppe

Ägypten hat auf dem Papier die wohl «einfachste» Gruppe der fünf afrikanischen Mannschaften erwischt: Saudi-Arabien und Russland – wenn auch Gastgeber – liegen in der Weltrangliste hinter den Pharaonen. Einzig Uruguay liegt in dieser Wertung vor dem Finalisten des Afrika Cup 2017. Diese Gruppe ist für Ägypten machbar (wobei mindestens Russland und Uruguay aus ihrer Sicht zum jeweils gleichen Schluss kommen dürften).

Mit Mohamed Salah verfügt das Land des Nils zudem über einen der Topstars weltweit und auch Mohamed Elneny vom FC Arsenal dürfte vielen geläufig sein.

Ägypten ist zudem das erste afrikanische Land, das an einer Fussball-WM teilgenommen hat. Dies im Jahr 1934. Damals, in Italien, erreichte das Team den 13. Platz. Danach folgte eine lange Durststrecke. Erst 1990 erfolgte die zweite und bislang letzte Teilnahme an einer Weltmeisterschaft – diese wurde wieder in Italien durchgeführt, Ägypten kam nicht über die Vorrunde hinaus. Die Mannschaft belegte zuletzt den 20. Rang.

 

Der Star: Mohamed Salah

Der Teuerste:  Mohamed Salah (Geschätzter Marktwert: 150 Millionen Euro).

Gesamter Marktwert: Rund 200 Millionen Euro.

Besonderes: Ägypten war das erste afrikanische Land, das an einer Fussball-WM gestartet ist; 1934. Das Land hat zudem den Afrika-Cup sieben Mal gewonnen, zuletzt 2010.

Bisher an der WM: Zwei Teilnahmen, 1934 und 1990 … beide Male in Italien.

FIFA Ranking: 46. Beste Klassierung: 9 (im Jahr 2010). Durchschnittliche Klassierung: 46.

Mohamed Elneny, Ägypten (Bild: Wikipedia/Zekwa).

Afrikas WM Teilnehmer 2018 im Check – Teil 3: Nigeria mal wieder in einer Hammergruppe

Nicht zum ersten Mal findet sich Nigeria in einer Hammergruppe. Mit Argentinien und Kroatien sowie Nigeria finden sich drei Mannschaften, die das Potential haben, sehr weit zu kommen. Und mit Island ist ein Team in der Gruppe, das zwar keinen ganz grossen Namen trägt, aber an der EM gezeigt hat, dass es ebenfalls für eine Überraschung gut ist. Zudem gewannen die Isländer die EM-Quali-Gruppe vor Kroatien, der Ukraine und der Türkei. Wer eine solche Gruppe gewinnt, kann auch bei einer Weltmeisterschaft einiges erreichen.

Zu den wichtigsten Spielern zählen Victor Moses vom FC Chelsea und Wilfred Ndidi vom Leicester.

Nigeria zeigt eine erstaunliche Bilanz an der Fussball-WM: Bis 1994 war die Mannschaft nie mit dabei. Doch ab der Endrunde in den USA war die Nation künftig immer vertreten, bis auf die Ausgabe 2006 in Deutschland. Bei drei dieser fünf Teilnahmen gelang der Equipe jeweils der Vorstoss ins Achtelfinale.

 

Der Star: Victor Moses

Der Teuerste:  Wilfred Ndidi (Geschätzter Marktwert: 25 Millionen Euro).

Gesamter Marktwert: Rund 140 Millionen Euro.

Besonderes: Nigeria war bis 1994 nie bei einer WM dabei, seither aber mit einer Ausnahme immer.

Bisher an der WM: Fünfmal startete Nigeria an der WM, dreimal stiess die Mannschaft ins Achtelfinale vor.

FIFA Ranking: 38. Beste Klassierung: 9 (im Jahr 2009). Durchschnittliche Klassierung: 47.

Victor Moses, Nationalspieler von Ghana (Bild: Wikipedia/Tomofumi Kitano).

Afrikas WM Teilnehmer 2018 im Check – Teil 2: Senegal startet in der WM-Fleissgruppe

Senegal liegt derzeit in der Weltrangliste auf dem 28. Rang, unweit seiner bisher besten Klassierung, dem 23. Rang im vergangenen Jahr. Die Mannschaft findet sich in einer WM-Gruppe wieder, die weniger schillernde Fussball-Nationen beinhaltet, sondern in einer mit unermüdlichen Schaffern. In der «Fleissgruppe» sind: Japan, Polen und Kolumbien.

Mit Champions-League-Finalist Sadio Mané und SSC-Neapel-Verteidiger Kalidou Koulibaly verfügt Senegal über zwei Spieler in der Mannschaft, die zur absoluten Spitze im europäischen Fussball gehören; ebenso Keita Baldé vom AS Monaco oder Salif Sané der bei Hannover 96 verteidigt.

Senegal startete einmal an einer WM-Endrunde: 2002 wurde zunächst Weltmeister Frankreich 1:0 besiegt, danach folgte je ein Unentschieden gegen Dänemark und Uruguay. Im Achtelfinale konnte Schweden in der Verlängerung besiegt werden (2:1). Im Viertelfinale unterlag Senegal schliesslich der Türkei per Golden Goal; zuletzt wurde diese afrikanische Mannschaft als WM-Siebter der Endrunde in Südkorea und Japan gewertet.

 

Der Star: Sadio Mané

Der Teuerste:  Sadio Mané (Geschätzter Marktwert: 70 Millionen Euro).

Gesamter Marktwert: 290 Millionen Euro

Besonderes: Senegal ist das afrikanische Team, das den höchsten Marktwert ausweiset.

Bisher an der WM: Bisher einmal dabei: 2002 – das Team erreichte das Viertelfinale.

FIFA Ranking: 28. Beste Klassierung: 23 (im Jahr 2017). Durchschnittliche Klassierung: 54

Sadio Mané, Senegal (Bild: Wikipedia/Werner100359).

Afrikas WM Teilnehmer 2018 im Check – Teil 1: Tunesien kommt in Bestform

Tunesien scheint seine Bestform gefunden zu haben. Noch nie war das Team aus Nordafrika so gut klassiert wie im Jahr 2018: Die Mannschaft liegt in der Weltrangliste gegenwärtig auf dem 18. Rang. Die Gruppe freilich hat es in sich: Tunesien trifft auf die europäischen Top-Teams England und Belgien sowie auf Panama – Panama klingt nicht gerade wie ein Fussball-Gigant, doch das Team musste immerhin die USA hinter sich lassen, um es an die WM zu schaffen.

Das bisher beste WM-Ergebnis, den 13. Rang, erarbeitete sich Tunesien im Jahr 1978 bei der Endrunde in Argentinien. Die Mannschaft schied als Gruppendritter in der Vorrunde aus. Damals starteten 16 Teams und Tunesien war der einzige afrikanische Vertreter. 1998, 2002 sowie 2006 waren die Nordafrikaner ebenfalls dabei, kamen aber nie über die Vorrunde hinaus.

 

Der Star: Wahbi Khazri

Der Teuerste:  Wahbi Khazri (Geschätzter Marktwert: 10 Millionen Euro).

Gesamter Marktwert: Rund 45 Millionen Euro.

Besonderes: Im April erreichte Tunesien Rang 14 in der Weltrangliste, der bisher bester Platz der Nation, inzwischen ist das Team um vier Ränge zurückgefallen.

Bisher an der WM: Tunesien startete bislang viermal an einer WM-Endrunde.

FIFA Ranking: 18. Beste Klassierung: 14 (im Jahr 2018). Durchschnittliche Klassierung: 36.

Wahbi Khazri (Bild: Wikipedia/Romain Dagbert).

Salah, Depay, Gomis und Co skoren sich in Europa zum Erfolg

Die Saison 2017/18 ist in den Nationen mit Herbst-Frühlingsrunde Geschichte, Zeit also für einen Blick in verschiedene europäische Ligen. Zu den grossen Stars in der englischen Premier-League gehörte Mohamed Salah. Der 25-Jährige Ägypter wurde im Dress des FC Liverpool mit 32 Toren Liga-Topskorer vor Harry Kane (30 Tore). Zudem erreichte Salah das Finale der Champions League, wo er jedoch im Laufe der ersten Halbzeit verletzt ausschied.

Gleich zwei Spieler mit afrikanischen Wurzeln schafften in Frankreich den Sprung in die Top-5 der Skorerwertung: Memphis Depay (Niederlande/Ghana) kommt auf gleich viele Tore wie Neymar, nämlich deren 19. Die beiden belegen damit den dritten Rang. Auf Rang fünf folgt Nabil Fekir (Frankreich/Algerien) mit 18 Toren.

Moussa Marega (Mali/Frankreich) erzielte 22 Tore für den FC Porto und erreicht damit den dritten Rang in der portugiesischen Skorerwertung.

Mit Bafétimbi Gomis (Frankreich/Senegal) holt ein Athlet aus Afrika die Torjäger-Krone in der Türkei, er erzielte 29 Treffer für Galatasaray Istanbul und mit Emmanuel Adebayor (Togo/Nigeria) liegt ein zweite Sportler vom Nachbarkontinent auf der vierten Position.

In Belgien liegt Issac Thelin (Schweden/DR Kongo) erreichte in der belgischen Jupiler Pro League den zweiten Rang in der Skorerwertung. Mit Abdoulay Diaby (Mali/Frankreich) und Hassane Bandé (Burkina Faso) finden sich zwei weitere afrikanische Fussballer in der Top 5.

In Schweden holt Tino Kadewere (Simbabwe) die Torjägerkrone vor Pa Amat Dibba (Gambia/Schweden).

Bafétimbi Gomis (Bild: Wikipedia/CFCUnofficial).

Vincent Enyeama spricht von Gott

Einst zurückgetreten gab Vincent Enyeama inzwischen bei LOSC Lille in der zweiten Mannschaft sein Comeback und auch in der kommenden Saison tritt er für dieses Team an. Der frühere nigerianische Nationaltorhüter Enyeama blickt auf eine vielfältige, internationale Karriere.

Während dieser sprach er auch über seinen christlichen Glauben. So sagte der Afrika-Cup-Gewinner von 2013 – er wurde dabei auch zum Spieler des Turniers gewählt – unter anderem: «Gott ist mein Geheimnis.» Drei weitere Male erreichte er an diesem Turnier mit seinem Nationalteam den dritten Rang.

Enyeama hatte im Jahr 2004 knapp einen Unfall in Uyo, im Südosten seiner Heimat, überlebt:  «Seitdem bin ich ein anderer Mensch», sagte er. Dies änderte seine Lebensgestaltung.

Als er einst bei einer WM mit Nigeria dem Team aus Argentinien alles abverlangt hatte und Nationaltrainer Diego Armando Maradona schier verzweifelte, lobte Enyama anschliessend Gott in den Interviews.

101mal trat er mit der Nationalelf an. Daneben spielte er unter anderem für die drei israelischen Vereine Bnei Yehoudah, anschliessend bei Hapoël Tel-Aviv und später bei Maccabi Tel-Aviv. In der französischen Ligue 1 blieb er einst bei Lille während 1062 Minuten ungeschlagen und schaffte damit den Sprung in die europäischen Sport-Schlagzeilen.

Vincent Enyeama trifft mit Nigeria auf Ägypten, Tansania und Tschad (Bild: Wikipeida/Itai Hasid/CC-Lizenz).

Djibril Cissé ist Topskorer in der Promotion League

Djibril Cissé ist der beste Skorer der Promotion League, der dritthöchsten Spielklasse in der Schweiz. Für seine Mannschaft Yverdon-Sports erzielte er 24 Tore, seine Mannschaft erreichte den dritten Schlussrang. Der zweitbeste Skorer ist Saleh Chihadeh, der 20 Treffer für den Aufsteiger SC Kriens erzielte.

Djibril Cissé ist mittlerweile 36 Jahre alt, er blickt auf eine beachtliche Karriere. 41mal trat er für das französische Nationalteam an und erzielte dabei neun Tore. Einst, 1974, waren seine Eltern aus der Elfenbeinküste in die «La grande Nation» eingewandert. Der talentierte Fussballer trat unter anderem für AJ Auxerre an sowie für den FC Liverpool, Olympique Marseille und Lazio Rom.

Auf die jüngste Saison hin wechselte er in die Schweiz, wo er die Waadtländer von Yverdon-Sport in die Top-3 der Tabelle führte.

Unter anderem konnte Cissé die Champions League für sich entscheiden (2005 mit Liverpool), den englischen sowie den griechischen Pokal holen und fünfmal Torschützenkönig werden: 2002 und 2004 mit Auxerre in Frankreich, 2010 und 2011 mit Panathinaikos Athen in Griechenland und nun mit dem Yverdon-Sport FC jenen in der Schweizer Promotion League.

Djibril Cissé (Bild: Wikipedia/Christophe95).