Die afrikanische Weltauswahl im Trikot Frankreichs

Frankreich läuft auf … und die Welt schaut nicht nur auf eine Nation, sondern auf einen Kontinent. Man könnte sagen: Frankreich spielt nicht allein. Frankreich spielt mit Afrika. Oder besser: Afrika spielt durch Frankreich.

Kylian Mbappé sprintet los, und mit ihm beschleunigt nicht nur Paris oder Madrid – da ist auch Kamerun in jedem explosiven Schritt. Wenn Kanté die Zwischenräume schliesst, dann arbeitet Mali mit. Wenn Dembélé dribbelt, tanzen Senegal und Westafrika mit.

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So viel Afrika steckt in Kanadas WM-Team

Kanada ist Gastgeber dieser WM. Und das Nationalteam zählt auch auf Spieler mit afrikanischen Wurzeln. Von den 26 Spielern im aktuellen WM-Kader haben mindestens neun einen klar erkennbaren afrikanischen Familienhintergrund. Bei einigen ist er offensichtlich, bei anderen wahrscheinlich, bei wenigen spekulativ. Die Einschätzung basiert auf Geburtsorten, Familiennamen, bekannten Biografien und öffentlich dokumentierten Herkunftsgeschichten.

Da ist Alphonso Davies. Geboren in einem Flüchtlingslager in Ghana als Sohn liberianischer Eltern. Die Geschichte ist bekannt. Sie ist längst grösser als Fussball geworden. Davies ist nicht nur Kanadas Captain. Er ist das Gesicht eines Landes, das sich neu erfindet.

Afrikanisch-karibische Wurzeln

Jonathan David stammt aus einer haitianischen Familie. Haiti gehört zwar zur Karibik, doch die kulturellen und historischen Wurzeln reichen tief nach Westafrika. Der Torjäger von Weltklasseformat verkörpert die afrikanische Diaspora ebenso wie Davies.

Tajon Buchanan hat jamaikanische Wurzeln. Auch hier führt die Spur über die Karibik zurück nach Afrika. Seine Dynamik, seine Explosivität, seine Unberechenbarkeit sind zu einem Markenzeichen dieser Mannschaft geworden.

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Marokko erstmals nach 50 Jahren? Oder baut Ägypten den Rekord aus?

Nachdem Mali ausgeschieden ist, steht fest, dass es beim aktuellen Afrika-Cup keine 16. Mannschaft gibt, die den kontinentalen Wettbewerb gewinnen wird. Marokko könnte den Pokal zuhause nach 50 Jahren zum zweiten Mal gewinnen oder Ägypten könnte den Cup zum insgesamt achten Mal für sich entscheiden.

Die Halbfinals am aktuellen Afrika-Cup warten und bereits ist klar: Es wird keine neue, 16. Mannschaft geben, die den Titel holt … nachdem Mali nicht mehr dabei ist; diese Equipe erreichte bislang einmal den zweiten Rang und zweimal den dritten Platz.

Nun wird spannend, wer sein «Titel-Konto» ausbauen wird:

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Ägypten oder Kamerun? Nur Mali holte den Titel noch nie

Den Afrika-Cup am häufigsten für sich entscheiden konnten Ägypten (7 Titel) und Kamerun (5 Titel). Von den Mannschaften, die ins Viertelfinale vorgestossen sind, konnte nur Mali den Pokal noch nie erringen. Wir liefern die Übersicht, wer wie lange schon auf den Titel wartet.

Die Viertelfinals haben es in sich, am 9. und 10. Januar warten diese hochkarätigen Duelle:

Mali misst sich mit Senegal, Kamerun trifft auf Marokko, Algerien bekommt es mit Nigeria zu tun und Ägypten kämpft mit der Elfenbeinküste um den Vorstoss ins Halbfinale.

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So viel Afrika steckt im Schweizer Nationalteam

Vier der sechs Gruppenspiele sind ausgetragen und die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft steht mit einem Bein an der WM. Dies auch dank starken Leistungen afrikanischer Spieler. Wir liefern die Übersicht.

Insgesamt wurden bislang sechs verschiedene afrikanische Spieler für die Schweiz in der laufenden WM-Qualifikation eingesetzt. Sie lieferten fünf Tore sowie drei Vorlagen bei den insgesamt neun Treffern.

  1. Manuel Akanji (Schweiz/Nigeria) lieferte gleich den ersten Treffer zum Auftakt gegen den Kosovo. Total vier Einsätze von Beginn weg.
  2. Breel Embolo (Kamerun) traf doppelt gegen Kosovo und lieferte im zweiten Duell, diesmal gegen Slowenien, gleich seinen dritten Treffer in der laufenden WM-Kampagne. Total vier Einsätze von Beginn weg.
  3. Dan Ndoye (Schweiz/Senegal) lieferte gegen Kosovo gleich zwei Vorlagen. Im zweiten Spiel, gegen Slowenien, lieferte er ausserdem sein erstes Turniertor. Total vier Einsätze von Anfang an.
  4. Denis Zakaria (DR Kongo/Sudan) wurde gegen den Kosovo sowie Slowenien eingewechselt.
  5. Johan Manzambi (Angola/DR Kongo) wurde gegen den Kosovo, zweimal gegen Slowenien und Schweden eingewechselt. Er lieferte ein Kontertor in der Nachspielzeit beim wichtigen Auswärtssieg in Schweden. Insgesamt wurde er in allen vier Matches eingewechselt.
  6. Djibril Sow (Schweiz/Senegal) wurde im Spiel gegen Schweden eingewechselt und gefoult. Den dadurch entstandenen Elfmeter verwandelte Granit Xhaka zum 1:0 für die Schweiz. Auswärts in Slowenien spielte er von Beginn weg. Total eine Einwechslung und einmal in der Startelf begonnen.

Daniel Gerber

WM mit 64 Teams angedacht – bleibt Afrika weiterhin aussen vor?

FIFA-Präsident Gianni Infantino liebäugelt mit der nächsten Mega-WM: Schon 2026 steigt die Endrunde erstmals mit 48 Teams, nun steht sogar eine Ausweitung auf 64 Nationen im Raum.

Mehr Länder, mehr Spiele, mehr Fußball. Doch der Blick auf die bisherige Politik bei der Startplatz-Verteilung zeigt: Europa profitiert jeweils am stärksten, während Afrika und Asien trotz ähnlich vieler Verbände weiter hintenanstehen.

Dies zeigt die gegenwärtige Aufstockung von 32 auf 48 Teams

Für die WM 2026 wurden die Plätze so aufgestockt:

  • Europa (UEFA): 16 Teams
  • Afrika (CAF): 9 Teams (+ evtl. 1 Playoff)
  • Asien (AFC): 8 Teams (+ evtl. 1 Playoff)
  • Südamerika (CONMEBOL): 6 Teams (+ evtl. 1 Playoff)
  • Nord-/Mittelamerika (CONCACAF): 6 Teams (+ evtl. 1 Playoff)
  • Ozeanien (OFC): 1 Team (+ evtl. 1 Playoff)

Europa stellt also rund ein Drittel des Teilnehmerfeldes, obwohl die UEFA nur 55 der insgesamt 218 FIFA-Mitglieder zählt. Afrika hat 54 Mitglieder, bekommt aber nicht einmal halb so viele Startplätze wie Europa.

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Kap Verde führt vor Kamerun – Nigeria taucht auf Rang 4

In der afrikanischen WM-Qualifikation festigt Kamerun nach dem Sieg über Libyen. Nigeria dagegen fällt auf Rang 4 zurück. Favoriten wie Elfenbeinküste, Algerien, Ghana und Marokko ziehen souverän vorneweg. Die Details der jüngsten Qualifikationsrunde.

Gruppe A:

Guinea-Bissau 1:2 Burkina Faso – Burkina Faso zieht an Sierra Leone vorbei und festigt Platz 2.

Äthiopien 6:1 Dschibuti – Äthiopien verbessert sein Torverhältnis, bleibt aber auf Platz 4.

Ägypten 1:0 Sierra Leone – Ägypten behauptet souverän die Tabellenspitze mit 16 Punkten.

Gruppe B:

Sudan 1:1 Südsudan – Ein Punkt für beide Teams ändert wenig an der Tabellenkonstellation.

Mauretanien 0:2 DR Kongo – DR Kongo bleibt Tabellenführer mit 13 Punkten.

Senegal 2:0 Togo – Senegal bleibt dicht hinter DR Kongo mit 12 Punkten.

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Südafrika und DR Kongo in Lauerstelle gegen Elfenbeinküste und Nigeria,

Am Mittwoch, 7. Februar steigen die Halbfinals beim aktuellen Afrika Cup. Die Duelle zwischen Südafrika und Nigeria sowie Elfenbeinküste und DR Kongo bieten hochkarätige Spannung. Die vier verbliebenen Teams im Detail:

Südafrika: Im Jahr 1996 holte die südlichste Mannschaft des Kontinents den Titel zum letzten Mal. Im Achtelfinale eliminierte das Team den WM-Halbfinalisten Marokko.

Dr Kongo: Im frankophonen Derby gegen die Elfenbeinküste wünscht sich Kongo natürlich den Sprung ins Finale … und den dritten Titel, nach den Triumpfen in den Jahren 1968 und 1974.

Nigeria: Mit drei gewonnenen Afrika-Cup Titeln (zuletzt 2013) will Nigeria nun zu Ghana (vier Titel) aufschliessen.

Elfenbeinküste: Von den verbliebenen Teams ist die Elfenbeinküste die Equipe, bei welcher der letzte Titel am wenigsten lang zurückliegt: 2015 konnte der Cup zuletzt erstritten werden.

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Die Favoriten straucheln am Africa-Cup

Das Eröffnungsspiel entschied die Elfenbeinküste mit 2:0-Toren gegen Guinea-Bissau für sich. Aber in der gleichen Gruppe musste sich Nigeria mit Äquatorialguinea die Punkte teilen.

In der Gruppe B jedoch musste sich Ghana Kap Verde geschlagen geben und erst in der 97. Minute gelang Ägypten der Ausgleich gegen Mosambik (nachdem Ägypten in der 2. Minute in Führung gegangen war).

In der Gruppe C konnte sich Senegal gegen Gambia standesgemäss durchsetzen, Kamerun jedoch musste sich mit Guinea die Punkte teilen.

Und in der Gruppe D hatte Algerien sicherlich drei Zähler gegen Angola budgetiert, aber letztlich endete das Spiel 1:1-Unentschieden.

Aus Sicht der Favoriten konnten also nur 10:7 Punkte geholt werden. Das zeigt, wie ausgeglichen das Niveau am Africa-Cup und wie spannend die einzelnen Spiele sind.

Kamerun im Favoritenkreis – Elfenbeinküste, Senegal und Nigeria in «eigener» Liga

Senegal, Elfenbeinküste und Nigeria spielen am Afrika Cup scheinbar in einer eigenen Liga, besonders wenn man den geschätzten Marktwert der Teams betrachtet. Die Mannschaft von Senegal wird auf rund 340 Millionen Euro geschätzt, gefolgt von Elfenbeinküste mit 303 Millionen Euro und Nigeria mit 275 Millionen. Danach folgt Marokko mit 215 Millionen.

Gastgeber Kamerun findet sich auf Rang acht mit geschätzten 143 Millionen Euro. Die beiden günstigsten Mannschaften stammen aus Äthiopien (750’000 Euro) und Sudan (375’000).

Freilich ist anzumerken, dass im Falle von Senegal 160 Millionen Euro auf Sadio Mané (geschätzter Marktwert: 80 Millionen), Kalidou Koulibaly (48 Millionen) und Edouard Mendy (32 Millionen) entfallen. Bei Elfenbeinküste wird Franck Kessié (48 Millionen) als am wertvollsten taxiert, gefolgt von Wilfried Zaha (40 Millionen) und Nicolas Pépé (30 Millionen).

Relativ gross ist das «Gefälle» bei Nigeria: Wilfried Ndidi wird auf 60 Millionen geschätzt, die beiden «Zweitplatzierten» Kelechi Iheanacho und Samuel Chukwueze (beide 20 Millionen) nur noch auf einen Drittel dieses Wertes.

An sechster Stelle liegt Rekordsieger Ägypten mit geschätzten 161 Millionen, allerdings entfallen allein auf Super-Star Mohamed Salah nicht weniger als 100 Millionen Euro.

Und Gastgeber Kamerun findet sich mit 140 Millionen Euro zwar «nur» auf Rang acht. Dennoch gehört die Mannschaft einmal mehr durchaus zum Favoritenkreis: Es sind nicht einfach zwei, drei Spieler welche alleine einen Löwenanteil des Marktwerts auf sich vereinen, sondern selbst die «günstigeren» Spieler liegen fast alle immer noch in den Millionenrängen – eine Ausgeglichenheit, die auch beim letzten Titelgewinn im Jahr 2017 zu beobachten war.