BSC Young Boys – Der FC Afrika ist Schweizer Meister

Die Berner Young Boys feiern den Schweizer Meister-Titel. Damit brachen sie die Dominanz des FC Basel. Die Mannschaft dürfte gut und gern auch «FC Afrika» genannt werden:

In der Verteidigung spielten Kasim Nuhu aus Ghana, Gregory Wüthrich, der Schweiz-Ghanese ist, Kevin Mbabu, der Schweiz-Kongolese ist sowie Jordan Lotomba, dessen Wurzeln ebenfalls in der Schweiz wie auch der DR Kongo liegen.

Im Mittelfeld operierte YB mit Sékou Sanogo (Elfenbeinküste) und Djibril Sow (Schweiz/Senegal).

Und in der Offensive für Spektakel sorgten Nicolas Moumi Ngamaleu (Kamerun), Roger Assalé (Elfenbeinküste) und Jean-Pierre Nsame (Kamerun/Frankreich) sowie Guillaume Hoarau (Frankreich/Réunion).

Nicht weniger als zehn Athleten des amtierenden Meisters blicken somit unter anderem auf afrikanische Wurzeln, dies mit Verbindungen in sechs verschiedene Staaten.

Die Mannschaft verlor nur vier der insgesamt 36 Meisterschaftsspiele und während 32 Spieltagen stand das Team an der Spitze der Tabelle. Mit Hoarau, Nsame und Assalé stehen gleich fünf Berner in der Top-5 der Skorerwertung.

Sekou Sanogo, Elfenbeinküste (Bild: Wikipedia/Fanny Schertzer).

CAF Champions League: Titelverteidiger Wydad Casablanca auf Kurs

Bereits zwei Runden sind in der Gruppenphase der Afrikanischen Champions League des Jahres 2018 gespielt. Weiter geht es nach der Fussball-WM in Russland, die ersten Duelle erfolgen am Dienstag, 17. Juli.

Einen Fehlstart erlitt unter anderem das ägyptische Spitzenteam Al-Ahly Kairo in der Gruppe A, das nach zwei Runden noch ohne Sieg dasteht, dies unter anderem durch eine Niederlage gegen das Team KCCA FC aus Uganda.

Noch keinen Punkt geholt hat in der Gruppe B das algerische Team ES Sétif, während TP Mazembe, das Spitzenteam aus der DR Kongo die Tabelle anführt.

Bereits in die Gänge gekommen ist der Titelverteidiger Wydad Casablanca aus Marokko. Diese Mannschaft führt die Tabelle der Gruppe C an, Punktegleich vor Horoya AC aus Guinea – beide Clubs kommen auf vier Zähler.

Das gleiche Bild ergibt sich in der Gruppe D, wo Etoile du Sahel (Tunesien) und der Mbabane Swallows FC (Swasiland) mit je vier Zählern vorne liegen.

Wydad Casablanca (Bild: Wikipedia/mustapha_ennaimi).

Namibia baut Streckennetz aus

Das Eisenbahnstreckennetz in Namibia wird kontinuierlich ausgebaut, inzwischen umfasst es rund 2630 Kilometer. Durch dieses Netz sind die grössten Städte Namibias miteinander verbunden.

Mit dem Bau der namibischen Bahn wurde bereits früh im vergangenen Jahrhundert begonnen, anno 1902. Dieses wurde stetig erweitert. Insbesondere seit Mitte der 1990er-Jahre werden neue Strecken errichtet und die bestehenden saniert.

Insbesondere für Fracht spielt die Bahn eine zentrale Rolle, während der Passagierverkehr per Zug eher noch marginal ist.

Gegenwärtig in der Planungsphase befindet sich die Trans-Kalahari-Eisenbahn. Zudem soll bis ins Jahr 2020 der Streckenabschnitt zwischen Walvis Bay und Tsumeb ausgebaut werden. Daneben ist geplant, das Land mit der Trans-Caprivi-Eisenbahn mit Livingstone in Sambia zu verbinden.

Zug in Namibia (Bild: Wikipedia/Hp. Baumeler).

Burkina Faso mit Abidjan-Niger-Bahn

Burkina Faso verfügt über eine eigene Zugverbindung. Diese führt quer durch den nördlichen Teil des Landes und weiter bis in die Hauptstadt der Elfenbeinküste, nach Abidjan. Die Bahnlinie heisst Abidjan-Niger-Bahn, welche rund 1270 Kilometer lang ist. Davon führen rund 620 Kilometer durch Burkina Faso.

Täglich fahren sowohl Eisenbahnen mit Fracht wie auch mit Passagieren ins Nachbarland bis direkt ans Meer.

Im Westen reichen die Geleise derzeit bis nach Treichville, also nahe an der Grenze zu Nachbar Niger. Der Bau hatte bereits im Jahr 1904 begonnen, die Strecke war stetig erweitert worden. 1954 wurde beispielsweise der Abschnitt von der Hauptstadt Ouagadougou in die Stadt Kaya eröffnet. Und ab 1985 wurde eine Strecke durch den Sahel erarbeitet und mit Kaya verbunden.

Im Jahr 2017 wurde damit begonnen, das Netz zu modernisieren, diese Arbeiten sollen rund acht Jahre in Anspruch nehmen.

Zug in Burkina Faso (Bild: Wikipedia/J.W.H. van der Waal).

Neue Kenia-Bahn zwischen Nairobi und Mombasa

Kenia verfügt über ein Schienennetz von rund 3000 Kilometern, seit rund einem Jahr ist die Neubaustrecke von Nairobi nach Mombasa in Betrieb. Zudem ist die Nation auch über die Schienen mit dem Nachbarstaat Uganda verbunden.

Bereits im Jahr 1888 wurde in Kenia mit dem Bau einer Eisenbahn-Strecke begonnen. Die heute längste Strecke in der Nation ist die «Uganda-Bahn», welche zu rund 1090 Kilometer über kenianischen Boden verläuft.

Seit dem vergangenen Jahr schafft man nun dank dem Madaraka-Express die 472 Kilometer von Nairobi in die Hafenstadt Mombasa in nur knapp fünf Stunden, früher dauerte die gleiche Eisenbahnreise rund doppelt so lange. Somit ist der grösste Hafen von Ostafrika mit der auf einer Höhe von 1661 Metern liegende Landeshauptstadt verbunden. Dieser Bau bedeutete gleichzeitig das grösste Infrastruktur-Projekt der Nation.

Eine Lokomotive in Kenia (Bild: Wikipedia/Matthias-Tf).
Zug in Kenia (Bild: Wikipedia/HamdhanA340).

Senegal beheimatet Zug nach Niger

Offiziell verfügt das Land Senegal über etwas mehr als 900 Kilometer Schienennetz von denen aber gegenwärtig nicht alle in Betrieb sind.

Die wichtigste Strecke verbindet gleich mehrere Länder miteinander: Die Bahnstrecke Dakar – Bamako führt 641 Kilometer durch Mali und verbindet damit gleich drei Länder miteinander, nämlich Senegal, Mali und Niger. Die fast 1300 Kilometer lange Strecke war die erste Eisenbahnverbindung Westafrikas südlich der Sahara, die ersten Abschnitte wurden bereits ab 1882 hergestellt.

Unter anderem verbunden sind auf dieser Strecke Dakar und Thiès, die fünftgrösste Stadt des Landes, die rund 310’000 Einwohner zählt.

Ende 2018 sollen in Senegal die Stadt Dakar mit dem neuen Flughafen Blaise Diagne verbunden werden, dieser Abschnitt ist mehr als 50 Kilometer lang.

Zug in Senegal (Wikipedia/Remi Jouan).

Schnittiger Gautrain in Südafrika

Der Gautrain verbindet drei prägende Orte in Südafrika, nämlich Johannesburg, Pretoria und den internationalen Flughafen OR Tambo. Der Name setzt sich zusammen aus dem englischen Wort für Zug, also Train sowie der Name der Gegend, nämlich Gauteng.

Der moderne Zug zirkuliert auf einem Streckennetz von 80 Kilometern, von denen 15 unterirdisch verlaufen. Der erste Teil der Strecke wurde im Jahr 2010 in Betrieb genommen, der letzte folgte anno 2012. Die Höchstgeschwindigkeit des Zuges beträgt rund 160 Kilometer pro Stunde.

Am Streckennetz des Gautrain sind insgesamt zehn Stationen angegliedert.

Die Triebfahrzeuge sowie die Wagen stammen aus Kanada, vom Hersteller Bombardier. Spurweite ist die Normalspur, anders als der Grossteil des südafrikanischen Streckennetzes.

Der Gautrain in Südafrika (Bild: Wikipedia/Ossewa).

Südafrika mit grossem Streckennetz und Klinikzug

Mit einer Länge von rund 20’200 Kilometern verfügt Südafrika über eines der längsten Streckennetze des Kontinents. Der grösste Teil davon ist Schmalspur, womit die Nation nach Japan über das weltweit zweitlängste Netz dieser Grössenordnung verfügt.

Der grösste Teil des Passagierverkehrs geschieht in den grossen Ballungsräumen, beim Fernverkehr handelt es sich oft um Gütertransporte, der stark auf die Hafenstädte ausgerichtet ist.

Nicht zuletzt wegen dem grossen Vorkommen an einheimischer Kohle wurde lange Zeit auf Dampflokomotiven gesetzt, sogar im Jahr 1988 waren noch mehr als 600 Zugmaschinen dieser Art im Einsatz.

Als auf der Erde einmalig gilt der Spitalzug «Phelophepa», in welchem in ländlichen Gebieten Menschen ambulant behandelt werden können.

Zug in Südafrika (Bild: Wikipedia/Tim Giddings).

Tunesien mit Zug und Sahel Metro

Die Züge in Tunesien bedienen nicht weniger als 200 Bahnhöfe, die mit rund 2200 Kilometern Geleisen miteinander verbunden sind. Der staatliche SNCFT (Société Nationale des Chemins de Fer Tunisiens) betreibt sowohl den Fern- wie auch den Nahverkehr sowie den Gütertransport. Dies sind jährlich über 40 Millionen Passagiere sowie 11 Millionen Tonnen Güter.

Das Rollmaterial stammt vor allem aus Kanada und den USA. Zum Fahrzeugbestand gehören rund 200 Lokomotiven, die meisten sind dieselbetrieben.

Die meisten Reisenden nutzen die Bahn für den Nahverkehr. Entlang der Mittelmehrküste verkehrt die 1984 eröffnete «Métro du Sahel» die erst vor wenigen Jahren vollkommen renoviert worden ist. Die Strecke ist rund 75 Kilometer lang – voraussichtlich wird die Strecke mit der Zeit erweitert.

Diesel-Lok in Tunesien (Bild: Wikipedia/Marc Ryckaert).
Die moderne Sahel-Metro (Bild: Wikipedia/Visem).

Ägypten blickt auf grösste Drehbrücke der Welt und eine lange Eisenbahngeschichte

Bereits im Jahr 1833 dachte der damalige Regierungschef Muhammad Ali Pascha über den Bau einer Eisenbahnlinie nach, um eine bessere Verbindung zu Europa und nach Indien zu haben. Auch aus politischen Gründen dauerte es noch 21 Jahre, bis durch das Land der Pharaonen eine erste Dampflok stampfte; dies geschah auf einer Teilstrecke zwischen Kairo und Alexandria.

Im Laufe der Jahre wurde das ägyptische Streckennetz zusehends ausgebaut und seit 2001 steht die weltweit grösste Drehbrücke auf ägyptischen Boden, es handelt sich um die El-Ferdan-Brücke, die über den Suezkanal geht; ihr Name stammt von der El-Ferdan-Ebene. Der Kanal ist an dieser Stelle 320 Meter breit und 27 Meter tief. Es dauert jeweils 15 Minuten, bis die Brücke geschwenkt ist. Inzwischen ist geplant, dass ein Tunnel unter dem Kanal durchgeht.

Das gesamte Schienennetz Ägyptens besteht aus rund 7700 Kilometern Strecke, die insbesondere am Nildelta sowie der Mittelmehrküste operiert. Bis 2025 soll ein Hochgeschwindigkeitszug mehrere Metropolen miteinander verbinden.

Ein Zug mit Diesellok in Ägypten (Bild: Wikipedia/Ad Meskens).
Die El-Ferdan-Brücke am Suezkanal (Bild: Wikipedia).
Zug in Ägypten (Bild: Wikipedia/Ad Meskens).