700 Bahnkilometer in Botswana

Das Schienennetz in Botswana umfasst rund 700 Kilometer. Diese verbinden die südafrikanische Nation mit Südafrika sowie mit den Städten Francistown, die Hauptstadt Gaborone und Lobatse sowie mit dem Nachbarland Simbabwe. Damit liegen unter anderem die beiden grössten Städte der Nation entlang der Strecke.

Diese Linie liegt entsprechend im Osten des Landes; dieser ist auch deutlich stärker besiedelt, da im Westen, in Richtung von Nachbar Namibia, vorwiegend die Kalahari-Savanne liegt, sowie Wüsten- und Steppen-Gegenden.

Zwar verkehren insbesondere Güterzüge auf der Strecke, doch nach einem längeren Unterbruch wurde 2016 auch der Personenverkehr wieder aufgenommen.

Gebaut wurde die Bahnlinie ursprünglich bereits im Jahr 1900. Längerfristig ist auch eine Anbindung zu Namibia vorgesehen, dies mit dem Trans-Kalahari Railway.

Zug in Botswana (Bild: Wikipedia/LilSpiffy).

Eritreas Bahn führt durch malerische Landschaften

Derzeit führt nur eine Bahnlinie durch Eritrea: Die Züge verkehren von der Hafenstadt Massaua in die Hauptstadt Asmara – in früheren Jahren reichte die Strecke noch weiter ins Landesinnere. Durch die geografischen Gegebenheiten der Nation führt die Linie durch schöne Tunnels und Viadukte und die Geleise winden sich etliche Hügeltrasses hoch.

Begonnen bei zwei Metern über Meer wird nach rund 120 Kilometern Asmara erreicht, in einer Höhe von rund 2350 Metern über Meer. Dank mehreren Windungen, die in die hügelige Landschaft hineingelegt sind, gewinnen die Züge an Höhe.

Inzwischen bestehen Ausbaupläne für die Linie, die seit dem Jahr 1995 wieder in Betrieb ist. In Asmara leben rund 650’000 Menschen, also deutlich über zehn Prozent der Nation, die 5,1 Millionen Einwohner zählt.

Diesellokomotive in Eritrea (Bild: Wikipedia/Reinhard Dietrich).

Mit dem Zug von Addis Abeba nach Dschibuti

Seit 2016 ist die Bahnstrecke zwischen Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens und Dschibuti eröffnet. Die Bahnlinie reicht bis an den Meereshafen Port Doraleh. Die meisten Bahnhöfe entlang der rund 750 Kilometer langen Strecke wurden neu gebaut. Der Zug hält an rund 25 Orten.

Früher war eine Schmalspurstrecke in Betrieb, die vor weit über hundert Jahren gebaut worden war. Diese war mittlerweile verfallen, womit Äthiopien keine Anbindung via Zug ans Meer hatte.

Im Bild zu sehen ist einer der Züge, der die Holhol-Brücke in der Region Ali Sabieh in Dschibuti überquert.

Gegenwärtig ist eine weitere Strecke innerhalb von Äthiopien im Bau, von Awash-Hara nach Gebeya-Mek’ele – diese Verbindung ist an die gegenwärtige Linie angebunden.

Der Zug Addis Abeba nach Dschibuti (Bild: Wikipedia/Skilla1st).

Der Löwe – Afrikas König der Tiere

Der Löwe, auch «König der Tiere» genannt, gehört in Afrika zu den «Big five», also den «grossen Fünf». Anders als andere Katzenarten lebt er in Rudeln. Er ist zwar etwas kleiner als der Tiger, doch da es in Afrika eigentlich keine Tiger gibt (bis auf ein Reservat in Südafrika), gilt der Löwe als die grösste Raubkatze des Kontinents.

Die längsten Löwen werden bis zu 2,5 Meter lang und bis maximal rund 270 Kilogramm schwer. Besonders auffällig bei den männlichen Tieren ist ihre Mähne, welche von Kampfeskraft und einer guten Verfassung des Tieres zeugt.

Waren die die Löwen in Afrika früher ausser in der Sahara weit verbreitet, so ist ihr Lebensraum mittlerweile geschrumpft. Nördlich dieser grossen Wüste sind sie kaum mehr anzutreffen und südlich davon sind die Orte ihres Vorkommens ebenfalls weniger geworden, auch wenn sie noch in fast allen Ländern südlich der Sahara leben.

Ein Löwenrudel kann bis zu 30 Mitglieder umfassen. Diese Raubkatzen leben von der Jagd, zu den typischen Beutetieren gehören Zebras, Büffel, Antilopen oder Gazellen.

Die Fussball-Nationalmannschaft Kameruns trägt den Beinamen «Les Lions indomptable», also «die unzähmbaren Löwen».

Eine typische Löwen-Pose (Bild: Wikipedia/Michael Day).
Ostafrikanische Löwen liegen gemächlich in der Sonne (Bild: Wikipedia/Benh LIEU SONG).

Krokodil – das flache Tier mit der grossen Schnauze

Die Krokodile leben vorwiegend in Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien, Australien und natürlich in Afrika, wie beispielsweise das abgebildete Nilkrokodil. In Afrika leben sie, abgesehen von Ägypten, überwiegend südlich der Sahara in einer Vielzahl von Ländern.

Die flachen Tiere mit der grossen Schnauze werden bis zu 6,7 Meter lang, die schwersten Exemplare können bis zu einer Tonne schwer werden.

Die Krokodile ernähren sich vorwiegend von Fleisch, sie gelten als Lauerjäger, die häufig in der Nacht lange Zeit an ein und derselben Stelle ausharren und auf ihre Beute warten. Beim Nilkrokodil wird davon ausgegangen, dass es pro Woche nur eine komplette Mahlzeit zu sich nimmt, also rund 50 pro Jahr. Manche Gattungen sind dagegen eher auf Fische spezialisiert.

Das Krokodil verfügt über neun Halswirbel, also zwei mehr als die Giraffe, die deren sieben zählt.

Ein Krokodil (Bild: Wikipedia/Leigh Bedford).

Die Giraffe behält den Überblick

Stets den Überblick behält die Giraffe dank ihrem langen Hals. Namentlich dank diesem besonderen Körpermerkmal werden die längsten dieser Tiere bis zu sechs Meter hoch. Damit erhalten sie nicht nur einen perfekten Überblick, sondern sie können auch vorzüglich Laub ab den Bäumen weiden. Die schwersten Giraffen bringen zudem rund 1,6 Tonnen Gewicht auf die Waage.

Trotz der Länge ihres Halses verfügt die Giraffe nur über sieben Wirbel die von nur einer einzigen Sehne gehalten werden. Zudem kann das Tier mit ihrer bis zu 50 Zentimeter langen Zunge nicht nur Blätter von Bäumen abstreifen, sondern sie kann damit auch greifen. Sie verschlingen pro Tag bis zu 30 Kilogramm Nahrung.

Giraffen leben südlich der Sahara, vor allem im Süden und Osten des Kontinents. Sie schlafen mehrmals pro Tag für kurze Zeit, während sie die Nacht zum Wiederkäuen nutzen.

Eine Schwangerschaft einer Giraffe dauert bis zu 15 Monate, ein Baby ist bereits rund 50 Kilogramm schwer.

Die Giraffe – das höchste Tier in Afrika (Bild: Wikipedia/John Walker).

Elefanten – die Giganten mit dem 200-Kilogramm-Hunger

Die Elefanten sind das grösste Säugetier, das an Land lebt, somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass es zu den «Big 5» Afrikas gehört. Die schwersten Elefanten werden mehr als sechs Tonnen schwer und sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 3,7 Metern.

Das besondere Merkmal des Giganten ist der Rüssel, die verlängerte Nase mit den Nasenlöchern. Damit kann der Elefant auch greifen, tasten, atmen, riechen und auch sich selbst (oder andere) duschen.

Der bislang grösste und schwerste Elefant lebte auf den afrikanischen Kontinent, in Angola. Er brachte satte zehn Tonnen auf die Waage und war nicht weniger als vier Meter hoch. Ein Elefantenbaby, das fast zwei Jahre lang ausgetragen wird, wiegt rund 100 Kilogramm.

Die afrikanischen Elefanten leben vorwiegend südlich der Sahara. Da ihre Lebensräume zuletzt immer kleiner geworden sind, gelten sie als bedroht.

Die Elefanten sind Pflanzenfresser, die täglich 200 Kilogramm Nahrung verschlingen.

Die Elephanten sind die grössten Säugetiere in Afrika (Bild: Wikipedia/Ikiwaner).

Ein paar Tiger leben auch in Afrika

Vorwiegend leben die Tiger im asiatischen Raum, wo ihnen ein ähnliches Gewicht verliehen wird, wie es die Löwen in Afrika geniessen. Inzwischen leben diese Grosskatzen aus Asien auch in Südafrika – und zwar zur Rettung der Gattung. In einem Reservat im südlichen Afrika werden südchinesische Tiger im Rahmen des Projekts «Save Chinas Tigers» gezüchtet. Dort können sie sich auch an die Jagd gewöhnen. Das Ziel ist, dass die Tiere später in ihrer ursprünglichen Heimat wieder ausgewildert werden können.

Ansonsten sind in Afrika vor allem andere Katzen bekannt: Löwe, Gepard und Leopard. Die grössten Tiger werden bis fast zu drei Meter lang und sie bringen ein Gewicht von bis zu rund 250 Kilogramm auf die Waage.

Ein Tiger, ganz wenige Exemplare leben in Afrika (Wikipedia/Sumeet Moghe).

Nashorn – das zweitgrösste Säugetier Afrikas

Die Nashörner werden bis zu knapp vier Meter lang, können eine Schlterhöhe von bis zu 1,8 Metern erreichen und sie bringen bis zu 3,6 Tonnen auf die Waage. Ausgezeichnet werden sie durch ihren bulligen Rumpf sowie – je nach Art – einem oder zwei Hörnern auf dem Kopf. Ihre Farbe ist grau oder braun.

In Afrika leben die Nashörner südlich von der Sahara in Zentralafrika und in Südafrika. Sie sind eher Einzelgänger, leben teilweise aber auch in Gruppen. Tagsüber schlafen sie um dann in der Dämmerung und auch in der Nacht aktiv zu sein. Ein Nashorn kann, obschon es träge aussieht, eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern pro Stunde erreichen, damit es schneller als ein sprintender Mensch.

Es existieren verschiedene Gattungen, das Breitmaulnashorn ist nach dem Elefant das zweitgrösste Säugetier Afrikas.

Oft werden sie von Vögeln begleitet, die auf ihnen sitzen und sie von Parasiten reinigen. Die Nashörner ernähren sich von Pflanzen, zum Beispiel von Gräsern und Blättern. Sie gehören zu den «Big 5» der Tiere Afrikas.

Nashörner in der Steppe (Wikipedia/Ikiwaner).

Zebra – bis zu 80 Streifen

Insbesondere bekannt sind die Zebras wegen ihren Streifen. Das Grevyzebra kommt dabei auf 80 Streifen während das Steppenzebra nur über rund 30 verfügt.

Die Zebras werden bis zu drei Meter lang und ihre Schulter kann eine Höhe von bis zu 1,6 Metern erreichen. Die schwersten Exemplare werden bis zu 450 Kilogramm schwer während die leichteren etwas weniger als die Hälfte wiegen.

Früher lebten sie in ganz Afrika doch bereits im Altertum starben sie im Norden des Kontinents aus. Am stärksten verbreitet ist heute das Steppenzebra, das vor allem in Äthiopien, Südafrika und dem Sudan lebt. Das Gregyzebra lebt vor allem in Ostafrika und das Bergzebra findet man in erster Linie im südwestlichen Afrika von Angola bis ganz in den Süden.

Gleich wie die Pferde sind auch die Zebras ausschliesslich Pflanzenfresser.

Zebras in Afrika (Wikipedia/Jorge Lascar).
Zebras beim Weiden (Wikipedia/Gouldingken).