Mobius Motors – designed für Afrika, gebaut in Afrika

Das Unternehmen Mobius Motors in Kenia wirbt mit dem Slogan «Designed for Africa. Built in Africa.» Oder übersetzt: «Designed in Afrika. Gebaut in Afrika». Der Start des Unternehmes erfolgte zunächst in Mombasa, inzwischen wurde der Sitz in Nairobi angesiedelt.

Dieses geht auf den Informatiker Joel Jackson zurück, der im Jahr 2009 nach Kenia zog. Er befand, dass eine der grössten Barrieren das Transportsystem ist. Er entwarf ein günstiges Auto und präsentierte einige Monate später zwei Modelle. Im Sommer 2013 wurden weitere Prototypen entwickelt, montiert wurden die Fahrzeuge bei «Kenya Vehicle Manufacturers».

Im Folgejahr wurde eine erste Serie von Wagen hergestellt.

Das Serienmodell Mobius II bietet acht Sitze und eine mögliche Nutzlast von über 600 Kilogramm. Das Fahrzeug ist für die Bedürfnisse vor Ort ausgelegt.

Das Unternehmen wächst: 2017 wurde in Mombasa ein erster Zweig eröffnet und im laufenden Jahr expandiert der Hersteller in den Westen des Landes.

Mobius – das Auto aus Kenia (Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Mobius Motors).

Laraki aus Marokko

Die Autos von Laraki Automobiles mit Sitz in Casablanca, Marokko, sorgten für grosses Aufsehen. Insbesondere der Sportwagen Epidome, der auch im Bild zu sehen ist aber auch das erste Fahrzeug des Herstellers, der Fulgura. Dieser sorgte bei internationalen Auto Shows für erstaunte Blicke.

Angetrieben wurde der Wagen von einem Lamborghini-Motor aber auch eine Version mit einem Mercedes-Aggregat ist bekannt.

Gegründet worden war Laraki im Jahr 1999, der besagte erste Prototyp wurde drei Jahre später der Weltöffentlichkeit präsentiert. Und ein Jahr später wurde das Model Borac vorgestellt. 2013 wurde schliesslich das Modell Epidome präsentiert.

Die Marke aufgebaut hatte der Unternehmer und Designer Abdesslam Laraki, der ab dem Jahr 1973 Autos in Marokko importierte und dadurch zu Wohlstand gelangte. Der Hersteller ist mittlerweile nicht mehr aktiv.

Der Laraki-Epitome (Bild: Wikipedia/Elyes Azt).

Perana – Der Piranha aus Südafrika

Die Perana Autos aus Südafrika sorgten für Aufsehen (weil der Name Piranha bereits vergeben war, erfolgte diese Ableitung). Gegründet wurde die Marke anno 2007 in Port Elizabeth.

Der schnittige Prototyp Z-one (der Serienname wurde dann Zagato) wurde 2009 auf dem Automobil-Salon in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt. Angetrieben wurde das Fahrzeug von einem V8-Motor. Eine grössere Serienproduktion wurde jedoch nicht erreicht, es gibt weltweit nur wenige Zagato-Exemplare.

Die Firma existiert nach wie vor, stellt jedoch derzeit offenbar keine Wagen her sondern ist als Händler von Ford und Mazda-Fahrzeugen aktiv.

Der Perana Zagato aus Südafrika (Bild: Wikipedia/David Villarreal Fernández).

Der Speranza aus Kairo

Speranza ist eine Automarke aus Ägypten, das Wert steht in der Nähe von Kairo, in der Stadt des 6. Oktober. Dieses Marke wurde anno 2006 vom Wagenhersteller «Aboul Fotouh Automotive» an den Start gesetzt.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte dieses Werk begonnen Fahrzeuge für den Produzenten Chery aus China herzustellen. Dies zeigte schon wenige Jahre später Wirkung: Im Jahr 2010 war Speranza mit mehr als 13’000 verkauften Einheiten das erfolgreichste Fahrzeug aus dem «Reich der Mitte» im Land des Nils.

Der Name wurde im Jahr 2010 in Chery zurückgeändert, hergestellt werden sie weiterhin vom Werk in der Nähe der grössten Stadt Afrikas.

Der Speranza Chery (Bild: Wikipedia/Overlaet).

Ghana-Pastor gründet Automarke Kantanka

Die Auto-Marke Kantanka aus Ghana wurde von einem Pastoren gegründet, von Kwadwo Safo Kantanka, dem Gründer und Leiter der von ihm im Jahr 1971 gegründeten Kirche «Kristo Asafo Mission of Ghana». Zur Welt gekommen war er im Jahr 1948 in Bekawi in der Ashanti-Region. Heute wird die Firma von seinem Sohn Kwadwo Safo Jr. geleitet. Ziel des Wirkens ist es die Technologie und Innovation auf dem Kontinent weiter zu verbessern.

Dazu gründete er später das erwähnte Fahrzeugunternehmen. Die ersten Autos wurden 1998 hergestellt, darunter der Pick-up Kantanka Onantefo I und später kam ein Stretch-Gelände-Fahrzeug dazu, der Obrempon. Inzwischen hat dieser afrikanische Wagenproduzent acht verschiedene Fahrzeugmodelle errichtet. Zu gehören der K71, Omama und Onantefuor sowie verschiedene Geländewagen wie etwa der Odeneho I und II sowie der Nsoromma.

Der Kantanka aus Ghana (Bild: Wikipedia/Zyfloss).

Dank Haile Gebrselassie: Bald produziert Hyundai in Äthiopien

Mit der Firma «Marathon Motors Engineering» holte der frühere Marathon-Spitzenläufer Haile Gebrselassie den südkoreanischen Automobil-Hersteller nach Äthiopien. Die im Jahr 2009 gegründete Firma mit Sitz in der Hauptstadt Addis Abeba wirkte von Beginn weg als Generalimporteur.

Im Laufe der Jahre kam der Gedanke, ein Montagewerk in Äthiopien zu eröffnen. Im Jahr 2017 liefen die Planungen für den Kauf eines entsprechenden Grundstücks. Dieses wurde gefunden und im Mai 2017 wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Es dürfte also eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Hyundai-Modelle in diesem ostafrikanischen Staat vom Fliessband laufen.

Ein Hyundai Santa Fe (Bild: Wikipedia/IFCAR).

Marokko baut Fiat und Renault

Schon seit 1962 werden im nordafrikanischen Marokko Autos hergestellt, durch die 1959 gegründete SOMACA, was für «Société Marocaine de Construction Automobile S.A.» steht. Vorerst wurde für die Marken Fiat und Simca produziert. Unter anderem wurden der Fiat 600, 1500 und 2300 montiert aber auch der Simca 1000, Ariane und Arondo.

Nur vier Jahre später wurde ein Vertrag mit Renault abgeschlossen und bald wurden der Renault 4, 8 und 16 in Marokko hergestellt. Und ab 1969 erfolgte auch die Produktion des Austin Mini.

Später kam der Fiat Uno dazu und viele weitere Typen und Modelle wie etwa der Dacia Logan.

Kurz nach der Jahrtausend-Wende wurde das 200’000ste Fahrzeug durch die SOMACA fertig gestellt, darunter mehr als 20’000 Fiat Uno.

Schon seit langem baut Marokko Renault und Fiat (Bild: Wikipedia/Xabi Rome-Hérault).

Volvo und Hyundai produzieren im Lande der Pyramiden

Mit Volvo, Hyundai und Bajaj Auto stellen gleich mehrere namhafte Produzenten einen Teil ihrer Wagen und Lkw in Ägypten her. Mit 150’000 jährlich hergestellten Einheiten ist die «Ghabbour Group» der grösste Automobil-Hersteller im Land. Unter anderem werden Mazda 2, 3 und 6 hergestellt sowie der CX-9.

Das Werk wurde bereits im Jahr 1960 von den Brüdern Kamal und Sadek Ghabbour gegründet, sie realisierten, dass die Wagenindustrie ein wachsender Markt-Sektor ist.

Unter anderem werden und wurden vier verschiedene Volvo-Lastwagen im Land der Pyramiden produziert sowie mehrere chinesische Fahrzeuge wie etwa der Geely Emgrand.

Der Geely Emgrand (Bild: Wikipedia/Jengtingchen).

Der Chevrolet Frontera kommt aus … Ägypten

General Motors produziert unter anderem in Ägypten. Unter anderem wird der Chevrolet Frontera von GM Egypt im Lande der Pyramiden hergestellt. Seit 1985 produziert der US-Amerikanische Hersteller in Nordafrika, in der «Stadt des 6. Oktobers» in der Nähe von Kairo. Dies geschah auf Initiative aus dem Land des Nils: Nach jahrlanger guter Zusammenarbeit schlugen die Importeure vor, dass man in ihrem Land doch auch einen Produktionszweig würde eröffnen können. Zu den ersten produzierten Fahrzeugen gehörten der Isuzu TF. Bis ins Jahr 1996 waren bereits hunderttausend Wagen in Ägypten montiert worden und im neuen Jahrtausend wurde die 200’000er Marke überschritten.

Neben verschiedenen «Chevi»-Modellen werden auch verschiedene Autos für Isuzu und Opel montiert, dazu kommen Minibusse und Pick-up.

Ein Chevrolet Optra (Bild: Wikipedia/Premnath Kudva).

Wussten Sie, dass manche BMW in Ägypten hergestellt werden?

Seit 1997 werden in Ägypten BMW-Autos montiert – also seit über zwanzig Jahren. Seit dem Jahr 2003 geschieht dies durch die «Bavarian Auto Group», ein neues Montagewerk wurde im Jahr 2004 eröffnet; das Unternehmen zählt rund 1700 Mitarbeiter. Hergestellt wurden bisher unter anderem Wagen aus der 3er, 5er und 7er-Serie sowie der X1 und der X3.

Zudem werden im Werk auch Fahrzeuge des chinesischen Produzenten Brilliance montiert sowie weitere Fahrzeuge, darunter der Mahindra Scorpio.

Sitz des Montagewerks ist in der «Stadt des 6. Oktobers», die rund 160’000 Einwohner zählt und die etwas mehr als 30 Kilometer vom Stadtzentrum von Kairo entfernt liegt; die Stadt wurde 1979 gegründet.

Ein BMW 528i (Bild: Wikipedia/National Highway Traffic Safety Administration).