Die Visitenkarte des Königreichs: Marokkos Kunstflugstaffel Marche Verte

1988, vor 30 Jahren, wurden die «Marche Verte» gegründet, als Kunstflugstaffel der königlichen Luftwaffe Marokkos. Der Name geht zurück auf einen Marsch anno 1975. Rund 350’000 Marokkaner marschierten damals ohne Waffen in die zu Spanien gehörende Kolonie Spanisch-Sahara. Damit wurden die Europäer dazu gedrängt, diesen Teil der Erde abzugeben.

Daran erinnert der Name der Staffel. Diese bestand zunächst aus zwei Flugzeugen, heute sind ihr sieben Flieger angegliedert.

Verwendet wird das französische Kunstflugzeug Cap 232.

Marche Verte bei einem Start in der Formation (Bild: Wikipedia/DoD News).
Zwei Cap 232 der Marche Verte (Bild: Wikipedia/Gyrostat).

Marokko und Ayoub El Kaabi: Die grossen Sieger der African Nations Championship

Angeführt von einem erneut überragenden Ayoub El Kaabi entscheidet Gastgeber Marokko die African Nations Championship 2018 für sich. Bei diesem «kleinen Afrika Cup» dürfen nur Spieler eingesetzt werden, welche aus dem jeweiligen Land stammen und gleichzeitig in der heimischen Liga tätig sind.

Gleich mit 4:0 Toren überrennt Marokko im Finale die Auswahl aus Nigeria. Kurz in der Pause bringt Zakaria Hadraf die Nordafrikaner mit 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte erhöht Walid El Karti auf 2:0 ehe Hadraf erneut trifft. Für die Krönung sorgt Ayoub El Kaabi mit seinem Tor zum 4:0. Er ist mit neun Treffern der absolute Torschützenkönig: Die beiden direktesten Verfolger, Saleh Al Taher (Libyen) und Augustine Mulenga (Sambia) kommen auf jeweils «nur» drei Tore.

Das Spiel um Rang drei entschied der Sudan für sich. Nach einem 1:1 setzte sich dieses Team im Penaltyschiessen gegen Libyen durch.

Das Stadion “Mohamed V” in Casablanca, unter anderem Schauplatz der African Nations Championships 2018 (Bild: Wikipedia/Imad Bakr).

Marokko und Nigeria bestreiten das Finale

Erneut zwei Tore von Ayoub El Kaabi: Er schiesst Marokko ins Finale an den African Nations Championship 2018. Zuerst brachte er Nigeria in Führung, ehe Khalleefah für Libyen ausglich. In der Verlängerung setzte sich dann aber Marokko durch. Zuerst traf erneut Ayoub El Kaabi, anschliessend traf Walid El Karti mit seinem ersten Treffer im Turnier vom Penaltypunkt aus zum 3:1

Gabriel Okechukwu schoss Nigeria ins Finale. Bereits in der 16. Minute traf er gegen den Sudan – es sollte letztlich das einzige Tor in diesem Duell bleiben.

Somit kommt es im Finale zum grossen Kräftemessen zwischen dem nordafrikanischen Gastgeber und der Mannschaft aus Nigeria. Ayoub El Kaabi kommt auf mittlerweile acht Tore und dürfte kaum mehr abgefangen werden, der beste Torschütze Nigerias, Gabriel Okechukwu, hat bislang zwei Tore erzielt.

Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Marokko, Sudan, Namibia und Sambia im Viertelfinale

Marokko, Gastgeber der African Nations Championship 2018 und der Sudan spielen 0:0-Unentschieden. Somit entscheidet Marokko die Gruppe A für sich. Im bedeutungslosen anderen Gruppenspiel siegte Guinea mit 1:0 Toren (durch Ibrahima Sory Sankhon) gegen Mauretanien.

Auch in der Gruppe B duelleierten sich zwei Teams in der Direktbegegnung um den Gruppensieg – und auch hier erfolgte ein Unentschieden. Namibia ging in der 13. Minute durch Absalom Limbondi 1:0 in Führung. Der Ausgleich und spätere Schlussstand wurde neun Minuten später erzielt: Lazarous Kambole traf zum 1:1 für Sambia. Uganda und die Elfenbeinküste hatten keine Chance mehr auf ein Weiterkommen, die beiden Nationen trennten sich mit einem 0:0.

Somit stehen die beiden ersten Viertelfinal-Duelle fest: Marokko steht Namibia gegenüber und Sambia kriegt es mit dem Sudan zu tun.

Salomon Kalou bei einem Einsatz für die Elfenbeinküste (Bild: Wikipedia/Jean-Marc Liotier).

WM 2018 in Russland: Starke Teams dabei – hochkarätige Teams bleiben daheim

Die letzten Entscheide in der afrikanischen WM-Qualifikation sind gefallen. Erst in der letzten Runde sicherte sich Tunesien das WM-Ticket. Somit ist gleichzeitig klar, dass DR Kongo daheim bleiben muss.

Bereits qualifiziert war Nigeria, somit können weder Afrika-Cup-Sieger Kamerun noch Algerien an die WM fahren. Nach einem 2:0-Auswärtssieg bei der Elfenbeinküste qualifiziert sich Marokko in der letzten Runde für die Endrunde während Senegal bereits vor dem letzten Spiel als Starter in Russland feststeht. In der letzten Runde sicherte sich zudem Ägypten das WM-Ticket, während mit Ghana ebenfalls ein ganz grosser daheimbleiben muss.

Die afrikanische Vertretung ist 2018 mit den Nationen Ägypten, Marokko, Nigeria, Senegal und Tunesien stark; dreimal ist Nordafrika dabei vertreten. Mit jenen, die sich diesmal nicht qualifiziert haben, liesse sich ebenfalls eine starke Kontinental-Teilnehmerschaft bilden: Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, DR Kongo oder auch Burkina Faso.

Bleibt die Frage, wie lange das Ungleichgewicht erhalten bleibt, bei dem Europa mit 13 (bei dieser Endrunde durch Gastgeber Russland mit 14(!)) Startplätzen gegenüber 5 aus Afrika vertreten ist, obschon die Länder des CAF-Fussballverbandes ungefähr gleich viele Länder und sogar mehr Einwohner zählt.

Ghanas Nationalteam bei einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Benjamin Mussler).

Nordafrika-Kracher im Viertelfinale

Schon früh stellte Ägypten die Weichen auf Sieg, im letzten Gruppenspiel gegen Ghana. Mohamed Salah traf bereits in der 11. Minute. Es sollte der einzige Treffer in der Partie bleiben. Durch Ägyptens Sieg blieb sowohl Mali wie auch Uganda ein möglicher Einzug ins Viertelfinale verwehrt. In der Theorie war dieser vor dem Spiel noch möglich: Bei einem Sieg der bereits qualifizierten «Black Stars» über die «Pharaonen» wäre der Sieger aus dieser Begegnung noch weitergekommen – sofern es einen gegeben hätte. Doch Mali und Uganda trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden, die beiden Tore fielen innerhalb von vier Minuten.

Nun kommt es im Viertelfinale zu zwei packenden Begegnungen: Zum Nordafrika-Duell zwischen Ägypten und Marokko sowie zum Kräftemessen zwischen der DR Kongo und Ghana.

Ägyptens Mohamed Salah (Bild: Wikipedia/Ultraslansi).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 12: Marokkos Trainer ist Titelverteidiger

Marokko überstand die Qualifikation zum diesjährigen Cup ungeschlagen: Nur gegen Libyen musste das Team in einer von zwei Begegnungen mit einem Unentschieden vom Platz, die anderen fünf Spiele wurden gewonnen, sowohl gegen Kap Verde wie auch gegen Sao Tome und Principe. Marokko wartet seit 41 Jahren auf den Titel. Allerdings war bei sechs der letzten sieben Teilnahmen bereits nach der Vorrunde das Turnier vorbei. Allerdings wird das Team von Hervé Renard trainiert, der zuletzt mit der Elfenbeinküste den Titel holte.

 

Der Star: Youssef El Arabi sowie Trainer Hervé Renard

Der Teuerste:  Medhi Benatia (Geschätzter Marktwert: 15 Millionen Euro).

Besonderes: Am Spielfeldrand steht als Trainer Hervé Renard, der den letzten Cup gewinnen konnte.

Bisher am Afrika Cup: 15 Mal startete Marokko an der Endrunde, 1976 holten die Nordafrikaner den Titel. 2004 stand die Mannschaft zudem im Finale.

FIFA Ranking: 57. Beste Klassierung: 10 (im Jahr 1998). Durchschnittliche Klassierung: 45.

Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Marokko als erstes Team für Gabun qualifiziert – Ghana noch ungeschlagen

2017 geht in Gabun der Afrika Cup über die Bühne. Nach vier von sechs Gruppenspielen ist Marokko als erste Mannschaft für die Endrunde des Turniers qualifiziert, das Team steht vorzeitig als Sieger der Gruppe F fest.

Von den 50 Nationen, welche in den 11 Vierer-Gruppen sowie in zwei Dreier-Gruppen darum kämpfen, sich für Gabun zu qualifizieren, sind nur noch wenige Mannschaften, die ungeschlagen sind.  Nur noch Mali und Benin in der Gruppe C sind ohne Niederlage, die Republik Kongo, die in der Gruppe E an zweiter Stelle liegt, Ghana, als Leader in der Gruppe H, sowie Algerien (Gruppe J), Senegal (Gruppe K), Simbabwe (Gruppe L) und Kamerun (Gruppe M), die ebenfalls alle ihre Gruppe anführen.

Acht Mannschaften in den Viergruppen stehen somit noch ohne Pleite da. Ebenfalls noch ohne Niederlage stehen Ägypten und die Elfenbeinküste da, diese beiden Teams aber spielen in den beiden Dreiergruppen.

Ghanas Nationalteam (Bild: Wikipedia/Jake Brown).
Ghanas Nationalteam (Bild: Wikipedia/Jake Brown).

Herve Renard coacht jetzt Marokko

Eine weitere Station für den weitgereisten Hervé Renard. Renard, der schon Clubs in Algerien, China, England und Frankreich trainierte, ist nun mit seiner Unterschrift beim Nationalteam Marokkos bei seiner fünften Mannschaft als Nationaltrainer angelangt.

Seine erste Station als Coach einer nationalen Auswahl liegt mittlerweile rund zehn Jahre zurück: Anno 2007 coachte er Ghana, gefolgt von Sambia und Angola. Nach einem Abstecher zum Clubfussball folgte die Rückkehr zu Sambia, später kam die Elfenbeinküste dazu, die er 2015 zum Sieg am Afrika Cup führte.

Schon 2012 gewann Hervé Renard den Titel mit Sambia. Er ist somit der erste Coach, der mit zwei Mannschaften den Titel zu holen vermochte. Bei Marokko unterzeichnete er somit bei der aktuellen Nummer 80 der Weltrangliste und der gegenwärtigen Nummer 19 Afrikas, wobei die Nordafrikaner beim letzten Africa Cup – ursprünglich als Austragungsort geplant – nicht mit von der Partie war.

Hervé Renard (Bild: Wikipedia/zambian football).
Hervé Renard (Bild: Wikipedia/zambian football).

Yacine Bammou bringt Marrokko in Gruppenphase

Derzeit läuft die zweite Runde der Qualifikation zur Fussball-WM 2018 in Russland. Wer diese Runde übersteht kommt in eine der fünf Vierergruppen, in denen anschliessend die WM-Teilnehmer endgültig ermittelt werden.

Die ersten Teams der Gruppenphase sind nun bekannt. Unter anderem setzte sich Uganda im Hin- und Rückspiel mit insgesamt 4:0-Toren durch. Marokko setzte sich mit einem Gesamtskore von 2:1 gegen Äquatorialguinea durch. Yacine Bammou, der in Frankreich beim FC Nantes spielt, schoss das zweite Tor beim 2:0 der Marokkaner im ersten der beiden Duelle.

Gabun, Gastgeber des Afrika Cup 2017, musste bis ins Penaltyschiessen gegen Mosambik gehen, um die zweite Runde zu überstehen. Ebenfalls weitergekommen sind die DR Kongo mit 5:4 Toren gegen Burundi, Sambia mit 3:0 Treffern gegen den Sudan, Guinea gegen Namibia (ebenfalls mit 3:0).

Marokkos Yacine Bammou (Bild: Wikipedia/Juanmanuegg20).
Marokkos Yacine Bammou (Bild: Wikipedia/Juanmanuegg20).