Südafrika mit grossem Streckennetz und Klinikzug

Mit einer Länge von rund 20’200 Kilometern verfügt Südafrika über eines der längsten Streckennetze des Kontinents. Der grösste Teil davon ist Schmalspur, womit die Nation nach Japan über das weltweit zweitlängste Netz dieser Grössenordnung verfügt.

Der grösste Teil des Passagierverkehrs geschieht in den grossen Ballungsräumen, beim Fernverkehr handelt es sich oft um Gütertransporte, der stark auf die Hafenstädte ausgerichtet ist.

Nicht zuletzt wegen dem grossen Vorkommen an einheimischer Kohle wurde lange Zeit auf Dampflokomotiven gesetzt, sogar im Jahr 1988 waren noch mehr als 600 Zugmaschinen dieser Art im Einsatz.

Als auf der Erde einmalig gilt der Spitalzug «Phelophepa», in welchem in ländlichen Gebieten Menschen ambulant behandelt werden können.

Zug in Südafrika (Bild: Wikipedia/Tim Giddings).

Tunesien mit Zug und Sahel Metro

Die Züge in Tunesien bedienen nicht weniger als 200 Bahnhöfe, die mit rund 2200 Kilometern Geleisen miteinander verbunden sind. Der staatliche SNCFT (Société Nationale des Chemins de Fer Tunisiens) betreibt sowohl den Fern- wie auch den Nahverkehr sowie den Gütertransport. Dies sind jährlich über 40 Millionen Passagiere sowie 11 Millionen Tonnen Güter.

Das Rollmaterial stammt vor allem aus Kanada und den USA. Zum Fahrzeugbestand gehören rund 200 Lokomotiven, die meisten sind dieselbetrieben.

Die meisten Reisenden nutzen die Bahn für den Nahverkehr. Entlang der Mittelmehrküste verkehrt die 1984 eröffnete «Métro du Sahel» die erst vor wenigen Jahren vollkommen renoviert worden ist. Die Strecke ist rund 75 Kilometer lang – voraussichtlich wird die Strecke mit der Zeit erweitert.

Diesel-Lok in Tunesien (Bild: Wikipedia/Marc Ryckaert).
Die moderne Sahel-Metro (Bild: Wikipedia/Visem).

Ägypten blickt auf grösste Drehbrücke der Welt und eine lange Eisenbahngeschichte

Bereits im Jahr 1833 dachte der damalige Regierungschef Muhammad Ali Pascha über den Bau einer Eisenbahnlinie nach, um eine bessere Verbindung zu Europa und nach Indien zu haben. Auch aus politischen Gründen dauerte es noch 21 Jahre, bis durch das Land der Pharaonen eine erste Dampflok stampfte; dies geschah auf einer Teilstrecke zwischen Kairo und Alexandria.

Im Laufe der Jahre wurde das ägyptische Streckennetz zusehends ausgebaut und seit 2001 steht die weltweit grösste Drehbrücke auf ägyptischen Boden, es handelt sich um die El-Ferdan-Brücke, die über den Suezkanal geht; ihr Name stammt von der El-Ferdan-Ebene. Der Kanal ist an dieser Stelle 320 Meter breit und 27 Meter tief. Es dauert jeweils 15 Minuten, bis die Brücke geschwenkt ist. Inzwischen ist geplant, dass ein Tunnel unter dem Kanal durchgeht.

Das gesamte Schienennetz Ägyptens besteht aus rund 7700 Kilometern Strecke, die insbesondere am Nildelta sowie der Mittelmehrküste operiert. Bis 2025 soll ein Hochgeschwindigkeitszug mehrere Metropolen miteinander verbinden.

Ein Zug mit Diesellok in Ägypten (Bild: Wikipedia/Ad Meskens).
Die El-Ferdan-Brücke am Suezkanal (Bild: Wikipedia).
Zug in Ägypten (Bild: Wikipedia/Ad Meskens).

700 Bahnkilometer in Botswana

Das Schienennetz in Botswana umfasst rund 700 Kilometer. Diese verbinden die südafrikanische Nation mit Südafrika sowie mit den Städten Francistown, die Hauptstadt Gaborone und Lobatse sowie mit dem Nachbarland Simbabwe. Damit liegen unter anderem die beiden grössten Städte der Nation entlang der Strecke.

Diese Linie liegt entsprechend im Osten des Landes; dieser ist auch deutlich stärker besiedelt, da im Westen, in Richtung von Nachbar Namibia, vorwiegend die Kalahari-Savanne liegt, sowie Wüsten- und Steppen-Gegenden.

Zwar verkehren insbesondere Güterzüge auf der Strecke, doch nach einem längeren Unterbruch wurde 2016 auch der Personenverkehr wieder aufgenommen.

Gebaut wurde die Bahnlinie ursprünglich bereits im Jahr 1900. Längerfristig ist auch eine Anbindung zu Namibia vorgesehen, dies mit dem Trans-Kalahari Railway.

Zug in Botswana (Bild: Wikipedia/LilSpiffy).

Eritreas Bahn führt durch malerische Landschaften

Derzeit führt nur eine Bahnlinie durch Eritrea: Die Züge verkehren von der Hafenstadt Massaua in die Hauptstadt Asmara – in früheren Jahren reichte die Strecke noch weiter ins Landesinnere. Durch die geografischen Gegebenheiten der Nation führt die Linie durch schöne Tunnels und Viadukte und die Geleise winden sich etliche Hügeltrasses hoch.

Begonnen bei zwei Metern über Meer wird nach rund 120 Kilometern Asmara erreicht, in einer Höhe von rund 2350 Metern über Meer. Dank mehreren Windungen, die in die hügelige Landschaft hineingelegt sind, gewinnen die Züge an Höhe.

Inzwischen bestehen Ausbaupläne für die Linie, die seit dem Jahr 1995 wieder in Betrieb ist. In Asmara leben rund 650’000 Menschen, also deutlich über zehn Prozent der Nation, die 5,1 Millionen Einwohner zählt.

Diesellokomotive in Eritrea (Bild: Wikipedia/Reinhard Dietrich).

Mit dem Zug von Addis Abeba nach Dschibuti

Seit 2016 ist die Bahnstrecke zwischen Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens und Dschibuti eröffnet. Die Bahnlinie reicht bis an den Meereshafen Port Doraleh. Die meisten Bahnhöfe entlang der rund 750 Kilometer langen Strecke wurden neu gebaut. Der Zug hält an rund 25 Orten.

Früher war eine Schmalspurstrecke in Betrieb, die vor weit über hundert Jahren gebaut worden war. Diese war mittlerweile verfallen, womit Äthiopien keine Anbindung via Zug ans Meer hatte.

Im Bild zu sehen ist einer der Züge, der die Holhol-Brücke in der Region Ali Sabieh in Dschibuti überquert.

Gegenwärtig ist eine weitere Strecke innerhalb von Äthiopien im Bau, von Awash-Hara nach Gebeya-Mek’ele – diese Verbindung ist an die gegenwärtige Linie angebunden.

Der Zug Addis Abeba nach Dschibuti (Bild: Wikipedia/Skilla1st).

Der Löwe – Afrikas König der Tiere

Der Löwe, auch «König der Tiere» genannt, gehört in Afrika zu den «Big five», also den «grossen Fünf». Anders als andere Katzenarten lebt er in Rudeln. Er ist zwar etwas kleiner als der Tiger, doch da es in Afrika eigentlich keine Tiger gibt (bis auf ein Reservat in Südafrika), gilt der Löwe als die grösste Raubkatze des Kontinents.

Die längsten Löwen werden bis zu 2,5 Meter lang und bis maximal rund 270 Kilogramm schwer. Besonders auffällig bei den männlichen Tieren ist ihre Mähne, welche von Kampfeskraft und einer guten Verfassung des Tieres zeugt.

Waren die die Löwen in Afrika früher ausser in der Sahara weit verbreitet, so ist ihr Lebensraum mittlerweile geschrumpft. Nördlich dieser grossen Wüste sind sie kaum mehr anzutreffen und südlich davon sind die Orte ihres Vorkommens ebenfalls weniger geworden, auch wenn sie noch in fast allen Ländern südlich der Sahara leben.

Ein Löwenrudel kann bis zu 30 Mitglieder umfassen. Diese Raubkatzen leben von der Jagd, zu den typischen Beutetieren gehören Zebras, Büffel, Antilopen oder Gazellen.

Die Fussball-Nationalmannschaft Kameruns trägt den Beinamen «Les Lions indomptable», also «die unzähmbaren Löwen».

Eine typische Löwen-Pose (Bild: Wikipedia/Michael Day).
Ostafrikanische Löwen liegen gemächlich in der Sonne (Bild: Wikipedia/Benh LIEU SONG).

Krokodil – das flache Tier mit der grossen Schnauze

Die Krokodile leben vorwiegend in Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien, Australien und natürlich in Afrika, wie beispielsweise das abgebildete Nilkrokodil. In Afrika leben sie, abgesehen von Ägypten, überwiegend südlich der Sahara in einer Vielzahl von Ländern.

Die flachen Tiere mit der grossen Schnauze werden bis zu 6,7 Meter lang, die schwersten Exemplare können bis zu einer Tonne schwer werden.

Die Krokodile ernähren sich vorwiegend von Fleisch, sie gelten als Lauerjäger, die häufig in der Nacht lange Zeit an ein und derselben Stelle ausharren und auf ihre Beute warten. Beim Nilkrokodil wird davon ausgegangen, dass es pro Woche nur eine komplette Mahlzeit zu sich nimmt, also rund 50 pro Jahr. Manche Gattungen sind dagegen eher auf Fische spezialisiert.

Das Krokodil verfügt über neun Halswirbel, also zwei mehr als die Giraffe, die deren sieben zählt.

Ein Krokodil (Bild: Wikipedia/Leigh Bedford).

Die Giraffe behält den Überblick

Stets den Überblick behält die Giraffe dank ihrem langen Hals. Namentlich dank diesem besonderen Körpermerkmal werden die längsten dieser Tiere bis zu sechs Meter hoch. Damit erhalten sie nicht nur einen perfekten Überblick, sondern sie können auch vorzüglich Laub ab den Bäumen weiden. Die schwersten Giraffen bringen zudem rund 1,6 Tonnen Gewicht auf die Waage.

Trotz der Länge ihres Halses verfügt die Giraffe nur über sieben Wirbel die von nur einer einzigen Sehne gehalten werden. Zudem kann das Tier mit ihrer bis zu 50 Zentimeter langen Zunge nicht nur Blätter von Bäumen abstreifen, sondern sie kann damit auch greifen. Sie verschlingen pro Tag bis zu 30 Kilogramm Nahrung.

Giraffen leben südlich der Sahara, vor allem im Süden und Osten des Kontinents. Sie schlafen mehrmals pro Tag für kurze Zeit, während sie die Nacht zum Wiederkäuen nutzen.

Eine Schwangerschaft einer Giraffe dauert bis zu 15 Monate, ein Baby ist bereits rund 50 Kilogramm schwer.

Die Giraffe – das höchste Tier in Afrika (Bild: Wikipedia/John Walker).

Elefanten – die Giganten mit dem 200-Kilogramm-Hunger

Die Elefanten sind das grösste Säugetier, das an Land lebt, somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass es zu den «Big 5» Afrikas gehört. Die schwersten Elefanten werden mehr als sechs Tonnen schwer und sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 3,7 Metern.

Das besondere Merkmal des Giganten ist der Rüssel, die verlängerte Nase mit den Nasenlöchern. Damit kann der Elefant auch greifen, tasten, atmen, riechen und auch sich selbst (oder andere) duschen.

Der bislang grösste und schwerste Elefant lebte auf den afrikanischen Kontinent, in Angola. Er brachte satte zehn Tonnen auf die Waage und war nicht weniger als vier Meter hoch. Ein Elefantenbaby, das fast zwei Jahre lang ausgetragen wird, wiegt rund 100 Kilogramm.

Die afrikanischen Elefanten leben vorwiegend südlich der Sahara. Da ihre Lebensräume zuletzt immer kleiner geworden sind, gelten sie als bedroht.

Die Elefanten sind Pflanzenfresser, die täglich 200 Kilogramm Nahrung verschlingen.

Die Elephanten sind die grössten Säugetiere in Afrika (Bild: Wikipedia/Ikiwaner).