Senegal erringt Gruppensieg – Africa Cup zeigt sich torarm

Mit einem Doppelschlag in der Startviertelstunde realisierte Senegal den Gruppensieg und sicherte sich schon nach zwei Spielen den Startplatz im Viertelfinale. Trotz der frühen Führung durch Sadio Mané (9. Minute) und Henri Saivet (13. Minute) wurde das Resultat nicht mehr erhöht.

Im Nordafrikanischen Nachbarduell siegte Tunesien mit 2:1-Toren gegen Algerien. Alle Treffer vielen in der zweiten Halbzeit. Zunächst ging Tunesien 2:0 in Führung, durch ein Eigentor von Aissa Mandi und einen Penalty von Naim Sliti. In der Nachspielzeit gelang Sofiane Hanni noch der Anschluss.

Obschon es zunächst nach einem torreichen Spiel zwischen Senegal und Simbabwe aussah, blieb es schliesslich bei diesen zwei Treffern. In bislang zwölf Matches vielen noch nie mehr als zwei Tore pro Mannschaft, das Maximum waren bislang vier Treffer.

«africup.net» hat die Resultate nach ihrer Häufigkeit zusammengetragen.

1:1 (3mal)

2:1 (2mal)

2:0 (2mal)

1:0 (2mal)

0:0 (2mal)

2:2 (1mal)

Das sind 22 Tore in 12 Spielen, das entspricht einem Schnitt von 1,8333 Toren.

Senegalesische Fans (Wikipedia/kyselak).

Kamerun mit einem Bein im Viertelfinale

Nach fünf Spieltagen – und entsprechend zehn Spielen – kristallisiert sich das 1:1 als beliebtestes Resultat heraus. Durch die so lautende Begegnung zwischen Gabun und Burkina Faso endeten bereits drei Matches mit diesem Resultat; alle drei im Übrigen in der Gruppe A. Im jüngsten Fall hatte Burkinas Préjuce Nakoulma sein Team in Führung geschossen. 15 Minuten später glich Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang per Penalty aus. Zudem verliefen somit bereits sechs von zehn Begegnungen unentschieden.

Den bisher einzigen Sieg in dieser Vorrunden-Gruppe konnte Kamerun nach Hause tragen. Zwar ging Guinea-Bissau schon in der 13. Minute durch Piqueti in Führung. Doch in der zweiten Hälfte drehten «die unzähmbaren Löwen» das Spiel innerhalb von 17 Minuten durch Sébastien Siani (61. Minute) und Michael Ngadeu-Ngadjui. Somit führt Kamerun nach zwei Runden die Gruppe an.

Kamerun in einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/hiroo/CC BY 2.0).

Riyad Mahrez trifft doppelt – nur elf Torschützen zum Start

Die erste Runde in der Gruppen-Phase des Africa Cup ist ausgetragen. In diesen acht Spielen sind nur zwölf Tore gefallen. Das Standartresultat scheint ein 0:0 (2 Spiel) und ein 1:1 (2 Spiele) zu sein, mit diesen beiden Ergebnissen endete die Hälfte der jeweiligen Startmatches einer Gruppe.

Allein vier dieser zwölf Tore fielen in einer einzigen Begegnung, zwischen Algerien und Simbabwe beim 2:2.

Der einzige Doppeltorschütze ist Riyad Mahrez. Dazu kommen zehn weitere Athleten, denen je ein Tor gelungen ist; in alphabetischer Reihenfolge: Pierre-Emerick Aubameyang (Gabun), André Ayew (Ghana), Issoufou Dayo (Burkina Faso), Junior Kabananga (DR Kongo), Kudakwashe Mahachi (Simbabwe), Sadio Mané (Senegal), Kara Mbodji (Senegal), Benjamin Moukandjo (Kamerun), Nyasha Mushekwi (Simbabwe) und Juary Soares (Guinea-Bissau).

Mit einem Schnitt von 1,5 Treffern pro Spiel sowie fünf von acht Matches, die Unentschieden endeten, zeigte sich die Endrunde bislang äusserst ausgeglichen und torkarg.

Riyad Mahrez (Bild: Wikipedia/Clément Bucco-Lechat).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 16: Ägypten strebt nach achtem Titel

Ägypten ist Rekordteilnehmer beim Afrika Cup und gleichzeitig Rekordsieger. Sieben Titel bei 22 Teilnahmen ergibt fast einen Schnitt von einem Turniersieg an jedem dritten Turnier. Dazu kommen sieben weitere Vorstösse bis mindestens ins Halbfinale. Bei mehr als jeder zweiten Endrunde steht das Team also unter den letzten vieren.

Da sich Tschad aus der Vierergruppe zurückgezogen hatte, standen sich in der Gruppe G letztlich drei Teams gegenüber. Ägypten gewann drei der vier Matches, einzig gegen Nigeria resultierte in einer der beiden Begegnungen ein 1:1-Unentschieden. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas wurde liessen die Nordafrikaner ebenso hinter sich wie Tansania.

 

Der Star: Mohamed Salah und Mohamed Elneny

Der Teuerste:  Mohamed Salah (Geschätzter Marktwert: 30 Millionen Euro).

Besonderes: Kein Team startete öfters an einer Endrunde wie Ägypten. Die Nordafrikaner waren bei 22 von 30 Endrunden dabei.

Bisher am Afrika Cup: Die Pharaonen holten den Titel sieben Mal, sie sind damit Rekordsieger.

FIFA Ranking: 35. Beste Klassierung: 9 (im Jahr 2010). Durchschnittliche Klassierung: 34.

Mohamed Elneny, Ägypten (Bild: Wikipedia/Zekwa).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 15: Mali will wieder ins Halbfinale

Mali war im ersten der vier Töpfe aus welchen die Teams zur Qualifikation ausgelost wurden. Das Team setzte sich schliesslich ungeschlagen gegen Benin, Äquatorialguinea und den Südsudan durch. Fünf Spiele konnte die Mannschaft gewinnen, einzig gegen Benin gab es im einen der beiden Vergleiche ein 1:1-Unentschieden.

Die Mannschaft aus Mali zeigte sich in den letzten Austragungen stark: An fünf der letzten acht Endrunden gelang dem Team das Vorrücken ins Halbfinale.

 

Der Star: Adama Traoré und Bakary Sako.

Der Teuerste:  Bakary Sako (Geschätzter Marktwert: 18 Millionen Euro).

Besonderes: An zwei der letzten drei Endrunden erreichte Mali das Halbfinale (2012 und 2013).

Bisher am Afrika Cup: Mali startete achtmal an einer Endrunde, die beste Klassierung stammt aus dem Jahr 1972, damals stand das Team im Finale und erreichte den zweiten Rang.

FIFA Ranking: 64. Beste Klassierung: 23 (im Jahr 2013). Durchschnittliche Klassierung: 61.

Bakary Sako, Mali (Bild: Wikipedia/Æthelred).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 14: Uganda mit erster Teilnahme seit 1978

Uganda ist neben Togo die zweite Mannschaft, die sich als Gruppenzweites Team für die Endrunde qualifizieren konnte. Das Team erzielte gleich viele Punkte und gleich viele Tore wie Gruppensieger Burkina Faso. Weil die «The Cranes» («Die Kraniche») aber eines der beiden Direktduelle verloren und das andere Unentschieden lautete, war Uganda auf dem zweiten Rang klassifiziert.

Zum ersten Mal seit 1978 erreicht Uganda wieder die Endrunde, also erstmals wieder seit 39 Jahren. Bei der letzten Ausgabe erreichte die Nation den zweiten Rang.

 

Der Star: Geofrey Massa

Der Teuerste:  Kizito und Farouk Miya (Geschätzter Marktwert: je 600‘000 Euro).

Besonderes: Erstmals seit 1978 steht Uganda wieder in der Endrunde.

Bisher am Afrika Cup: Fünfmal gestartet, 1978 erreichte Uganda den zweiten Rang.

FIFA Ranking: 73. Beste Klassierung: 62 (im Jahr 2016). Durchschnittliche Klassierung: 92.

Yunus Sentamu, Uganda (Bild: Wikipedia/Aleksi Stenberg).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 13: Ghana strebt zehnten Final an

Ghana konnte sich ungeschlagen für die Endrunde qualifizieren. Der Finalist des letzten Cups hatte es mit Mosambik, Ruanda und Mauritius zu tun. Gegen Mosambik (0:0) und Ruanda (1:1) musste Ghana jeweils Punkte abgeben, ansonsten setzten sich die «Black Stars» stets durch.

Bei neun der zwanzig Teilnahmen an der Endrunde stand die Mannschaft im Finale, vier weitere Male gelang der Vorstoss ins Halbfinale.

 

Der Star: Asamoah Gyan

Der Teuerste:  André Ayew (Geschätzter Marktwert: 18 Millionen Euro).

Besonderes: Bei den letzten fünf Teilnahmen stand das Team stets im Viertelfinale.

Bisher am Afrika Cup: 20mal startete Ghana zur Endrunde, viermal konnte das Team den Titel holen.

FIFA Ranking: 54. Beste Klassierung: 14 (im Jahr 2008). Durchschnittliche Klassierung: 40.

Ghanas Nationalteam bei einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Benjamin Mussler).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 12: Marokkos Trainer ist Titelverteidiger

Marokko überstand die Qualifikation zum diesjährigen Cup ungeschlagen: Nur gegen Libyen musste das Team in einer von zwei Begegnungen mit einem Unentschieden vom Platz, die anderen fünf Spiele wurden gewonnen, sowohl gegen Kap Verde wie auch gegen Sao Tome und Principe. Marokko wartet seit 41 Jahren auf den Titel. Allerdings war bei sechs der letzten sieben Teilnahmen bereits nach der Vorrunde das Turnier vorbei. Allerdings wird das Team von Hervé Renard trainiert, der zuletzt mit der Elfenbeinküste den Titel holte.

 

Der Star: Youssef El Arabi sowie Trainer Hervé Renard

Der Teuerste:  Medhi Benatia (Geschätzter Marktwert: 15 Millionen Euro).

Besonderes: Am Spielfeldrand steht als Trainer Hervé Renard, der den letzten Cup gewinnen konnte.

Bisher am Afrika Cup: 15 Mal startete Marokko an der Endrunde, 1976 holten die Nordafrikaner den Titel. 2004 stand die Mannschaft zudem im Finale.

FIFA Ranking: 57. Beste Klassierung: 10 (im Jahr 1998). Durchschnittliche Klassierung: 45.

Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 11: DR Kongo strebt nach 43 Jahren nach Triumph

Die DR Kongo ist derzeit die am sechstbesten klassifizierte Mannschaft Afrikas in der Weltrangliste. Die «Les Léopards» («Die Leoparden») blicken auf eine lange Titeldurststrecke. Zweimal konnte das Team den Titel holen, der letzte liegt aber nunmehr 43 Jahre zurück. Vor zwei Jahren stand die Mannschaft auf dem Podest, damals reichte es zu Rang 3.

Die Qualifikationsgruppe B konnte das Team von Trainer Florent Ibengé souverän gewinnen, dies mit fünf Punkten Vorsprung auf die Zentralafrikanische Republik. Angola und Madagaskar wurden sogar noch deutlicher distanziert.

 

Der Star: Cédric Bakambu und Dieumerci Mbokani

Der Teuerste:  Cédric Bakambu (Geschätzter Marktwert: 20,0 Millionen Euro).

Besonderes: Die DR Kongo gehört zu den stärkeren Teams in Afrika, dennoch konnte die Mannschaft erst einmal an einer Fussball-WM dabei sein, anno 1974.

Bisher am Afrika Cup: 17mal nahm die DR Kongo an der Endrunde teil, 1968 und 1974 konnte die Mannschaft den Titel erreichen, 2015 reichte es für den dritten Rang.

FIFA Ranking: 49. Beste Klassierung: 48 (im Jahr 2016). Durchschnittliche Klassierung: 80.

Youssouf Mulumbu (Bild: Wikipedia/Jon Candy).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 10: Togo mit Last-Minute-Ticket

Togo ist der zweite, der beiden Starter am Cup, die sich über den zweiten Tabellenrang qualifizieren konnten. Zur Erinnerung: Die Qualifikation wurde in 11 Vierergruppen und 2 Dreiergruppen gespielt. Die beiden besten Gruppenzweiten der 11 Vierergruppen erhielten die beiden letzten Startplätze am Turnier, neben Uganda (13 Punkte) konnte sich Togo (11 Punkte) diesen Rang schnappen. Gleich drei Mannschaften hatten 11 Punkte erreicht, doch die «Les Eperviers» («Die Hawken») verfügten über das beste Torverhältnis.

 

Der Star: Emmanuel Adebayor.

Der Teuerste:  Mathieu Dossevi (Geschätzter Marktwert: 4,5 Millionen Euro).

Besonderes: Togo ist zusammen mit Angola und Ghana die jüngste afrikanische Mannschaft, die sich bislang für eine WM-Endrunde qualifiziert hat.

Bisher am Afrika Cup: Togo startete sieben Mal am Cup, das beste Resultat ist der Einzug ins Viertelfinale 2013.

FIFA Ranking: 90. Beste Klassierung: 56 (im Jahr 2005). Durchschnittliche Klassierung: 83.

Emmanuel Adebayor (Bild: Wikipedia/Roger Gorączniak).