Afrika-Cup-Qualifikation: Showdown in Liberia wartet

Liberia steht vor der Sensation in der Gruppe A der Afrika-Cup-Qualifikation zur Endrunde in Gabun. Die Westafrikaner  liegen vor dem Gruppen-Favoriten Tunesien – am 2. September wartet der Showdown zwischen den beiden Mannschaften in Tunesien.

Nach der Niederlage gegen die DR Kongo ist Angola in der Gruppe definitiv aus dem Rennen, eine Chance auf einen Platz hat noch die Zentralafrikanische Republik.

Mali geht in der Gruppe C als Leader in die letzte Qualirunde, gefährlich werden könnte einzig noch Benin, während es in der Gruppe D zum Entscheid zwischen Uganda und Burkina Faso kommt.

Mit vier Punkten Vorsprung hat sich Guinea-Bissau (Gruppe E) bereits vorzeitig für die Austragung qualifiziert, ebenso Marokko (Gruppe F) mit dem gleichen Vorsprung auf Kap Verde. Sogar schon seit längerem sicher dabei ist Ägypten (Gruppe G) seit dem Rückzug Tschads.

In der jüngsten Runde sicherte sich zudem Ghana (Gruppe H) seinen Startplatz, nachdem der direkte Verfolger Ruanda sich gegen Mosambik geschlagen geben musste. In der Gruppe I duellieren sich noch die Elfenbeinküste und Sierra Leone um die Reise nach Gabun.

Nicht mehr abzufangen sind Algerien (Gruppe J) und Senegal (Gruppe K), während Simbabwe (Gruppe L) in der Theorie noch einzuholen ist, bei dem an den Tag gelegten Torverhältnis dürfte Swasiland kaum mehr gefährlich werden.

In der Gruppe M qualifizierte sich Kamerun dank einem 1:0-Sieg über Mauretanien.

Die bislang besten Torschützen der Quali sind mit jeweils fünf Toren: El-Arbi Hillel Soudani (Algerien), Fiston Abdul Razak (Burundi), Getaneh Kebede (Äthiopien) und William Jebor (Liberia).

Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).
Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Die Top-Torschützen der Afrika-Cup Qualifikation

In den vier Gruppenspielen zeichneten sich bereits mehrere Torjäger aus, allen voran Fiston Abdul Razak. Der Stürmer aus Burundi führt das Klassement an, bereits fünfmal traf der Stürmer des südafrikanischen Teams Mamelodi Sundowns.

Bereits sechs Spieler konnten viermal ein eigenes Tor bejubeln, sie alle sind in Europa engagiert.  Stéphane Sessègnon steht betreffend Club bei West Brom in England unter Vertrag, während er die Tore für die Nationalmannschaft für Benin erzielt.

El Arabi Hillel Soudani kämpft in der Meisterschaft für Dinamo Zagreb in Kroatien um Punkte, in der Nationalmannschaft trifft er für das algerische Team, in der Qualifikation für den Africa Cup 2017 in Gabun bereits viermal. Ebenso sein Landsmann Islam Slimani, der in den bisherigen vier Spielen vier Treffer erzielt hat. Slimani spielt ansonsten für den Sporting Clube de Portugal.

Ebenfalls viermal getroffen haben Férébory Doré, William Jebor und Youssef El-Arabi. Doré tritt in der französischen Ligue 1 für Angers an, sein Nationalteam ist die Republik Kongo. Jebor spielt in Spanien für SD Ponferradina sowie für Liberia und El-Arabi für Marokko – diese Mannschaft ist bereits für die Endrunde qualifiziert – sowie für die spanische Mannschaft Granada CF.

Youssef El-Arabi (Bild: Wikipedia/Benoit-caen).
Youssef El-Arabi (Bild: Wikipedia/Benoit-caen).

Marokko als erstes Team für Gabun qualifiziert – Ghana noch ungeschlagen

2017 geht in Gabun der Afrika Cup über die Bühne. Nach vier von sechs Gruppenspielen ist Marokko als erste Mannschaft für die Endrunde des Turniers qualifiziert, das Team steht vorzeitig als Sieger der Gruppe F fest.

Von den 50 Nationen, welche in den 11 Vierer-Gruppen sowie in zwei Dreier-Gruppen darum kämpfen, sich für Gabun zu qualifizieren, sind nur noch wenige Mannschaften, die ungeschlagen sind.  Nur noch Mali und Benin in der Gruppe C sind ohne Niederlage, die Republik Kongo, die in der Gruppe E an zweiter Stelle liegt, Ghana, als Leader in der Gruppe H, sowie Algerien (Gruppe J), Senegal (Gruppe K), Simbabwe (Gruppe L) und Kamerun (Gruppe M), die ebenfalls alle ihre Gruppe anführen.

Acht Mannschaften in den Viergruppen stehen somit noch ohne Pleite da. Ebenfalls noch ohne Niederlage stehen Ägypten und die Elfenbeinküste da, diese beiden Teams aber spielen in den beiden Dreiergruppen.

Ghanas Nationalteam (Bild: Wikipedia/Jake Brown).
Ghanas Nationalteam (Bild: Wikipedia/Jake Brown).

Herve Renard coacht jetzt Marokko

Eine weitere Station für den weitgereisten Hervé Renard. Renard, der schon Clubs in Algerien, China, England und Frankreich trainierte, ist nun mit seiner Unterschrift beim Nationalteam Marokkos bei seiner fünften Mannschaft als Nationaltrainer angelangt.

Seine erste Station als Coach einer nationalen Auswahl liegt mittlerweile rund zehn Jahre zurück: Anno 2007 coachte er Ghana, gefolgt von Sambia und Angola. Nach einem Abstecher zum Clubfussball folgte die Rückkehr zu Sambia, später kam die Elfenbeinküste dazu, die er 2015 zum Sieg am Afrika Cup führte.

Schon 2012 gewann Hervé Renard den Titel mit Sambia. Er ist somit der erste Coach, der mit zwei Mannschaften den Titel zu holen vermochte. Bei Marokko unterzeichnete er somit bei der aktuellen Nummer 80 der Weltrangliste und der gegenwärtigen Nummer 19 Afrikas, wobei die Nordafrikaner beim letzten Africa Cup – ursprünglich als Austragungsort geplant – nicht mit von der Partie war.

Hervé Renard (Bild: Wikipedia/zambian football).
Hervé Renard (Bild: Wikipedia/zambian football).

Etebo Oghenekaro schiesst Nigeria zum Titel

Nigeria gewinnt das Finale des U23 Afrika Cups. Zweifacher Torschütze war Etebo Oghenekaro, der zunächst das 1:0 gegen Algerien erzielte und später zum 2:1 traf.

Bereits vor diesem Duell war klar, dass die beiden Nationen den Kontinent Afrika an den olympischen Spielen in Brasilien vertreten. In der Begegnung um Rang 3 wurde der dritte Vertreter ermittelt. Dieser heisst Südafrika, die Mannschaft setzte sich im Penaltyschiessen gegen Senegal durch.

Hart für Gastgeber Senegal: Die Mannschaft holte zunächst neun von neun möglichen Punkten, doch dann verlor das Team sowohl das Halbfinale wie auch den Match um Rang drei.

Somit gewinnt Etebo Oghenekaro die Torjäger-Krone mit fünf Treffern, hinter ihm klafft eine grössere Lücke – sieben Spieler folgen mit «nur» zwei Toren.

Das Estádio Nacional Mané Garrincha in Brasilien (Bild: Wikipedia/Mariordo).
Das Estádio Nacional Mané Garrincha in Brasilien (Bild: Wikipedia/Mariordo).

Nigeria und Algerien fahren an olympische Spiele

Bereits vor dem Finale des U23 Afrika Cups ist klar: Nigeria und Algerien fahren an die olympischen Spiele. Die beiden Finalteilnehmer sind automatisch qualifiziert, beim Spiel um Rang 3 zwischen Senegal und Südafrika wird nun der dritte Startplatz für die Spiele in Brasilien ermittelt.

Bitter für Senegal: Die Mannschaft hatte in der Gruppenphase das Punktemaxium gewonnen. Durch einen Penalty von Etebo Oghenekaro siegte nun aber Nigeria mit 1:0 Toren. Im anderen Halbfinale gelangte Algerien bereits früh in Führung, in der 8. Minute durch Oussama Darfalou und kurz nach dem Seitenwechsel, in 49. Minute, durch Mohamed Benkhemassa.

Etebo Oghenekaro führt nun in der Torjäger-Wertung des Turniers, er ist derzeit der einzige Fussballe, der bereits drei Treffer erzielen konnte.

Das Olympic Stadium in Rio de Janeiro (Bild: Wikipedia/dodoedo).
Das Olympic Stadium in Rio de Janeiro (Bild: Wikipedia/dodoedo).

U-23 Africa Cup: Heute steigen die Halbfinals

Algerien trifft auf Südafrika und Nigeria auf Senegal – das sind die Halbfinals des Africa Cups der unter 23-Jährigen. Drei dieser Teams werden am olympischen Fussballturnier der Männer in Rio dabei sein.

In der Gruppe A hatte Senegal nichts anbrennen lassen und gleich alle drei Spiele gewonnen, zuletzt mit 1:0 gegen Sambia. Südafrika erreicht das Halbfinale dank dem 1:0 gegen Tunesien, dem Direktduell um Rang 2 in der Gruppe.

Mit der 0:1 Niederlage gegen Mali brachte sich Ägypten selbst um die Chance auf einen Halbfinalplatz, Algerien und Nigeria reichte ein 0:0 Unentschieden um beidseits in die Runde der letzten vier vorzustossen.

Bislang gelangen keinem Spieler mehr als zwei Tore, diese Marke erreichten jedoch gleich acht Athleten: Zinedine Ferhat (Algerien), Junior Ajayi, Etebo Oghenekaro (beide Nigeria), Mouhamadou Diallo, Ibrahim Keita (beide Senegal), Menzi Masuku, Gift Motupa (beide Südafrika) und Haythem Jouini (Tunesien).

Das Maracana Stadion (Bild: Wikipedia/Leandro Neumann Ciuffo).
Das Maracana Stadion (Bild: Wikipedia/Leandro Neumann Ciuffo).

Ägypten und Ghana auf Kurs

Die Nationalmannschaft von Ägypten und jene von Ghana sind auf Africa Cup Kurs. Um die Endrunde in Gabun sicher zu erreichen, ist der Gruppensieg in einer der 13 Gruppen erforderlich, weil daneben nur noch die beiden Gruppenbesten weiterkommen.

Ägypten ist in der Gruppe G mit zwei Siegen aus zwei Spielen (von total sechs Matches) an der Tabellenspitze zu finden. Mit einem 5:1-Triumph über Tschad sind die Pharaonen in der jüngsten Begegnung siegreich gewesen, während Nigeria in Tansania nicht über ein 0:0-Unentschieden hinauskam. In der nächsten Runde stehen sich die beiden Favoriten Nigeria und Ägypten gegenüber.

Ebenfalls mit zwei Siegen an der Spitzen weilt Ghana dank dem 1:0-Sieg in Ruanda, die Ostafrikaner bleiben dennoch auf dem zweiten Rang, dies mit drei Punkten und somit gleich vielen Zählern wie Mauritius.

Ghanas Nationalteam bei einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Benjamin Mussler).
Ghanas Nationalteam bei einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Benjamin Mussler).

Marokko und Kap Verde mit Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Qualifikation für den Afrika Cup 2017 in Gabun ist in vollem Gange. Ein enges Duell zeichnet sich in der Gruppe F ab: Kap Verde (Afrikas aktuelle Nummer 9) und Marokko (21) liegen mit je sechs Punkten an der Tabellenspitze. Für die Endrunde qualifizieren sich aber nur der Gruppensieger sowie zwei der dreizehn Gruppenzweiten.

Kap Verde zeigte ein enges Duell gegen Libyen: Die Nordafrikaner schossen in der 85. Minute den 1:1-Ausgleich, ehe Kap Verde in der 90. Minute erneut in Führung ging. Marokko dagegen kam auswärts bei Sao Tome und Principe zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg.

Packend wird nun das nächste Gruppenspiel, in diesem stehen sich die beiden führenden Mannschaften im März gegenüber.

In der Gruppe D führt Uganda mit sechs Punkten vor Botswana und Burkina Faso, die beide drei Punkte aufweisen. Enger ist es zudem in der Gruppe E, dort liegen die Republik Kongo und Sambia mit je vier Punkten vor Kenia und Guinea-Bissau (je ein Punkt).

Kap Verde Spieler Heldon Ramos, der aktuell für Portugals Rio Ave antritt (Bild: Wikipedia/Roi González Villa).
Kap Verde Spieler Heldon Ramos, der aktuell für Portugals Rio Ave antritt (Bild: Wikipedia/Roi González Villa).

Liberia schockt Tunesien

In der Gruppe A in der Qualifikation für den Africa Cup 2017 in Gabun ist Tunesien ins Stocken geraten: Nach dem 8:1-Sieg in der ersten Runde über Dschibuti unterliegen die Nordafrikaner auswärts Liberia. Dank der besseren Direktbegegnung liegt nun Liberia auf dem zweiten Rang hinter Togo.

Stärke zeigte Madagaskar, die Nummer 45 (von 52) der Setzliste trotzte Angola (Nummer 18) ein 0:0-Unentschieden ab. Davon profitieren konnte Gruppenfavorit DR Kongo jedoch nicht: Mit einer 0:2-Auswärtsniederlage in der Zentralafrikanischen Republik bleiben die vier Mannschaften der Gruppe B innerhalb von drei Punkten: Angola 4 Punkte, DR Kongo und ZAR je 3 und Madagskar 1 Punkt.

Das gleiche Bild – also vier Teams innerhalb von drei Punkten – wird in der Gruppe C gezeichnet: Der noch junge Verband des Südsudan (Platz 50 auf der Setzliste) triumphierte daheim mit 1:0 gegen Äquatorialguinea (Position 17). Äquatorialguinea zeigt dadurch einen Fehlstart, nach zwei Runden kommt das Team, das den letzten Africa Cup ausgetragen hat, auf einen Zähler und Rang vier. Benin und Mali dagegen teilten sich die Punkte.

Liberias Sekou Oliseh, hier Dress von ZSKA Moskau (Bild: Wikipedia/Amarhgil).
Liberias Sekou Oliseh, hier Dress von ZSKA Moskau (Bild: Wikipedia/Amarhgil).