Das Dach Afrikas: Der Kilimandscharo

Der Kilimandscharo (im englischen auch Kilimanjaro) ist der höchste Berg des afrikanischen Kontinents. Viele verstehen unter dem Namen den höchsten Punkt, also den Berggipfel. Dies jedoch ist nicht ganz richtig: Der höchste Gipfel, mit 5895 Metern, heisst Kibo; auch Uhuru Peak genannt.

Unter Kilimandscharo wird eigentlich das ganze Bergmassiv verstanden, welches mehrere Gipfel hat. Das Gebirge besteht vor allem aus drei erloschenen Vulkanen. Etwa zehn Kilometer östlich des Kibo steht der Mawenzi (5148 Meter) und im Westen findet sich nach rund 15 Kilometern der Shira mit 3962 Metern.

Das Massiv liegt ganz im Norden von Tansania, nahe an der Grenze zum Nachbarstaat Kenia.

Rund 70 Kilometer südwestlich ragt ein weiterer, hoher Berg in der Landschaft, mit 4562 findet sich dort der Mount Meru.

Im Kilimandscharo findet sich einer der drei Gletscher-Gebiete Afrikas, dies neben dem Ruwenzori-Gebirge und dem Mount-Kenya-Massiv.

Der Kilimandscharo (Bild: Wikipedia/Kyle Taylor).

Victoriafälle sind noch aus 30 Kilometern zu sehen

Die Victoriafälle (im englischen Victoria Falls) sind ein Wasserfall, der gleich in zwei Ländern beheimatet ist, in Sambia und Simbabwe. Der erste Europäer, der die Fälle gesehen hat, ist der Pastor David Livingstone aus Schottland, der 1855 vor Ort war.

Die Fälle des Sambesi-Flusses werfen einen Sprühnebel auf, der bis zu 300 Meter in die Höhe geht und der noch aus einer Entfernung von 30 Kilometern zu sehen ist. In der Nähe findet sich ein Regenwald, der dank der Nebel-Feuchtigkeit des Falls wächst.

Der Wasserfall ist mehr als 1700 Meter breit. Dies ergibt sich daraus, dass der Fluss in eine Schlucht fällt, die eigentlich entlang des Flusslaufes liegt. Die Fallhöhe ist rund 110 Meter hoch, während die Breite der Schlucht sogar nur 50 Meter misst.

Der Sambesi-Fluss ist mit 2574 Kilometern Länge der viertlängste Fluss von Afrika, nach dem Nil, dem Kongo und dem Niger. Der Sambesi-Fluss mündet in den indischen Ozean. Die Quelle liegt an der Grenze zwischen Sambia, Kongo und Angola.

Die Viktoria-Fälle (Bild: Wikipedia/Kounosu).

Südafrikas Blickfang: Der Tafelberg

Der Tafelberg oder im englischen Table Mountain genannte Berg prägt das Bild der südafrikanischen Stadt Kapstadt (auch Cape Town). Er bildet eine Bergkette auf der Kap-Halbinsel. Der höchste Ort dieses Plateaus-Felsens ist 1087 Meter, was besonders markant wirkt, da dieser Berg im Westen der Stadt ausgesprochen Nahe am Meer liegt, dem Atlantischen Ozean.

Die Erhebung besteht zu grossen Teilen aus Sandstein. Gleich mehrere Stellen des Berges sind prominent: Etwa der Devil’s Peak (1002 Meter), der Lions Head (668 Meter) oder die Zwölf Apostel (diese Bergteile sind zwischen 780 und 800 Meter hoch).

Der Berg blickt zudem auf eine üppige Artenvielfalt, die teilweise nur an dieser Stelle zu entdecken ist. 1400 verschiedene Pflanzen sind registriert, mehr als in ganz England.

Der Tafelberg in Südafrika (Bild: Wikipedia/Pavel Špindler).

Perle in Uganda: Der weisse Nil

Der Weisse Nil (im Bild ist eine Landschaft in Uganda zu sehen) ist gemeinsam mit dem Blauen Nil einer der beiden Hauptflüsse des Nils. Diese beiden Ströme treffen sich in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Der weisse Nil quellt in den Bergen von Burundi und Ruanda und fliesst dann via Tansania und Uganda durch den Südsudan, ehe es im nördlichen Nachbar Sudan zum Zusammenfluss kommt.

Das Einzugsgebiet des Weissen Nil ist deutlich grösser als jenes des Blauen Nil. Zudem ist er 3800 Kilometer lang, was mehr als doppelt so lang ist wie der Blaue Nil, jedoch bringt er weniger Wasser mit.

Der Weisse Nil ist selbst ein Zusammenfluss des Kagera, dem wichtigsten Zufluss des Victoriasees; der selbst wieder von zwei Zuflüssen gespeisst wird sowie aus weiteren Quellflüssen dieses Sees.

Heute wird darüber diskutiert, ob der Nil der längste Fluss der Welt ist oder nicht. Er ist rund 7000 Kilometer lang, wenn auch durch den Viktoriasee unterbrochen. Er ist ähnlich lang wie der Amazonas, je nachdem wie die Zuflüsse gezählt werden ist der eine oder der andere Fluss etwas länger. Er ist zudem der weltweit einzige Fluss, der mit der Sahara einen der beiden subtropischen Trockengürtel vollständig durchquert.

Der weisse Nil (Bild: Wikipedia/Rod Waddington).

Batian – der zweithöchste Berg Afrikas

Der Batian gehört zum Gebirge Mount Kenya. Mit 5199 Metern ist er nach dem Kibo (der höchsten Erhebung des Gebirges Kilimandscharo) ist er die zweithöchste Erhebung Afrikas. Er findet sich in der Nähe der kenianischen Hauptstadt Nairobis; er ist weniger als 150 Kilometer von dieser Metropole entfernt.

Im Gebirge finden sich unter anderem Gewässer, wie etwa ein Bergsee oder ein kleiner Wasserfall sowie der Krapf-Gletscher. Neben der Batian-Spitze kommt eine zweite Erhebung auf fast die gleiche Höhe: Der Nelion ist mit 5189 Metern nur zehn Meter weniger hoch als der höchste Gipfel des Kenia-Berg-Massivs. Mit dem Lenana (4985 Meter) und dem Pigott (4958 Meter) stehen gleich noch zwei weitere Berge nahe der 5000er-Marke. Dazu kommen in diesem Gebirge noch fünf weitere Berge, die höher als 4000 Meter sind.

Bis auf eine Höhe von 3000 Meter führen mehrere Strassen. In dieser Gegend findet sich eine üppige, afroalpine Flora mit vielen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten.

Das Batian-Bergmassiv (Bild: Wikipedia/Christian Gawron).
Der Berg Batian (Bild: Wikipedia/Gilbertlangat).

Kalahari – die malerische Savanne in Botswana und Nambibia

Die Kalahari-Savanne misst nicht weniger als eine Million Quadratkilometer. Wegen ihrem Klima und dem reichhaltigen Sandvorkommen wird oft auch von einer Wüste gesprochen. Generell gilt sie aber als Dornbuschsteppe bezeichnet sowie als Trockensavanne, die viel charakteristischen, roten Sand beheimatet.

Sie reicht bis nach Südafrika und macht einen erheblichen Teil des Staats Botswana aus sowie ebenfalls einen erklecklichen Teil von Nambibia.

Das Kalahari-Gebiet liegt auf einer Höhe von 800 bis 1200 Kilometern. Ein grosser Teil davon ist Naturschutzgebiet, welches sich vorzüglich zur Tierbeobachtung eignet. Je nach Gegend beträgt die jährliche Niederschlagsmenge 150 mm, andernorts beträgt sie bis zu 500 mm. Neben vielen Gräsern wachsen unter anderem Akazien in der Gegend.

Die verschiedenen Pflanzen, die hier wachsen, dienen auch der Befestigung der verschiedenen Dünen.

Blick in die Kalahari-Steppe (Bild: Wikipedia/Elmar Thiel).
Impression aus der Kalahari in Namibia (Bild: Wikipedia/Hp. Baumeler).

Kunene – der malerische Fluss aus Angola

Der Fluss Kunene entspringt in Angola, im Hochland von Bié in einer Höhe von 1800 Metern. Die ersten 300 Kilometern führen durch etliche Schluchten und Stromschnellen. Anschliessend fliesst er durch die prominente Kalahari-Dornstrauchsavanne.

Später bildet er die Grenze zwischen Angola und Nambia, ehe er nach insgesamt 1207 Kilometern in den Südatlantik fliesst.

Zweimal sorgt der Fluss für «Spektakel». Bekannt sind insbesondere die Ruacana-Wasserfälle sowie die Epupa-Fälle. Zudem wird das Wasser verschiedentlich genutzt. Der Fluss ist vor Ruacana gestaut und anderenorts wird mit einer Pipeline die Wasserversorgung einer nördlichen Region von Namibia verbessert.

Der Kunene-Fluss (Bild: Wikipedia/Pavel Špindler).

Der biblische Berg Sinai

Der in der Bibel vorkommende Berg Sinai wird gerne auch Moses-Berg genannt. Dies weil der biblische Patriarch auf dem 2285 Meter Hohen Berg auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel die Zehn Gebote von Gott erhalten hat.

Am Fuss des Berges liegt – als beliebtes Touristenziel – das Katharinenkloster. Um den Gipfel zu erreichen müssen unter anderem bis zu 4000 Treppenstufen überwunden werden. Etliche der Besucher gehen bereits früh los, um den Sonnenaufgang auf dem Berg zu erleben.

Der Berg liegt im Süden der Sinai-Halbinsel, die mit einer Fläche von 61’000 Quadratkilometern rund eineinhalb mal so gross ist wie die Schweiz. Sie grenzt an Israel an und liegt unter anderem Entlang dem Suezkanal. In ihrem Süden beginnt das Rote Meer, daneben wird sie flankiert vom Golf von Aqaba sowie dem Golf von Sues.

Ungefähr 1,3 Millionen Menschen leben auf einer der bekanntesten afrikanischen Halbinseln.

Das Gebirge Sinai (Bild: Wikipedia/Adergham 2017).
Erste Sonnenstrahlen im Gebirge Sinai (Bild: Wikipedia/Morhaf Kamal Aljanee).

Weisse Wüste in Ägypten

Bekannt ist die «Weisse Wüste» insbesondere wegen ihren Kalksteinfelsen, welche die Gegend zu einem Park natürlicher Skulpturen machen. Das Gebiet erstreckt sich über etwas mehr als zehn mal zehn Quadratkilometer und ist in den vergangenen Jahren stösst diese afrikanische Landschaft zusehends auf das Interesse von Touristen gestossen.

Kurz nach der Jahrtausend-Wende wurde die Gegend zum Nationalpark ernannt. Die Weisse Wüste lieg zwischen den beiden Oasen Bahariyya und Farafra. Sie ist zudem Teil der libyschen Wüste, die in Ägypten, Libyen und dem Sudan anzutreffen ist. Sie ist Teil der östlichen Sahara, welche insgesamt mit 8,7 Millionen Quadrat-Kilometern die grösste Sandwüste der Welt ist und annähernd viermal so gross wie die nächstgrösste Wüste Gobi in Asien (2,3 Millionen Quadrat-Kilometer).

Blick in die Weisse Wüste (Bild: Wikipedia/Silviapef).
Kalksteingebilde in der Weissen Wüste (Wikipedia/L-BBE).

Wallyscar – das Auto aus Tunesien

Mit «Wallyscar» mit Sitz in Tunis, der Hauptstadt von Tunesien, verfügt dieses nordafrikanische Land über einen Automobil-Hersteller. Gegründet wurde diese Marke vor etwas mehr als zehn Jahren, anno 2006 von Zied Guiga.

Bereits ein Jahr später produzierte Wallys die ersten Wagen und schon ab 2008 stellte die Marke auf der Fahrzeug-Messe «Mondial de l’Automobile» in Paris aus.

Inzwischen verfügt der Wagen-Produzent über zwei verschiedene Fahrzeuge. Der Geländewagen «Izis», der bereits seit etlichen Jahren auf dem Markt ist (seit Oktober 2008) sowie inzwischen auch das Model «Iris». Der Antrieb geschieht durch Peugeot-Motoren, der Hersteller aus Tunesien arbeitet mit dem französischen Werk zusammen.

 

Gegenwärtig werden rund 600 Autos pro Jahr hergestellt, diese werden neben dem einheimischen Markt auch in Frankreich, Katar, Marokko, Panama und Spanien abgesetzt.

Wally Cars – das Auto aus Tunesien (Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Wallys Automobiles).