Gastgeber Kamerun im Viertelfinale – DR Kongo und Republik Kongo beide weiter

Gastgeber Kamerun ist in der Afrikanischen Nationenmeisterschaft (auch African Nations Championship) weiterhin auf Kurs. Nach dem 0:0-Unentschieden gegen Burkina Faso belegen die «Lions indomptables» den zweiten Rang hinter Gruppensieger Mali – beide Mannschaften ziehen damit ins Viertelfinale ein.

Ebenso die DR Kongo sowie die Republik Kongo in Gruppe B und Marokko (5:2-Sieg über Uganda) und Ruanda (3:2-Erfolg über Togo) in der Gruppe C. Noch offen ist, wer aus der Gruppe D das Rennen macht, Guinea, Sambia und Tansania haben noch Möglichkeiten, einzig Namibia ist bereits aus dem Rennen gefallen.

Somit stehen die beiden ersten Viertelfinal-Paarungen für den 30. Januar fest: Kamerun trifft auf die DR Kongo und Mali duelliert sich mit der Republik Kongo.

Bislang wurden am Turnier 30 Tore erzielt, vier Torschützen trafen bislang doppelt: Salomon Charles Banga (Kamerun), Mossi Issa Moussa (Niger), Masasi Obenza (DR Kongo) und Yakhouba Gnagna Barry (Guinea).

Bei der Afrikanischen Nationenmeisterschaft werden einzig Sportler eingesetzt, die in ihrer heimischen Liga engagiert sind. Ein kamerunischer Spieler ist beispielsweise nur dann für die kamerunische Nationalmannschaft spielberechtigt, wenn er für einen kamerunischen Verein spielt.

Das Japoma-Stadion in Douala (Bild: Wikipedia/Kondah).

Kamerun trägt erstes Gross-Turnier seit Corona-Ausbruch aus

In Kamerun geht nach der Verschiebung wegen Corona vom April 2020 jetzt die sechste Austragung der Afrikanischen Nationenmeisterschaft über die Bühne. Das Turnier beginnt am 16. Januar und dauert bis 7. Februar 2021. Zur Eröffnung duelliert sich Gastgeber Kamerun um 18 Uhr mit Simbabwe.

Anders als beim Afrika Cup spielen bei der Afrikanischen Nationenmeisterschaft (auch African Nations Championship) nur Spieler in den teilnehmenden Nationalmannschaften, die in ihrer heimischen Liga engagiert sind. Ein kamerunischer Spieler ist beispielsweise nur dann für die kamerunische Nationalmannschaft spielberechtigt, wenn er für einen kamerunischen Verein spielt.

Titelverteidiger ist Marokko, zuvor siegten die DR Kongo zweimal und je ein Titel ging ausserdem an Tunesien und Libyen. Gastgeber Kamerun konnte bisher noch an keinem der Turniere in die Top-4 vorstossen.

Insgesamt 16 Mannschaften kämpfen um den Titel. Gespielt wird in der Hauptstadt Yaounde, Douala und Limbe.

Das Stade Ahmadou Ahidjo in Yaounde, Kamerun (Bild: Wikipedia/Bdx).

African Nations Championship: Togo ringt Nigeria 4:1 nieder

Nigeria vor dem Aus: Togo gewinnt bei der Qualifikation zur African Nations Championship, der Afrikanischen Nationenmeisterschaft gleich mit 4:1 Toren gegen Nigeria. Ein schwerer Schlag, denn noch bei der Austragung 2018 erreichte Nigeria das Finale und verlor dieses zuletzt gegen Marokko.

Algerien oder Marokko eine dieser beiden Mannschaften wird die Endrunde des Turniers nicht erreichen. Das Hinspiel zwischen Algerien und Marokko endet 0:0, während sich Tunesien mit 1:0 gegen Libyen durchsetzt.

Eine gute Ausgangslage erarbeitete sich Senegal, die Westafrikaner siegten mit 1:0 gegen die Auswahl aus Guinea. Ebenfalls in Rücklange sind die Elfenbeinküste (0:2 gegen Niger) und Ghana (0:1 gegen Burkina Faso). Mit einem Bein an der Endrunde ist dagegen die DR Kongo nach dem 2:0 Erfolg über die Zentralafrikanische Republik. In der Zentral-Ost-Qualifikationsgruppe siegten gleich alle drei Auswärtsteams: Uganda 3:0 bei Burundi, Ruanda 1:0 in Äthiopien und Sudan 1:0 in Tansania (die Treffer für Ruanda und Sudan fielen zudem beide in der 61. Minute). Ebenfalls auf dem Sprung an die Endrunde sind Sambia (1:0 gegen Eswatini), Madagaskar (1:0 gegen Namibia) und Simbabwe (3:1 gegen Lesotho).

Die African Nations Championship werden einzig mit Spielern aus dem eigenen Land die auch in der heimischen Liga spielen, ausgetragen. Leader in der Torjäger-Wertung ist Patrick Kaddu (Uganda) mit vier Toren vor Moussa Koné (Mali) und Prince Dube (Simbabwe) mit je drei Treffern.

Daniel Gerber

Nationalteam von Togo (Bild: wikipedia/The weaver).

Saturnin Allagbé trägt Benin gegen Marokko ins Viertelfinale

Saturnin Allagbé leistet tüchtige Arbeit im Tor von Benin. Es ist der Kampf David gegen Goliath: Laut transfermarkt.de beträgt der Kaderwert von Marokko 176,3 Millionen Euro. Jener von Benin 17,65 Millionen, also rund zehnmal weniger.  Entsprechend deutlich sind die Verhältnisse auf dem Platz: 22:7 Schüsse für Marokko (davon 7:4 auf das Tor). Der Ballbesitz beträgt 67:33 Prozent und in der Verlängerung kassiert Benin eine rote Karte.

Doch Saturnin Allagbé trägt seine Mannschaft ins Penaltyschiessen. Dort liegt sein Team 3:1 vorne, als Youssef En-Nesyri anläuft. Doch er bringt seinen Versuch nicht am Keeper aus Benin vorbei: Dieser hechtet in die richtige Richtung und lenkt den Ball an die Latte. Dann trifft Mama Seibou zum 4:1 im Penaltyschiessen zum Sieg.

Saturnin Allagbé leistet damit in seinem zwölften Länderspiel äusserst wertvolle Arbeit für sein Heimatland. Auf Club-Ebene ist er in Frankreich aktiv. Der 25-Jährige Torwart hütet das Gehäuse des FC Niort in der Ligue 2. Bereits seit fünf Jahren ist er in diesem Team unter Vertrag. Kürzlich verlängerte er bis 2022. In 98 Einsätzen in der zweithöchsten französischen Liga spielte er 31mal zu Null.

Benin Logo Nationalteam (Bild: Wikipedia).

André Onana – der König der Unbezwungenen

Am Afrika-Cup gehört André Onana zu den «zu-Null-Helden»: Auch nach 180 Spielminuten ist der Kamerun-Keeper noch ungeschlagen. Keine Selbstverständlichkeit: Immerhin hiessen die bisherigen Gegner Ghana (0:0) und Guinea-Bissau (2:0). Damit ist seine Mannschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für das Viertelfinale qualifiziert.

Neben André Onana mit Kamerun sind nur noch Ägypten (mit Mohamed El Shenawy), Algerien (mit Rais M’Bolhi) und Marokko (mit Bono) ohne Gegentreffer; also nur noch vier von 24 Equipen haben eine reine Weste. Dass an diesem Spieltag gleich alle drei Matches 0:0 endeten, dürfte an sämtlichen Länderspiel-Endrunden ein Novum darstellen.

Auch auf Clubebene zählt der 35-Millionen-Goalie (er ist damit in der Top-Ten der wertvollsten Spieler und mit Abstand der wertvollste Torhüter des diesjährigen Afrika-Cup) gehört André Onana zu den absoluten Überfliegern: Als Schlussmann von Ajax Amsterdam ist der 23-Torwart heuer zweiter in der niederländischen Meisterschaft geworden und in der Champions League bis ins Halbfinale vorgestossen, nachdem zunächst Real Madrid und später Juventus Turin aus dem Wettbewerb geworfen wurde. Er ist nicht nur ein grosses Versprechen für die Zukunft, sondern auch für das gegenwärtig laufende Turnier.

André Onana (Bild: Wikipedia/Femke Kruize).

Afrika-Cup-Favoriten solide: Ägypten und Nigeria schon für Achtelfinale qualifiziert

Ägypten und Nigeria sind vorzeitig für die Achtelfinals qualifiziert und auch die weiteren Favoriten zeigen solide Leistungen.

Gastgeber Ägypten reihte an den 1:0-Erfolg über das Team aus Simbabwe nun am zweiten Spieltag einen 2:0-Erfolg über DR Kongo, das zweite Tor lieferte Mohamed Salah, der Liverpool-Stürmer ist der Fussballer, dem der höchste Marktwert des Turniers (150 Millionen Euro) beigemessen wird. Damit haben die Pharaonen das Achtelfinal-Ticket gelöst, in der Direktbegegnung vom Sonntag mit Uganda geht es «nur» noch um den Gruppensieg. Mit je einem 1:0-Triumph über Burundi und Madagaskar steht auch Nigeria bereits als Achtelfinal-Teilnehmer fest.

Auch weitere Favoriten gaben sich zum Start keine Blösse: Senegal (der Teilnehmer mit dem wertvollsten Kader aber noch ohne Titel am Afrika Cup) und Algerien gewannen ihre Startduelle jeweils mit 2:0: Senegal triumphierte mit diesem Ergebnis über Tansania und Algerien über Kenia.

Ebenso reihten sich die Elfenbeinküste (1:0 über Südafrika), Marokko (1:0 über Namibia) und Kamerun (2:0 über Guinea-Bissau) unter die Sieger ein.

Letztlich «stolperten» nur Tunesien aus dem Lostopf 1 beim 1:1-Unentschieden gegen Angola aus dem vierten Lostopf sowie Ghana beim 2:2 gegen Benin – eine echte Pleite eines Turnier-Favoriten ist bislang ausgeblieben. Einzig die DR Kongo, eine der Top-Mannschaften aus dem zweiten Lostopf, könnte sich – ohne zu den grossen Favoriten zu gehören – frühzeitig aus dem Turnier verabschieden, dies nach den beiden Niederlagen gegen Ägypten und Uganda.

Daniel Gerber

Senegalesische Fans (Wikipedia/kyselak).

Afrikas WM Teilnehmer 2018 im Check – Teil 5: Marokko mit Nachbarduellen gegen Spanien und Portugal

Marokko ist von den 32 Nationen, die an der WM starten, das Team, das zum Zeitpunkt der Gruppenzuteilung am fünftschlechtesten in der Weltrangliste klassiert war. Entsprechend starke Gegner stehen dem Teams aus Nordafrika gegenüber – im Grunde sind zwei davon sogar Nachbarn wenn auch auf europäischem Boden: Spanien und Portugal. Der vierte in dieser WM-Gruppe ist der Iran. Captain Medhi Benatia ist in Europa bestens bekannt, er spielt in der Innenverteidigung bei Juventus Turin und Amine Harit – erst 20 Jahre alt aber bereits mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro unterwegs – spielt bei Schalke 04 in der Bundesliga.

Marokko startet bereits zum fünften Mal an einer Fussball-Weltmeisterschaft. Das bisher beste Ergebnis gelang der Mannschaft im Jahr 1986, als die Mannschaft bis ins Achtelfinale vorstiess und dort an Deutschland scheiterte, gewertet wurde die Equipe auf Rang elf. Die letzte Teilnahme liegt zwanzig Jahre zurück, 1998 startete das Team in Frankreich und schied in der Vorrunde aus (Rang 18).

 

Der Star: Medhi Benatia

Der Teuerste:  Amine Harit (Geschätzter Marktwert: 25 Millionen Euro).

Gesamter Marktwert: Rund 120 Millionen Euro.

Besonderes: g.

Bisher an der WM: Vier Teilnahmen, beste Platzierung: Rang 11 im Jahr 1986.

FIFA Ranking: 42. Beste Klassierung: 13 (im Jahr 1998). Durchschnittliche Klassierung: 45.

Eine frühere Begegnung zwischen Marokko und Gabun (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Schmucker Berliet-Truck in Marokko

Dieser schmucke Berliet-Truck fährt auf dem Bild in den Atlas-Bergen in Marokko. Die Lastwagen der französischen Marke Berliet wurden lange gebaut: Das erste Fahrzeug der Marke wurde von Marius Berliet im Jahr 1895 fertig gestellt. Kurz nach der Jahrtausendwende baute er Produktionsstätten auf und im Laufe der Zeit wurden verschiedene Autos und Lastwagen hergestellt.

1967 wurde die Marke an Citroen verkauft.

Der höchste Gipfel des marokkanischen Atlas-Gebirges (das sich auch durch Algerien bis nach Tunesien zieht) ist der Toubkal, dessen Gipfel 4167 Meter erreicht.

Der 36-Millionen-Stadt Marokko blickt auf ein Strassennetz von 62’000 Kilometern, davon ist rund die Hälfte asphaltiert.

Ein Berliet-Truck in Marokko (Bild: Wikipedia/Calflier001).

Laraki aus Marokko

Die Autos von Laraki Automobiles mit Sitz in Casablanca, Marokko, sorgten für grosses Aufsehen. Insbesondere der Sportwagen Epidome, der auch im Bild zu sehen ist aber auch das erste Fahrzeug des Herstellers, der Fulgura. Dieser sorgte bei internationalen Auto Shows für erstaunte Blicke.

Angetrieben wurde der Wagen von einem Lamborghini-Motor aber auch eine Version mit einem Mercedes-Aggregat ist bekannt.

Gegründet worden war Laraki im Jahr 1999, der besagte erste Prototyp wurde drei Jahre später der Weltöffentlichkeit präsentiert. Und ein Jahr später wurde das Model Borac vorgestellt. 2013 wurde schliesslich das Modell Epidome präsentiert.

Die Marke aufgebaut hatte der Unternehmer und Designer Abdesslam Laraki, der ab dem Jahr 1973 Autos in Marokko importierte und dadurch zu Wohlstand gelangte. Der Hersteller ist mittlerweile nicht mehr aktiv.

Der Laraki-Epitome (Bild: Wikipedia/Elyes Azt).

Marokko baut Fiat und Renault

Schon seit 1962 werden im nordafrikanischen Marokko Autos hergestellt, durch die 1959 gegründete SOMACA, was für «Société Marocaine de Construction Automobile S.A.» steht. Vorerst wurde für die Marken Fiat und Simca produziert. Unter anderem wurden der Fiat 600, 1500 und 2300 montiert aber auch der Simca 1000, Ariane und Arondo.

Nur vier Jahre später wurde ein Vertrag mit Renault abgeschlossen und bald wurden der Renault 4, 8 und 16 in Marokko hergestellt. Und ab 1969 erfolgte auch die Produktion des Austin Mini.

Später kam der Fiat Uno dazu und viele weitere Typen und Modelle wie etwa der Dacia Logan.

Kurz nach der Jahrtausend-Wende wurde das 200’000ste Fahrzeug durch die SOMACA fertig gestellt, darunter mehr als 20’000 Fiat Uno.

Schon seit langem baut Marokko Renault und Fiat (Bild: Wikipedia/Xabi Rome-Hérault).