Kamerun wahrt Halbfinal-Chance

Durch das 1:1-Unentschieden gegen Australien wahrt Kamerun die Halbfinal-Chance beim Konföderationen-Pokal in Russland, auch wenn diese minim sind. Der bei Olympique Marseille engagierte Zambo Anguissa hatte den afrikanischen Vertreter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung geschossen, ehe Aussie-Captain Mark Milligan der Ausgleich vom Elfmeterpunkt aus gelang.

Kamerun kann sich aus eigener Kraft für das Halbfinale qualifizieren, dazu wäre jedoch am Sonntag ein Sieg des Africa-Cup-Siegers über Weltmeister Deutschland nötig.

Kamerun stand bereits beim Confed-Cup 2003 gegen Frankreich im Finale, musste sich aber nach dem «Golden-Goal» geschlagen geben – es war die bislang einzige Teilnahme eines afrikanischen Landes an einem Endspiel dieses Wettbewerbs.

Die Otkrytiye Arena (auch Spartak Stadium) in St. Petersburg (Bild: Wikipedia/Brateevsky).

Kamerun bezwingt Marokko – Knowledge Musona mit Hattrick

Kamerun beheimatet 2019 den Afrika Cup und ist als Gastgeber somit gesetzt – in der Gruppe B spielt die Nation somit ausser Konkurrenz, anders als Marokko, Malawi und die Komoren. Dennoch setzt sich Kamerun daheim gegen Marokko durch.

Senegal gewinnt in der Gruppe A gegen Äquatorialguinea mit 3:0-Toren Moussa Sow ist gleich zweimal erfolgreiche, in der 1. und in der 73. Minute.

In der Gruppe E erleidet Nigeria zum Start einen herben Rückschlag: Die Super Eagles verlieren daheim gegen Südafrika durch zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit von Tokelo Rantie und Percy Tau.

Für Ghana eröffnet Asamoah Gyan das Skore gegen Äthiopien bereits in der 10. Minute, zuletzt gewinnt Ghana mit 5:0 und setzt sich damit an die Spitze des Klassements in der Gruppe F.

In der Gruppe J setzte sich Tunesien im Nordafrika-Duell mit 1:0 gegen Ägypten durch.

Insgesamt blieben die grossen Überraschungen aus.

Torschützenleader ist Simbabwes Knowledge Musona mit einem Hattrick und nicht weniger als neun Spieler überzeugten mit einem Doppelpack, darunter Seydou Doumbia (FC Basel), Cedric Bakambu (DR Kongo / Villareal) und Moussa Sow (Senegal / Fenerbace).

Moussa Sow (Bild: Wikipedia/Ultraslansi).

Grosser Bahnhof für Kameruns Helden

Kameruns Präsident bereitet der Nationalmannschaft einen grossen Empfang. In einer Parade fuhren jeweils zwei Fussballer in einem Jeep fuhr der jubelnden Menge vor. In einer Ansprache bekundete der Staatschef seine Freude und zitierte einen kamerunischen Spasssong: «Wie man bei uns sagt: „Senegal est dans la sauce. Ghana est dans la sauce. Egypte est dans la Sauce“.»

Nach Torhüter Fabrice Ondoa, der während dem ganzen Turnier nur drei Gegentore einstecken musste, und der im Penaltyschiessen gegen Senegal einen Elfmeter hielt, wurde in seiner Heimatgegend sogar eine Strasse benannt.

Eine frühere Auswahl Kameruns (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Kamerun holt fünften Titel

Nicht zum ersten Mal an diesem Turnier siegte Kamerun nach einem 0:1-Rückstand. Bereits im zweiten Gruppenspiel gegen Guinea-Bissau wendeten die «unzähmbaren Löwen» ein solches Hintertreffen in einen Triumph.

Im Finale gegen Ägypten lag die Mannschaft nun im Finale erneut nach der ersten Halbzeit hinten. Mohamed Elneny hatte in der 22. Minute für die Pharaonen getroffen. Dann aber liess Nicolas Nkoulou das Stadion in Libreville beben (in Gabun leben viele Kameruner): Er glich in der 59. Minute aus. Und als sich wohl schon viele auf die Verlängerung eingestellt hatten, schoss Vincent Aboubakar Kamerun in der 88. Minute zum fünften Africa-Cup-Titel.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Ägypten im gesamten Turnier erst ein Gegentor kassiert und Kamerun nur zwei. Sprich, die beiden Teams hatten – zusammengerechnet – in den zehn vorangegangenen Matches (je fünf Spiele) nur total drei Gegentreffer einkassiert. Gleich viele wie nun insgesamt im Finale.

Somit kann das Team von Hugo Broos 2019 als Titelverteidiger zur Endrunde im eigenen Land starten, diese wird

Zum wertvollsten Spieler des Turniers wurde der Kameruner Christian Bassogog gewählt.

Kameruns Nicolas N’Koulou (Bild: Wikipedia/VINSPROD10).

Kamerun ist wieder da

In den letzten Jahren wurde Kamerun hart kritisiert, weil das Team nicht mehr an die ganz grossen Erfolge von früher anknüpfen konnte. Nun qualifiziert sich der vierfache Afrika-Cup-Sieger in der Gruppe A für die Viertelfinals.

Dies ist nicht selbstverständlich: In den letzten Jahren zeigten die Gastgeber nicht selten eine überdurchschnittliche Performance. Dennoch trotzte Kamerun im dritten Spiel Gabun, welches einen Sieg benötigte, um ins Viertelfinale einzuziehen. Gemeinsam mit Burkina-Faso konnte das Team von Trainer Hugo Broos fünf Punkte sammeln, einzig wegen des um ein Tor schlechteren Torverhältnis rangieren die «unzähmbaren Löwen» auf dem zweiten Rang.

Im Viertelfinale trifft Kamerun nun auf Senegal. Gruppensieger Burkina-Faso begegnet im Viertelfinale Tunesien, Algerien oder Simbabwe.

Eine frühere Auswahl Kameruns (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Teilnehmer 2017 im Check – Teil 4: Kamerun will raus aus Allzeittief

Nie war Kamerun in der Weltrangliste schlechter klassiert als jetzt, mit Position 65. Nur anno 2012 war das westafrikanische Land mit Rang 61 ähnlich weit hinten, ansonsten blicken die «Lions Indomptables» («Die unzähmbaren Löwen») auf eine erfolgreiche Vergangenheit, was sich auch in der Weltrangliste niederschlägt, mit zweimal einer elften Klassierung (2006 und 2009). Zeit also für den vierfachen Titelträger, die Vorrunde am Turnier zu überstehen um danach zu glänzen. Qualifiziert hat sich Kamerun mit vier Siegen und zwei Unentschieden (= 14 Punkte) gegen Mauretanien (8 Punkte), Südafrika (7 Punkte) und Gambia (2 Punkte).

 

Der Star: Eric Maxim Choupo-Moting (Er blickt sogar auf den (noch) besseren Torschnitt als Vincent Aboubakar).

Der Teuerste: Vincent Aboubakar (Geschätzter Marktwert: 10,5 Millionen Euro).

Besonderes: Rekordspieler des Afrika-Cups ist ein Kameruner: Rigobert Song bestritt 36 Matches an acht Turnieren.

Bisher am Afrika Cup: Mit vier gewonnenen Titeln ist Kamerun gemeinsam mit Ghana die zweiterfolgreichste Mannschaft hinter Ägypten (sieben Titel).

FIFA Ranking: 65. Beste Klassierung: 11 (im Jahr 2006 sowie 2009). Durchschnittliche Klassierung: 35.

Eric Maxim Choupo-Moting (Bild: Wikipedia/Daniel Kraski).

An Euro 2016: Afrika 37 Mal vertreten

Nicht weniger als 37 Mal ist der afrikanische Kontinent an der Fussball-EM in Frankreich vertreten. Das entspricht rund eineinhalb kompletten Kadern, die an der Europa-Meisterschaft jeweils 23 Mann umfassen.

«Africup.net» hat die Teams durchforstet, anbei der Überblick, in Klammer jeweils die Nation, in welcher der Athlet neben seinen europäischen Wurzeln welche in Afrika besitzt. Besonders in den Teams von Belgien, Deutschland, Frankreich, Portugal und der Schweiz sind viele Fussballer vertreten, die auch in Afrika verwurzelt sind.

Albanien: 0

Belgien: 9 Michy Batshuayi (Sturm, DR Kongo), Christian Benteke (Sturm, DR Kongo), Mousa Dembele (Mitte / Mali) Jason Denayer (Abwehr / DR Kongo), Mourane Fellaini (Mitte / Marokko), Christian Kabasele (Abwehr / DR Kongo), Jordan Lukaku (Abwehr links / DR Kongo), Romelu Lukaku (Sturm / DR Kongo), Divock Origi (Sturm / Kenia).

Deutschland: 4 Jerome Boateng (Abwehr / Ghana), Shkodran Mustafi (Abwehr / Marokko), Leroy Sané (Mitte rechts / Senegal), Jonathan Tah (Abwehr / Elfenbeinküste)

England: 1 Dele Alli (Mitte / Nigeria)

Frankreich: 10 Patrice Evra (Abwehr Links / Kamerun), N’Golo Kanté (Mitte / Mali), Steve Mandanda (Tor / DR Kongo), Eliaquim Mangala (Abwehr / DR Kongo), Blaise Matiudi (Mitte / Angola), Paul Pogba (Mitte / Guinea), Adil Rami (Abwehr / Marokko), Bacary Sagna (Abwehr Rechts / Senegal), Moussa Sissoko (Mitte / Mali), Samuel Umtiti (Abwehr / Kamerun)

Irland: 0

Island: 0

Italien: 2 Angelo Ogbonna (Abwehr / Nigeria), Stephan El-Shaarawy (Mitte links / Ägypten)

Kroatien: 0

Nordirland: 0

Österreich: 1 David Alaba (Abwehr / Nigeria)

Polen: 0

Portugal: 5 William Carvalho (Mitte / Angola), Eliseau (Abwehr links / Kap Verde), Nani (Flügel rechts / Kap Verde), Danilo Pereira (Guinea-Bissau), Renato Sanches (Mitte / Kap Verde)

Rumänien: 0

Russland: 0

Schweden: 0

Schweiz: 4 Johan Djourou (Abwehr / Elfenbeinküste), Breel Embolo (Sturm / Kamerun), Francois Moubandje (Abwehr links / Kamerun), Denis Zakaria (Mitte / DR Kongo)

Slowakei: 0

Spanien: 0

Tschechien: 1 Theodor Gebre Selassie (Abwehr rechts / Äthiopien)

Türkei: 0

Ukraine: 0

Ungarn: 0

Wales: 0

37 der 552 Fussballer blicken auf afrikanische Wurzeln, also rund einer von 15. Die DR Kongo und Kamerun sind am stärksten vertreten, Kongo könnte mit neun Mann fast eine eigene Mannschaft stellen.

Vertreten sind nach afrikanischen Ländern:

Ägypten (1), Angola (2), Äthiopien (1), Elfenbeinküste (2), Ghana (1), Guinea (1), Guinea-Bissau (1), Kamerun (4), Kap Verde (3), Kenia (1), DR Kongo (9), Mali (3), Marokko (3), Nigeria (3), Senegal (2)

Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).
Paul Pogba im Dress von Juventus Turin (Bild: Wikipedia/Muhammad Ashiq).

DR Kongo nach 6-Tore-Thriller im Viertelfinale

Die DR Kongo kannte gegen Angola an der Afrikanischen Nationenmeisterschaft kein halten. Bis zur Pause eilte das Team auf einen 3:0-Tore-Vorsprung davon. Und kaum war Gelson der 3:1-Anschluss gelungen, zeigte die Anzeigetafel schon 4:1. Dank einem Eigentor in den Reihen der DR Kongo kam Angola zwar noch auf 4:2 heran, doch am Sieg des Kontrahenten änderte sich nichts mehr. Nachdem Kongo bereits Äthiopien mit 3:0-Treffern überrannt hatte, steht die Mannschaft als Viertelfinalteilnehmer fest.

Im zweiten Spiel der Gruppe B trennten sich Kamerun und Äthiopien mit einem 0:0-Unentschieden. Angola ist somit ausgeschieden, während Kamerun und Äthiopien am letzten Spieltag der Gruppenphase noch um den zweiten Viertelfinal-Platz der Gruppe kämpfen.

Gastgeber Ruanda (oft auch aus dem englischen Rwanda genannt) steht nach zwei von drei Spielen in der Gruppe A als erstes Viertelfinal-Team der African Nations Championships fest. Nach dem Sieg über die Elfenbeinküste am ersten Spieltag folgt nun auch der Triumph über Gabun, jene Mannschaft, die 2017 den Afrika Cup austragen wird.

Bei der African Nations Championships sind nur Spieler spielberechtigt, die in ihrer Heimat spielen.

Kamerun gegen Tunesien in einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Samir Abdelmoumen).
Kamerun gegen Tunesien in einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Samir Abdelmoumen).

Kamerun siegt dank Yazid Atouba

Yazid Atouba schiesst Kamerun beim ersten Auftritt seiner Mannschaft an der Afrikanischen Nationenmeisterschaft zum Sieg. Sein Tor in der 24. Minute reichte, um gegen das ebenfalls als stark einzustufende Team aus Angola mit 1:0 zu bezwingen.

Gleich drei Tore fielen im zweiten Duell der Gruppe B: Die DR Kongo besiegte die Mannschaft aus Äthiopien gleich mit 3:0 Treffern, die Torschützen heissen: Guy Lusadisu, Heritier Luvumbu und Elia Meschak.

Während am ersten Spieltag der African Nations Championships nur ein Tor gefallen war, waren am zweiten Tag somit gleich deren vier zu bestaunen.

Anders als beim Afrika Cup duellieren sich bei diesem Wettbewerb die Länder nur mit den Spielern, die nicht nur aus der eigenen Nation stammen, sondern zum Zeitpunkt des Turniers auch bei einem heimischen Club engagiert sind.

Der Kameruner Yazid Atouba (Bild: Ryan Byrne/Wikipedia/CC BY 2.0).
Der Kameruner Yazid Atouba (Bild: Ryan Byrne/Wikipedia/CC BY 2.0).

Auch Kamerun und Elfenbeinküste an den Championships

Jetzt ist das Teilnehmerfeld der African Nations Championships komplett. Wieder hat hierbei die Elfenbeinküste über Ghana gesiegt: Diesmal war aber nicht ein Penaltyschiessen nötig, wie beim Afrika Cup 2015. Das 1:0 durch Koffi Davy Bouah, der erstmals in dieser Qualifikation getroffen hatte, reichte den Ivorern zum Einzug in die Endrunde. Dies auch dank dem Auswärtstor bei der 1:2-Niederlage im vorangegangenen Auswärtsspiel.

Erst 14 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit qualifizierte sich Kamerun für die Afrikanische Nationenmeisterschaft. Das Hinspiel gegen die Republik Kongo endete noch mit einem 0:0 und erst in der 76. Minuten traf Wandja zum 1:0 für Kamerun. Auch für Ronald Ngah Wandja war dies der erste Treffer des Turniers.

Anders als im Afrika Cup treffen bei den African Nations Championships nur Spieler aufeinander, die in der heimischen Liga antreten. Dieser Nationencup 2016 wird vom 16. Januar bis 7. Februar 2016 in Ruanda ausgetragen.

Kamerun in einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/hiroo/CC BY 2.0).
Kamerun in einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/hiroo/CC BY 2.0).