Liberia schockt Tunesien

In der Gruppe A in der Qualifikation für den Africa Cup 2017 in Gabun ist Tunesien ins Stocken geraten: Nach dem 8:1-Sieg in der ersten Runde über Dschibuti unterliegen die Nordafrikaner auswärts Liberia. Dank der besseren Direktbegegnung liegt nun Liberia auf dem zweiten Rang hinter Togo.

Stärke zeigte Madagaskar, die Nummer 45 (von 52) der Setzliste trotzte Angola (Nummer 18) ein 0:0-Unentschieden ab. Davon profitieren konnte Gruppenfavorit DR Kongo jedoch nicht: Mit einer 0:2-Auswärtsniederlage in der Zentralafrikanischen Republik bleiben die vier Mannschaften der Gruppe B innerhalb von drei Punkten: Angola 4 Punkte, DR Kongo und ZAR je 3 und Madagskar 1 Punkt.

Das gleiche Bild – also vier Teams innerhalb von drei Punkten – wird in der Gruppe C gezeichnet: Der noch junge Verband des Südsudan (Platz 50 auf der Setzliste) triumphierte daheim mit 1:0 gegen Äquatorialguinea (Position 17). Äquatorialguinea zeigt dadurch einen Fehlstart, nach zwei Runden kommt das Team, das den letzten Africa Cup ausgetragen hat, auf einen Zähler und Rang vier. Benin und Mali dagegen teilten sich die Punkte.

Liberias Sekou Oliseh, hier Dress von ZSKA Moskau (Bild: Wikipedia/Amarhgil).
Liberias Sekou Oliseh, hier Dress von ZSKA Moskau (Bild: Wikipedia/Amarhgil).

Sieg in Dschibuti: Togo fordert Tunesien

Die Nationalteams aus Afrika duellieren sich übers Wochenende im Rahmen der Qualifikation zum Africa Cup 2017 in Gabun. Bereits zu Ende ist das Spiel zwischen Togo und Dschibuti. Die Westafrikaner aus Togo siegen auswärts mit 2:0-Treffern. Mit zwei Siegen liegt Togo nun an der Tabellenspitze. Gefordert ist dadurch nun Tunesien, wenn es um den Gruppensieg mitreden will.

Bereits in der dritten Minute schiesst Serge Akakpo sein Team in Führung und genau vierzig Minuten später erhöht Jonathan Ayité auf 2:0, die zweite Halbzeit verstreicht torlos.

Dschibuti liefert dabei ein deutlich besseres Resultat, als noch im Juni, wo die Mannschaft gleich mit 1:8-Treffern gegen Tunesien den Kürzeren ziehen musste; damals erzielte Yassine Chikhaoui gleich drei Tore für Tunesien. Chikhaoui, der damals noch für den FC Zürich antrat, mittlerweile wechselte er nach Katar zu Al-Gharafa.

Serge Akakpo trifft früh zum 1:0 (Bild: Wikipedia/IQual).
Serge Akakpo trifft früh zum 1:0 (Bild: Wikipedia/IQual).

Afrika Cup 1970 – Rückkehr in den Sudan

Erneut bestreiten acht Mannschaften die Endrunde, 23 Nationen bestreiten zuvor die Qualifikation, eine Rekordbeteiligung. Die siebte Austragung des Pokals geht in Khartum und Wad Madani über die Bühne – somit ist der Sudan zum zweiten Mal Gastgeber.

In der Gruppe A ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu verzeichnen. Und zuletzt kommen die Elfenbeinküste (+ 5 Tore), Sudan (+ 3) und Kamerun (+1) auf je vier Punkte. Die Elfenbeinküste und Sudan sind aufgrund des besseren Torverhältnisses fürs Halbfinale qualifiziert, Äthiopien verlässt das Turnier ohne Punktgewinn. Zum Auftakt hatte Kamerun einen 0:2-Pausenrückstand gegen die Elfenbeinküste in einen 3:2-Triumph gewendet.

Die Gruppe B wird von Ägypten dominiert, die Mannschaft tritt auch in diesem Jahr als «Vereinigte Arabische Republik» an, zu diesem Zeitpunkt kooperieren Ägypten und Syrien. Mit 5:1 Punkten rangiert diese Mannschaft vor Ghana, dem zweiten Halbfinalisten der Gruppe. Guinea (2 Punkte) und die DR Kongo (1 Punkt) belegen die Plätze 3 und 4.

Im Halbfinale setzen sich die beiden Gruppenzweiten durch: Ghana schlägt die Elfenbeinküste in der Verlängerung mit 2:1 Toren. Mit dem gleichen Resultat und ebenfalls in der Overtime setzt sich Sudan gegen Ägypten durch.

Das Finale des Africa Cup gewinnt der Sudan mit 1:0 Treffern und das Spiel um Rang drei entscheidet Ägypten mit 3:1 Toren gegen die Elfenbeinküste für sich. Sudan wird somit erstmals Sieger des Wettbewerbs – nachdem sich bei der ersten Austragung im Sudan Ägypten durchgesetzt hatte.

Das Burj Al-Fateh Hotel in Khartum (Bild: Wikipedia/Petr Adam Dohnalek).
Das Burj Al-Fateh Hotel in Khartum (Bild: Wikipedia/Petr Adam Dohnalek).

Dreimal Nord- einmal Südafrika im Halbfinale

In der Gruppenphase des Confederation Cup sind die Würfel gefallen. Drei Teams aus Nordafrika qualifizieren sich für das Halbfinale, sowie die Orlando Pirates aus Südafrika. Obschon drei der acht Clubs, welche die Gruppenphase erreichten, aus Tunesien stammen, setzte sich einzig Etoil du Sahel durch. Diese Mannschaft steht momentan auf dem zweiten Rang in der Gruppe A, die vom ägyptischen Vertreter Al-Ahly angeführt wird.

Noch steht die sechste und letzte Qualifikationsrunde aus, doch auch in der Gruppe B stehen die Halbfinalisten bereits fest, am letzten Spieltag geht es auch hier jedoch noch um den Gruppensieg. Im Moment führt Al Zamalek aus Ägypten vor den Orlando Pirates.

Der sechste und letzte Spieltag erfolgt am Wochenende vom 11. bis 13. September. In der Gruppe B kommt es zum Showdown um Rang 1, da Al Zamalek daheim den Orlando Pirates gegenübersteht. Al Ahly und Etoile du Sahel dagegen kämpfen in einem Fernduell um den Gruppensieg.

Der Zamalek SC (Ägypten) setzt sich mit 3:1-Toren gegen Rayon Sports (Ruanda) durch (Bild: Wikipedia/Realman208).
Das Cairo Stadion ist Heimatstädte von Al Zamalek (Ägypten) und Al Ahly (Bild: Wikipedia/Realman208).

Auch Sudanesen weiter – Showdown in Gruppe A

In der Gruppe B sind die Würfel gefallen: Nach USM Alger ist jetzt auch der sudanesische Vertreter Al-Merrikh für das Halbfinale der afrikanischen Champions League qualifiziert.

Zwar führte Algeriens El-Eulma noch gegen Al-Merrikh mit 2:0, doch mit drei Toren in 33 Minuten wendeten die Sudanesen das Geschehen und sicherten sich die Teilnahme am Halbfinale. Die beiden anderen algerischen Clubs El-Eulma und ES Setif können am letzten Spieltag in der Gruppe B den zweiten Rang nicht mehr erreichen.

In der Gruppe A kommt es dagegen zu einem Showdown: Moghreb Tetouan (Marokko), Al-Hilal (Sudan) und TP Mazembe (DR Kongo) kommen alle auf acht Punkte. Dies weil sich Mazembe im Sudan mit 0:1-Toren geschlagen geben musste und Moghreb Tetouan daheim gegen Schlusslicht Smouha (Ägypten) siegte.

In der letzten Runde der Gruppe A reist nun Al-Hilal zu Smouha und Mazembe tritt daheim gegen Moghreb Tetouan an. Diese letzte Runde in der Gruppenphase wird am 11. September ausgetragen.

Mohcine Iajour trifft in 21 Minuten dreimal (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).
Mohcine Iajour – Topskorer in der afrikanischen Champions League (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Pirates auf Kurs – noch kein Entscheid im Confed-Cup

Vier von sechs Runden in der Gruppenphase des Confederation Cup sind vorbei, bislang ist noch keines der acht Team für das Halbfinale qualifiziert. Drei der vier Plätze sind jedoch nahezu vergeben. In Gruppe A übernimmt Tunesiens Etoile du Sahel die Tabellenführung nach einem Sieg über den nun zweitplatzierten, ägyptischen Vertreter Al-Ahly. Stade Malien (4 Punkte/Rang 3) verliert gegen Esperance de Tunis (Rang 4 mit neu 3 Punkten) und muss nun einen Effort leisten, um das Halbfinale noch zu erreichen.

In der Gruppe B sind die Würfel fast gefallen: Zamalek und die Orlando Pirates liegen mit jeweils neun Punkten auf den Rängen eins und zwei. Nur Senegals AC Leopards können einem der beiden Clubs noch gefährlich werden, doch dieses Team verfügt nur über vier Zähler auf dem Punktekonto. Entweder Zamalek oder die Pirates (die in der letzten Runde noch aufeinander treffen) müsste zwei Niederlagen in Serie einfahren und die Leopards seine beiden letzten Spiele gewinnen, um das Halbfinale noch zu erreichen.

Keine Chance mehr auf einen Platz im Halbfinale hat CS Sfaxien, die Mannschaft liegt mit nur einem Zähler am Tabellenende.

Die fünfte Confed-Cup-Runde wird am Wochenende vom 21. bis 23. August ausgetragen.

Orlando Pirates Fans (Bild: Wikipedia/Orlando Pirates FC).
Orlando Pirates Fans (Bild: Wikipedia/Orlando Pirates FC).

USM Alger im Halbfinale

Auf schnellstem Wege hat sich der algerische Vertreter in der Gruppenphase für das Halbfinale der afrikanischen Champions League qualifiziert. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel ist USM Alger vorzeitig qualifiziert. Diesmal siegten die Nordafrikaner auswärts bei El Eulma mit 1:0.

Im zweiten Duell in der Gruppe B setzte sich El Merreikh aus dem Sudan mit 2:0 gegen ES Setif durch. Somit kann El Eulma das Halbfinale nicht mehr erreichen, El Merreikh und ES Setif buhlen um den zweiten Gruppenrang.

In der Gruppe A gerät TP Mazembe aus der Demokratischen Republik Kongo immer besser in Fahrt. Mit einem 1:0-Triumph gegen das ägyptische Team Smouha führt Mazembe die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an. Im anderen Spiel der Gruppe siegte Moghreb Tetouan im Sudan gegen Al-Hilal. Tetouan und Al-Hilal kommen auf je fünf Punkte, Smouha auf drei, während Mazembe mit acht Zählern nun beste Chancen hat, da sich die beiden anderen Clubs ebenfalls noch Punkte nehmen.

Nach vier von sechs Runden der Halbfinal-Qualifikation liegen vier Teams aus vier verschiedenen Ländern auf einem Platz der das Weiterkommen bedeutet: Algerien, DR Kongo, Marokko und Sudan.

Bis zu den Halbfinales folgen nun noch zwei Runden in der Gruppenphase, der nächste Spieltag folgt am Wochenende vom 21. bis 23. August.

USM Alger in rot hier gegen USMH (Bild: Wikipedia/Aziouez).
USM Alger in rot hier gegen USMH (Bild: Wikipedia/Aziouez).

FIFA-Weltrangliste: Afrika achtmal in Top-50

Rekordverdächtige acht Teams aus Afrika rangieren in der neusten «Top 50» der Fussball-Weltrangliste der FIFA. Die bestplatzierte Mannschaft ist Algerien geblieben, die Nordafrikaner liegen auf Position 19. Ebenfalls noch in der «Top 25» liegt die Elfenbeinküste.

Je zwei Plätze verloren haben Ghana (27) und Tunesien (34). Noch unter den ersten vierzig Mannschaften liegt zudem Senegal (39). Dicht dahinter folgen Kamerun (42) und die Republik Kongo (43), während DR Kongo mit Rang 59 ebenfalls nicht weit entfernt ist.

Diese sieben Nationen lagen bereits auf der letzten Liste in der «Top 50». Neu dazugekommen ist Kap Verde (50), dank guten Aufritten in der Afrika-Cup-Qualifikation und am Turnier selbst. Der durchschnittliche Weltranglisten-Platz dieser Mannschaft ist der 120. Platz, die Elf steigerte sich in den letzten zwei Jahren somit erheblich.

Zwei weitere Mannschaften sind zudem nicht weit von der «Top 50» entfernt: Ägypten (52) und Nigeria (53) sind schon ganz in der Nähe.

Djaniny von den Kap Verden ist in der Top 50 der FIFA-Weltrangliste (Bild: Wikipedia/Xavier Rondón Medina).
Djaniny von den Kap Verden ist in der Top 50 der FIFA-Weltrangliste (Bild: Wikipedia/Xavier Rondón Medina).

Hartes Los für Marokko

Fünf Länder aus Afrika können sich für die Fussball-WM in Russland 2018 qualifizieren. 53 Verbände treten zur Qualifikation an. Die 26 Teams, die in der FIFA-Weltrangliste am schlechtesten rangiert sind, erhielten je einen Gegner zugelost. Im Oktober stehen die Hin- und ein Rückspiele an. Die 13 Gewinner treffen im November in der zweiten Runde auf 27 Verbände, die in der FIFA-Rangliste am besten gewertet sind. Nach einer weiteren Hin- und Rückrunde beginnt im kommenden Jahr eine Gruppenphase mit fünf Vierergruppen deren Sieger zur WM nach Russland fahren.

Da die zweite Runde ebenfalls bereits ausgelost ist, ist klar, dass mindestens zwei hochkarätige Teams die Gruppenphase nicht erreichen dürften: Einerseits stehen sich Angola und Südafrika gegenüber, beide Teams waren bei einigen der letzten Austragungen bei einer WM-Endrunde dabei gewesen, Angola 2006, Südafrika 1998, 2002 und 2010.

Ebenfalls ein enger Kampf dürfte auf Marokko warten. Die Nordafrikaner waren bislang viermal bei einer Endrunde dabei, Äquatorialguinea – der Gegner in der 2. Runde – zwar noch nie, zuletzt zeigte dieses Teams aber starke Auftritte am Afrika Cup.

Marokko, hier in einem Spiel gegen Niger, wartet auf eine spannende WM-Quali (Wikipedia/Mustapha Ennaimi).
Marokko, hier in einem Spiel gegen Niger, wartet auf eine spannende WM-Quali (Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Zamalek fast schon im Halbfinale

Nach drei von sechs Runden in der Gruppenphase des Confederation Cup ist Al Zamalek fast schon im Halbfinale. Die Ägypter schlagen daheim AC Leopards aus dem Kongo mit 2:0-Toren. Mit neun Punkten aus drei Spielen sind die Pharaonen nahezu qualifziert, weil die beiden Clubs auf den Rängen drei und vier nur je einen Punkt aufweisen. Im zweiten Spiel der Gruppe B bezwingen Südafrikas Orlando Pirates das tunesische Team CS Sfaxien, mit sechs Zählern liegen auch die Pirates auf Halbfinale-Kurs.

Weniger eindeutig ist die Lage in Gruppe A. Mit sieben Punkten führt auch dort ein ägyptisches Team, Al-Ahly. Dieser Club bezwang den tunesischen Vertreter Etoile du Sahel, der seine beiden erste Gruppenspiele gewinnen konnte und weiterhin auf Rang zwei liegt. Stade Malien aus Mali lieferte seinen ersten Sieg, über CS Sfaxien, ebenfalls aus Tunesien. Stade Malien hat damit nur noch zwei Zähler Rückstand auf den zweiten Rang – ein solcher ist nötig, um das Halbfinale zu erreichen.

Die nächste Confed-Cup-Runde folgt am Wochenende vom 7. bis 9. August.

Das Kairo-Stadion, hier spielt Al Zamalek (Bild: Wikipedia/Citadelite).
Das Kairo-Stadion, hier spielt Al Zamalek (Bild: Wikipedia/Citadelite).