Sanah Mollo schiesst Südafrika ins Glück

Die Qualifikation zum Olympischen Fussball-Turnier der Frauen ist in Afrika ausgetragen: Der Kontinent wird durch Simbabwe und Südafrika vertreten. Sanah Mollo, die einzige Doppeltorschützin des südafrikanischen Frauen-Nationalteams, reist mit ihrem Team 2016 nach Brasilien um ihr Land an den olympischen Spielen zu vertreten. Ansonsten spielt Sanah Mollo in der heimischen Liga bei den Palace Super Falcons.

Das Team setzte sich gegen Äquatorialguinea durch, mit dem Gesamtskore von 1:0 in zwei Playoff-Spielen. Grund zum Klagen hat Jade Boho, die im Laufe der Qualifikation nicht weniger als fünf Tore erzielte und damit Torschützenkönigin wurde. Jade Boho, die in England für die Bristol Academy antritt, wurde somit denkbar schlecht belohnt.

Knapp scheiterte zudem Kamerun, das Land, das im kommenden Jahr den Afrika Cup der Frauen austrägt, in Yaounde und Limbe. Kamerun erreicht die Olympiade wegen der Auswärtstorregel nicht: Simbabwe verlor in Kamerun zwar 1:2, siegte aber daheim mit 1:0-Toren.

Gaelle Enganamouit, Nationalspielerin von Kamerun (Bild: Wikipedia/GoToVan).
Gaelle Enganamouit, Nationalspielerin von Kamerun (Bild: Wikipedia/GoToVan).

WM-Quali: Komoren und Tschad überraschen alle

Die erste Runde in Afrikas Qualifikation zur Fussball-WM 2018 ist bestritten, in dieser trafen die 26 am schwächsten klassierten Mannschaften des Kontinents aufeinander. Für die grösste Überraschung sorgten dabei die Komoren (Rang 48 des Kontinents), die gegen Lesotho (Rang 31) aufgrund der Auswärtstorregel in die zweite Runde einziehen. Nach einem 0:0 zuhause, folgte auswärts das 1:1. Ebenfalls überraschend war der Auftritt von Tschad (45) gegen Sierra Leone (30). Auch hier kam der Unterklassige dank der Auswärtstorregel weiter, nach einem 1:0 Sieg daheim und einer 1:2 Niederlage auswärts.

Ansonsten setzten sich mehrheitlich die Favoriten durch, wie etwa Kenia (gegen Mauritius), Botswana (gegen Eritrea) oder Tansania (gegen Malawi). In der zweiten Runde, die vom 9. bis 17. November ausgetragen wird, tragen die 13 Sieger sowie die 27 besten Mannschaften (ausschlaggebend ist die FIFA-Weltrangliste) eine weitere Barrage aus. Auf die Komoren und Tschad warten nun natürlich die grösseren Kaliber, die Komoren bekommen es mit Ghana zu tun, dem Finalisten des Afrika Cups 2015 und Tschad steht Ägypten gegenüber.

Die 20 Sieger bilden dann fünf Vierergruppen, deren Sieger an die WM 2018 in Russland fahren.

Impression von den Komoren (Bild: Wikipedia).
Impression von den Komoren (Bild: Wikipedia).

Orlando Pirates und Etoile du Sahel im Finale

Gleich beide ägyptischen Vertreter scheiden im Halbfinale des Confederation Cup aus. Somit stehen sich die Orlando Pirates aus Südafrika und Etoile du Sahel aus Tunesien gegenüber.

 

Die Orlando Pirates waren sowohl im Hin- wie auch im Rückspiel gegen Ägyptens Al Ahly erfolgreich. Einem 1:0-Sieg erfolgte ein hart umkämpfter 4:3-Triumph, bei welchem Al Ahly zwischenzeitlich mit 2:0-Toren führte und zu diesem Zeitpunkt fürs Finale qualifiziert gewesen wäre, ehe die Pirates das Geschehen noch wendeten.

 

Einen eigentümlichen Verlauf nahm das zweite Halbfinale. Das Hinspiel gewann Etoile du Sahel unmissverständlich deutlich mit 5:1-Toren. Dennoch musste die Mannschaft bis zuletzt zittern, da Zamalek auf eigenem Rasen bis zur 69. Minute mit zuletzt 3:0-Treffern in Führung gegangen war. Dank dem Auswärtstor wären die Pharaonen mit einem weiteren Treffer fürs Finale qualifiziert gewesen, doch die Tunesier konnten den Spielstand halten.

 

Hin- und Rückspiel des Finals werden vom 20. bis 29. November ausgetragen.

Frühere Aufstellung der Orlando Pirates (Bild: Wikipedia/Orlando Pirates).
Frühere Aufstellung der Orlando Pirates (Bild: Wikipedia/Orlando Pirates).

USM Alger und Mazembe im Finale

Zwei Teams aus dem Sudan standen in den Halbfinals der afrikanischen Champions League, die neben dem Afrika Cup der wichtigste Wettbewerb auf dem Kontinent ist. Durchgesetzt haben sich aber in beiden Fällen die Kontrahenten.

 

Zwar siegte zunächst Al-Merrikh im Hinspiel mit 2:1 Toren gegen TP Mazembe aus der demokratischen Republik Kongo. Doch die Mannschaft aus dem Herzen Afrikas setzte sich daheim im Rückspiel mit 3:0-Toren durch.

 

Die algerische Mannschaft USM Alger siegte ebenfalls im ersten Spiel mit 2:1 Treffern gegen den zweiten sudanesischen Vertreter Al-Hilal, doch das Rückspiel endete 0:0 Unentschieden und so zog die algerische Mannschaft ins Finale ein.

 

Hin- und Rückspiel des Finales gehen vom 30. Oktober bis am 8. November über die Bühne.

Das Omar Hammadi Stadion (Bild: Wikipedia/msmornington/CC-Lizenz).
Das Omar Hammadi Stadion des USM Alger (Bild: Wikipedia/msmornington/CC-Lizenz).

FIFA-Weltrangliste: Algerien bleibt in Top-20

Auch in der jüngsten Ausgabe der Weltrangliste der FIFA befinden sich rekordverdächtige acht Teams aus Afrika in der «Top 50». Erneut ist Algerien die bestplatzierte Mannschaft des Kontinents, die Nordafrikaner liegen auf Position 19. Neu liegen sogar drei Teams in der «Top 25», neben Algerien sind dies die Elfenbeinküste (21) und Ghana (25).

 

Die gegenwärtige Rangierung der Algerier ist kein Zufall. Bereits viermal gelang der Nation die Qualifikation für zur Fussball-WM, dies in den Jahren 1982, 1986, 2010 sowie 2014. Für den Africa Cup qualifizierte sich die Mannschaft sogar 15mal, einmal, 1990, konnte sogar der Titel gewonnen werden.

 

Zwar lautet die durchschnittliche Weltranglisten-Position noch 56, und die bislang schlechteste Klassierung datiert auf das Jahr 1998 (Position 103), doch seit einiger Zeit ist diese Nationalmannschaft stets in der Top 50 zu finden, die beste Platzierung ist Rang 15 aus dem vergangenen Jahr. Die gute Position dürfte vorderhand bleiben, denn die Nation ist gut in Form. Derzeit führt Algerien in der Qualifikation zum Africa Cup 2017 die Gruppe J an, dies vor Äthiopien, Seychellen und Lesotho.

 

Zwei weitere Mannschaften sind zudem nicht weit von der «Top 50» entfernt: Ägypten (51) und Nigeria (52) stehen unmittelbar vor der Tür.

Algerien (rechts) in einem Spiel gegen Tunesien (Bild: Wikipedia/Magharebia).
Algerien (rechts) in einem Spiel gegen Tunesien (Bild: Wikipedia/Magharebia).

Confederation-Cup: Ägypten, Tunesien und Südafrika im Halbfinale

Der ägyptische Spitzenclub Al-Ahly könnte seinen Confederation-Cup-Titel verteidigen. Der Club gilt manchenorts als einer stärksten Clubs Afrikas und wurde im Jahr 2000 vom CAF, dem Kontinentalverband, als «Club des Jahrhunderts» gefeiert.

Nun hat Al-Ahly die Gruppe A gewonnen und sich für das Halbfinale qualifiziert, dort kommt es nun zu einem Nord-Südduell, denn der Gegner ist der südafrikanische Verein Orlando Pirates – diese Mannschaft erreichte den zweiten Rang in der Gruppe B.

Zu einem nordafrikanischen Kräftemessen kommt es im zweiten Halbfinale, dort tritt Etoile du Sahel gegen die zweite ägyptische Mannschaft im Wettbewerb an, gegen Al-Zamalek. Die Spiele werden am 26. und 27. September sowie am 3. und 4. Oktober ausgetragen.

Flagge des ägyptischen Spitzenteams Al-Ahly (Bild: Wikipedia/Zo3a).
Flagge des ägyptischen Spitzenteams Al-Ahly (Bild: Wikipedia/Zo3a).

Afrikas Champions League – das sind die Halbfinals

Die letzte Runde der Gruppenphase ist vorbei, die Halbfinals der afrikanischen Champions League stehen. Bereits jetzt ist klar, dass der algerische Vertreter ES Setif den wohl wichtigsten Titel des Kontinents, neben dem Africa Cup, nicht verteidigen wird – die Nordafrikaner erreichten in der Gruppe B nur den dritten Rang.

Um den Pokal kämpfen gleich zwei Mannschaften aus dem Sudan: Al Hilal und Al Merrikh stehen je in einem der beiden Halbfinals. Al Hilal steht USM Alger gegenüber und Al Merrikh bekommt es mit TP Mazembe aus der DR Kongo zu tun. Die Hinspiele des Halbfinals werden zwischen dem 25. und 27. September ausgetragen, die Rückspiele erfolgen vom 2. bis 4. Oktober.

Frühere Aufstellung von TP Mazembe (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).
Frühere Aufstellung von TP Mazembe (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Gilles Yapi tauscht bei Comeback Shirt mit Täter

Was für ein Comeback von Gilles Yapi. Der aus der Elfenbeinküste stammende Spieler des FC Zürich trifft bei seiner Rückkehr auf Anhieb und taucht mit dem Spieler, der wegen einem brutalen Foul fast seine Karriere beendet hätte, das Trikot.

Gilles Yapi (Bild: Africup.com).
Gilles Yapi (Bild: Africup.com).

«Gott hat mich geheilt», sagte Gilles Yapi erst vor kurzem zu «africup.net». Nun hat er sein Comeback gegeben. Vor rund zehn Monaten schien seine Laufbahn beendet: Wegen einem brutalen Foul war sein Knie kaputt. Doch der Nationalspieler der Elfenbeinküste gab nicht auf – während sich sein Nationalteam am Afrika Cup in Äquatorialguinea den Titel holte, kämpfte er sich in der Reha zurück. Gott habe ihn geheilt, sagte er im Mai. «Durch die Chirurgen hat er das getan.»

Es sein ein echtes Wunder, «dass ich wieder auf den Beinen stehen kann. Dass ich wieder laufen und den Ball führen kann.»

Der Spieler, der ihn damals foulte, Sandro Wieser, ist inzwischen beim FC Thun tätig. Yapi laut der «20 Minuten»: «Wir haben vor dem Spiel SMS geschrieben.» Nach dem Match tauschten die beiden Athleten ihre Trikots aus. Sie würden sich schon länger kennen erklärte Yapi laut der «Berner Zeitung», «bei Basel haben wir während mehreren Jahren zusammen trainiert.»

Er setzte damit das um, was er gegenüber «africup.net» sagte: «Die Vergebung kommt aus dem Herzen. Ich habe keine Wut auf Sandro Wieser. Ich kann mit ihm zusammensitzen, mit ihm sprechen und einen Kaffee trinken. Ich habe nichts in meinem Herzen gegen Sandro – das ist Vergebung.»

Ägypten und Ghana auf Kurs

Die Nationalmannschaft von Ägypten und jene von Ghana sind auf Africa Cup Kurs. Um die Endrunde in Gabun sicher zu erreichen, ist der Gruppensieg in einer der 13 Gruppen erforderlich, weil daneben nur noch die beiden Gruppenbesten weiterkommen.

Ägypten ist in der Gruppe G mit zwei Siegen aus zwei Spielen (von total sechs Matches) an der Tabellenspitze zu finden. Mit einem 5:1-Triumph über Tschad sind die Pharaonen in der jüngsten Begegnung siegreich gewesen, während Nigeria in Tansania nicht über ein 0:0-Unentschieden hinauskam. In der nächsten Runde stehen sich die beiden Favoriten Nigeria und Ägypten gegenüber.

Ebenfalls mit zwei Siegen an der Spitzen weilt Ghana dank dem 1:0-Sieg in Ruanda, die Ostafrikaner bleiben dennoch auf dem zweiten Rang, dies mit drei Punkten und somit gleich vielen Zählern wie Mauritius.

Ghanas Nationalteam bei einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Benjamin Mussler).
Ghanas Nationalteam bei einem früheren Spiel (Bild: Wikipedia/Benjamin Mussler).

Marokko und Kap Verde mit Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Qualifikation für den Afrika Cup 2017 in Gabun ist in vollem Gange. Ein enges Duell zeichnet sich in der Gruppe F ab: Kap Verde (Afrikas aktuelle Nummer 9) und Marokko (21) liegen mit je sechs Punkten an der Tabellenspitze. Für die Endrunde qualifizieren sich aber nur der Gruppensieger sowie zwei der dreizehn Gruppenzweiten.

Kap Verde zeigte ein enges Duell gegen Libyen: Die Nordafrikaner schossen in der 85. Minute den 1:1-Ausgleich, ehe Kap Verde in der 90. Minute erneut in Führung ging. Marokko dagegen kam auswärts bei Sao Tome und Principe zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg.

Packend wird nun das nächste Gruppenspiel, in diesem stehen sich die beiden führenden Mannschaften im März gegenüber.

In der Gruppe D führt Uganda mit sechs Punkten vor Botswana und Burkina Faso, die beide drei Punkte aufweisen. Enger ist es zudem in der Gruppe E, dort liegen die Republik Kongo und Sambia mit je vier Punkten vor Kenia und Guinea-Bissau (je ein Punkt).

Kap Verde Spieler Heldon Ramos, der aktuell für Portugals Rio Ave antritt (Bild: Wikipedia/Roi González Villa).
Kap Verde Spieler Heldon Ramos, der aktuell für Portugals Rio Ave antritt (Bild: Wikipedia/Roi González Villa).