Salomon Kalou ringt mit Hertha Berlin die Borussia Dortmund nieder

Weiterhin kein Halten kennt Pierre-Emerick Aubameyang: Nach seinem Doppelpack am Wochenende gegen Bayer Leverkusen traf er im Champions-League-Achtelfinal gleich dreimal gegen Benfica Lissabon. Damit liegt er in der Torjäger-Liste des wichtigsten europäischen Club-Wettbewerbs neu auf Rang drei.

In der Liga muss sich Aubameyang dennoch – trotz seinem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer – geschlagen geben. Dies gegen Hertha Berlin, für diese trifft Salomon Kalou (Elfenbeinküste).

Verteidiger Medhi Benatia (Marokko) schiesst Juventus Turin gegen den AC Milan in Führung, zuletzt gewinnt «Juve» mit 2:1-Toren und bleibt damit souverän an der Tabellenspitze.

In Spaniens Primera Division setzt sich Deportivo de La Coruna gegen den FC Barcelona mit 2:1-Toren durch. Dies auch dank dem marokkanischen Mittelfeldstrategen Faycal Fajr. Sein Team rückt dadurch um einen Rang nach vorn und fügt «Barca» die erst dritte Niederlage in der Meisterschaft in dieser Saison zu.

Sadio Mané (Senegal) und Joel Matip (Kamerun) gewinnen mit Liverpool 2:1 gegen den Burnley FC obschon dieser früh in Führung gegangen war.

Adama Traoré, Geoffroy Serey Dié und Seydou Doumbia (alle Elfenbeinküste) kamen beim 1:0-Sieg der FC Basel über den FC Sion zum Einsatz. Da der direkte Verfolger YB zwei Punkte einbüsste, beträgt der Vorsprung mittlerweile 17 Punkte, schon länger zweifelt niemand mehr am erneuten Titelgewinn der Nordschweizer.

Vincent Aboubakar schiesst für Besiktas Istanbul den wichtigen Ausgleichstreffer beim Europa-League-Auswärtsspiel bei Olympiakos Piräus.

Gleich mit 5:2-Treffern überrennt KRC Genk im innerbelgischen Duell den KAA Gent. Dabei treffen Mbwana Samatta (Tansania) doppelt und Verteidiger Omar Colley (Gambia) für Genk.

Ismaila Sarr (Senegal) schiesst den FC Metz in der Ligue 1 gegen St. Etienne 1:0 in Führung. Letztlich endet das Spiel 2:2-Unentschieden.

Mit Chicago Fire feiert David Accam (Ghana) einen 2:0-Sieg über Real Salt Lake City.

Salomon Kalou bei einem Einsatz für die Elfenbeinküste (Bild: Wikipedia/Jean-Marc Liotier).

Pierre-Emerick Aubameyang mit Doppelpack

Auch an diesem Wochenende sind etliche afrikanische Spieler in grossen Ligen aufgefallen.

Pierre-Emerick Aubameyang trifft beim 6:2-Triumph gegen Bayer Leverkusen in der Bundesliga gleich doppelt. Der Gabuner schiesst die wegweisenden Tore zum 2:0 und 3:1. Der Stürmer der Borussia Dortmund liegt zudem im Gesamtklassement der Torjäger weiterhin auf dem ersten Rang, dies mit 21 Treffern, vor Robert Lewandowski (19 Tore) und Anthony Modeste (17 Tore). Sein Team hält damit den dritten Tabellenrang.

Die Berner Young Boys gewinnen das Derby gegen den FC Thun durch den Siegtreffer von Sékou Sanogo (Elfenbeinküste). Nach einem 0:2-Rückstand setzt er mit seinem Tor zum 3:2 den Schlusspunkt.

Mit seinem Treffer zum 2:1 sichert Riyad Mahrez dem amtierenden aber abgestürzten britischen Meister Leicester City. Der Algerier spurt damit den 3:1-Sieg über Hull City entscheidend vor.

Thomas (Ghana) kommt diesmal erst spät zum Einsatz für Athletico Madrid. Der Mittelfeldspieler, der einen Vertrag bis 2022 besitzt, liefert die Vorarbeit zur Siegessicherung beim 3:0 über Valencia. Athletico bleibt damit auf dem vierten Rang.

In Italien erfreuen sich die beiden Abwehrspieler Kalidou Koulibaly aus dem Senegal und der Algerier Faouzi Ghoulam über eine 2:1-Sieg mit dem SSC Neapel im Spitzenspiel gegen die AS Roma.

Für den SCO Angers in der Ligue 1 treffen sowohl Karl Toko Ekambi (Kamerun) und Cheikh Ndoye (Senegal). Der 3:2-Triumph über Cean bringt das Team auf den zehnten Rang nach vorne.

Stürmer Fanendo Adi (Nigeria) und Verteidiger Lawrence Olum (Kenia) schiessen die Portland Timbres in der amerikanischen Major League Soccer zum Auftakt der Saison gegen den Minnesota United FC zu einem 5:1-Sieg.

Zé Louis (Kap Verde) kommt mit Spartak Moskau im Spitzenspiel in der russischen Premier Liga zu einem 2:2 Unentschieden auswärts beim FK Krasnodar.

Beim Kampf um europäische Ränge unterliegt Mbilla Etame (Kamerun) mit Antalyaspor trotz seinem Anschlusstor zum 1:2 dem drittklassierten Galatasaray Istanbul mit 2:3 Toren.

Pierre-Emerick Aubameyang (Bild: Wikipedia/Simmon).

Grosser Bahnhof für Kameruns Helden

Kameruns Präsident bereitet der Nationalmannschaft einen grossen Empfang. In einer Parade fuhren jeweils zwei Fussballer in einem Jeep fuhr der jubelnden Menge vor. In einer Ansprache bekundete der Staatschef seine Freude und zitierte einen kamerunischen Spasssong: «Wie man bei uns sagt: „Senegal est dans la sauce. Ghana est dans la sauce. Egypte est dans la Sauce“.»

Nach Torhüter Fabrice Ondoa, der während dem ganzen Turnier nur drei Gegentore einstecken musste, und der im Penaltyschiessen gegen Senegal einen Elfmeter hielt, wurde in seiner Heimatgegend sogar eine Strasse benannt.

Eine frühere Auswahl Kameruns (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).

Kamerun holt fünften Titel

Nicht zum ersten Mal an diesem Turnier siegte Kamerun nach einem 0:1-Rückstand. Bereits im zweiten Gruppenspiel gegen Guinea-Bissau wendeten die «unzähmbaren Löwen» ein solches Hintertreffen in einen Triumph.

Im Finale gegen Ägypten lag die Mannschaft nun im Finale erneut nach der ersten Halbzeit hinten. Mohamed Elneny hatte in der 22. Minute für die Pharaonen getroffen. Dann aber liess Nicolas Nkoulou das Stadion in Libreville beben (in Gabun leben viele Kameruner): Er glich in der 59. Minute aus. Und als sich wohl schon viele auf die Verlängerung eingestellt hatten, schoss Vincent Aboubakar Kamerun in der 88. Minute zum fünften Africa-Cup-Titel.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Ägypten im gesamten Turnier erst ein Gegentor kassiert und Kamerun nur zwei. Sprich, die beiden Teams hatten – zusammengerechnet – in den zehn vorangegangenen Matches (je fünf Spiele) nur total drei Gegentreffer einkassiert. Gleich viele wie nun insgesamt im Finale.

Somit kann das Team von Hugo Broos 2019 als Titelverteidiger zur Endrunde im eigenen Land starten, diese wird

Zum wertvollsten Spieler des Turniers wurde der Kameruner Christian Bassogog gewählt.

Kameruns Nicolas N’Koulou (Bild: Wikipedia/VINSPROD10).

Defensiv-Kracher im Afrika Cup Finale

Zusammengerechnet haben Ägypten und Kamerun in ihren zehn Spielen (je drei Gruppenspiele, sowie Viertel- und Halbfinals) nur drei Gegentreffer kassiert. Das macht im Schnitt nur 0,3 pro Spiel.

Ägypten kassierte erst im Halbfinale das erste Gegentor. Nachdem Mohamed Salah seine Mannschaft in Führung gegen Burkina Faso gebracht hatte, glich Aristide Bancé sieben Minuten später aus. Zuletzt setzten sich die Nordafrikaner mit 4:3-Toren im Penaltyschiessen durch.

Kamerun triumphierte seinerseits auf dem Weg ins Finale über Ghana. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein sollte kein Tor fallen, ehe Michael Ngadeu-Ngadjui das Skore in der 72. Minute eröffnete. In der Nachspielzeit sicherte Christian Bassogog seiner Mannschaft den Sieg.

Michael Ngadeu Ngadjui, Kamerun (Bild: Wikipedia/Knjh2000).

Torhüter sind die Stars dieses Afrika Cups

Die eigentlichen Stars dieses Afrika Cups sind die Torhüter. Keiner der vier Halbfinalisten hat mehr als zwei Gegentreffer in den vier bisherigen Spielen kassiert. Der junge kamerunische Torwart Fabrice Ondoa (21 Jahre alt). Nur von Burkina Faso und Guinea-Bissau musste Kamerun ein Gegentor einstecken, gegen Gabun und Senegal hielt sich die Equipe schadlos.

Gleiches gilt es von Burkina Fasos Germain Sanou zu berichten, ebenfalls in den ersten beiden Matches kassierte sein Team je ein Gegentor, es sollten bislang die beiden einzigen bleiben.

Ghanas Brimah Razak musste ebenfalls nur zwei Gegentore notieren, eines gegen Ägypten und eines gegen die DR Kongo im Viertelfinale.

Noch gänzlich ohne Gegentreffer bleibt die Mannschaft von Ägypten. In keinem der drei Gruppenspiele und auch nicht im Viertelfinale konnte Essam El Hadary bezwungen werden. Die Pharaonen sind an diesem Afrika Cup in sämtlichen 360 Minuten ohne Gegentreffer geblieben.

Die vier Halbfinalisten kassierten zusammengerechnet in ihren 16 Spielen nur 6 Gegentore, im Schnitt also 0,375 Gegentreffer. Gleichzeitig erzielten die vier Equipen «nur» 16 Tore (Kamerun kam zum Beispiel nach einem 0:0 im Viertelfinal mittels Penaltyschiessen eine Runde weiter, Ägypten und Ghana trafen in der Gruppenphase je nur zweimal).

Fabrice Ondoa, Torwart des Nationalteams von Kamerun (Bild: Castroquini-FCB).

Nordafrika-Kracher im Viertelfinale

Schon früh stellte Ägypten die Weichen auf Sieg, im letzten Gruppenspiel gegen Ghana. Mohamed Salah traf bereits in der 11. Minute. Es sollte der einzige Treffer in der Partie bleiben. Durch Ägyptens Sieg blieb sowohl Mali wie auch Uganda ein möglicher Einzug ins Viertelfinale verwehrt. In der Theorie war dieser vor dem Spiel noch möglich: Bei einem Sieg der bereits qualifizierten «Black Stars» über die «Pharaonen» wäre der Sieger aus dieser Begegnung noch weitergekommen – sofern es einen gegeben hätte. Doch Mali und Uganda trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden, die beiden Tore fielen innerhalb von vier Minuten.

Nun kommt es im Viertelfinale zu zwei packenden Begegnungen: Zum Nordafrika-Duell zwischen Ägypten und Marokko sowie zum Kräftemessen zwischen der DR Kongo und Ghana.

Ägyptens Mohamed Salah (Bild: Wikipedia/Ultraslansi).

Elfenbeinküste out – es gibt einen neuen Afrika-Cup-Sieger

Schock für den Titelverteidiger: Die Elfenbeinküste muss nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Ausgerechnet gegen Marokko erfolgte das Aus, Marokko, das von Hervé Renard trainiert wird, der vor zwei Jahren noch mit den Ivorern den Titel holte. Mit einem Sieg hätte die Elfenbeinküste das Viertelfinale erreicht.

In der 64. Minute brachte jedoch Rachid Alioui die Nordafrikaner in Front, die Elfenbeinküste schaffte die Wende nicht mehr. Somit ist bereits jetzt klar: Ein neues Team wird den Afrika Cup 2017 gewinnen.

Für den Titelverteidiger wäre sogar der Gruppensieg noch möglich gewesen, wenn Togo die DR Kongo überwunden hätte.  Diese setzte sich jedoch mit einem 3:1-Erfolg gegen Togo durch, Junior Kabananga (der damit den Lead im Torschützen-Klassement übernimmt) und Firmin Ndombe Mubele brachten den 2:0-Vorsprung. Nach dem Anschluss durch Kodjo Fo-Doh Laba erhöhte Paul-José M’Poku zum Schlussstand.

Elfenbeinküste beim Finalsieg 2015 (Bild: Wikipedia/Ben Sutherland).

Nach Sechs-Tore-Show: Auch Tunesien schafft den Sprung

In der Gruppe B war Senegal bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Nun hat auch Tunesien den Sprung geschafft: Mit einem 4:2-Sieg über Simbabwe ist Tunesien das erste nordafrikanische Land, das unter die letzten Acht vorstösst.
Bereits in der neunten Minute gelangte Tunesien durch Naim Sliti in Führung. Noch in der ersten Halbzeit erhöhten Youssef Msakni (22. Minute) und Taha Yassine Khenissi (36.) auf 3:0. Den Anschlusstreffer wenig später durch Knowledge Musona beantwortete Wahbi Khazri noch in der ersten Hälfte vom Penaltypunkt aus zum 4:1. Tendai Ndoro gelang im Laufe der zweiten Halbzeit noch Resultatkosmetik.
Erstmals am diesjährigen Afrika Cup gelingen einer Mannschaft vier Tore und erst zum zweiten Mal schiesst ein Team drei oder mehr Treffer.
In der zweiten Begegnung der Gruppe trennten sich Senegal und Algerien mit einem 2:2-Unentschieden. Tunesien trifft im Viertelfinale auf Burkina Faso, Senegal auf Kamerun.

Algerien (rechts) in einem Spiel gegen Tunesien (Bild: Wikipedia/Magharebia).

Kamerun ist wieder da

In den letzten Jahren wurde Kamerun hart kritisiert, weil das Team nicht mehr an die ganz grossen Erfolge von früher anknüpfen konnte. Nun qualifiziert sich der vierfache Afrika-Cup-Sieger in der Gruppe A für die Viertelfinals.

Dies ist nicht selbstverständlich: In den letzten Jahren zeigten die Gastgeber nicht selten eine überdurchschnittliche Performance. Dennoch trotzte Kamerun im dritten Spiel Gabun, welches einen Sieg benötigte, um ins Viertelfinale einzuziehen. Gemeinsam mit Burkina-Faso konnte das Team von Trainer Hugo Broos fünf Punkte sammeln, einzig wegen des um ein Tor schlechteren Torverhältnis rangieren die «unzähmbaren Löwen» auf dem zweiten Rang.

Im Viertelfinale trifft Kamerun nun auf Senegal. Gruppensieger Burkina-Faso begegnet im Viertelfinale Tunesien, Algerien oder Simbabwe.

Eine frühere Auswahl Kameruns (Bild: Wikipedia/Mustapha Ennaimi).